10.08.2011 · Den Kursverfall an den Börsen hält Aktienexperte Henning Gebhardt für eine Überreaktion, die sogar Kaufgelegenheiten bietet. Gleichwohl setzt der DWS-Fondsmanager im F.A.Z.-Interview bei manchen Titeln Fragezeichen.
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Jeder zahlt 5000 € in die Staatskasse
und in 5 Jahren sind wird Schuldenfrei, wo ist das Problem ?
"Spekulanten" mit "Spekulationen" bekampfen!
Es scheint unglaublich. Und doch ist es auch für den privaten Anleger möglich. Put-Optionen auf den DAX30 erbrachten innerhalb von 4 Wochen 2 x über ca. 400 % Gewinn. Beim Einsatz eines Netto-Gehaltes ergibt dies einen stattlichen Betrag, der nun in Aktien investiert wird.
Und zwar nach einer Methode der "alten Schotten". Aktien kaufen, diese dann 20 Jahre nicht mehr anrühren und letztendlich - nach Ablauf dieser Zeitspanne - den Gewinn einfahren. Als Aufstockung der Altersversorgung.
Wir sehen gerade tatsächlich eine (Über)-Reaktion der Finanzmärkte. Und diese war chart-technisch voraussehbar.
Staatsverschuldung US 100% des BIP! Na und! Hatte schon mal eine Verschuldung von über 200 % meines persönlichen BIP. Bei höheren Zinsen! Ging auch. Auch bei vielen anderen, die sich eine Immobilie zulegen. Außerdem: Das Geld ist ja nicht futsch. Es wurde investiert, meist zum Nutzen derer, die es investiert haben. Wahrscheinlich läuft es irgendwann darauf hinaus, daß die auf einen Teil ihrer Ansprüche verzichten müssen. Das wird eine Art von Lastenausgleich besorgen. Egal, ob über Steuern oder Inflation. Inflation ist aber schwierig umsetzbar, wie das Beispiel Japan zeigt. Wenn das Invest in Anleihen, selbst von Staaten immer risikoreicher wird, in was sollen denn die Versicherer und andere Geldspeicher anlegen? Da scheint eine Investition in Aktien noch einigermaßen vertretbar. Ist zwar starken Schwankungen ausgesetzt, rentiert aber überdurchschnittlich. Gold hat den Nachteil, daß es per se keine Werte schafft oder Rendite abwirft. Firmenanleihen und Pfandbriefe sind auch nicht gerade der Hit.
Also nur Mut, sehr geehrte Mitleidende, irgendwann muß es wieder aufwärts gehen. Man darf sich nur nicht gleich in's Bockshorn jagen lassen.
Ein Beitrag zur Legendenbildung
Henning Gebhardt sagt:"Wir erleben gerade die Fortsetzung der Finanzkrise. Um es mit dem amerikanischen Ökonom Kenneth Rogoff zu sagen: Aus der Krise der Banken vor zwei, drei Jahren ist eine Staatskrise geworden. Denn das Problem ist jetzt die hohe Verschuldung der Regierungen, und von dieser müssen sie irgendwie herunterkommen."
Die Aussage soll augenscheinlich der Legenbildung dienen ud vom Totalversagen der Politikkaste ablenken, denn nicht erst JETZT und nicht allein wegen der Finanzkrise gibt es das Verschuldungsproblem. Verschuldet waren die bekannten Staaten schon vor ihren Bankenrettungsmaßnahmen zur vermeintlichen Bereinigung der Finnanzkrise. Und es geht auch nicht um die "Verschuldung der Regierungen" - wenn die hafteten, könnten wir alle damit bestens leben- , sondern um die von all den glorreichen Regierungen zu Lasten der eigentlich von ihnen zu schützenden Bürger aufgetürmten Verbindlichkeiten!
Die Sparmaßnahmen ist in einzelnen Ländern gelungen ..
.. und nun sparen USA, Großbritanien, Spanien, Deutschland, Italien, Frankreich und Japan, um mal nur die Großen zu nennen. Bei wievielen Ländern glauben sie ernst- haft, dass sie durch Einsparungen und bessere Wettbewerbsfähigkeit aus den Schulden in welchen Zeitraum herauswachsen?