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Europas Schuldenkrise Bundesbank skizziert Weg zu tragfähiger Fiskalunion

 ·  Wie könnte eine Fiskalunion in Europa aussehen, die wirklich etwas taugt? Der Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat dazu jetzt ganz konkrete Ideen geäußert.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (78)

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Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 16.06.2012 13:12 Uhr

Nach SOS Ruf und Rettung wird der Retter gekapert

Ja, so denken Banker. Für sie ist egal, ob es sich um eine kleine Firma, ein Autohaus, ein Autokauf oder ein Land handelt.
Bei Schulden, die nicht mehr bedient werden können, wird das ganze Land gepfändet - aber nicht auf Zeit - sondern, weil die Bundesregierung und der Fiskalpakt es so wollen, auf alle Ewigkeit - ab nach Brüssel=Knast.

Die Banker tun so, als hätten sie mit diesem ganzen Desaster nichts zu tun.

Sie, die Verursacher dieser Staatsschuldenkrise, spielen sich als Richter über Sein oder Nichtsein von Ländern auf, ruinieren die Volkswirtschaft, treiben Millionen in Armut und Verderben und werden nicht bestraft.

Kein Staatsanwalt der diesem widersinnigen Treiben ein Ende setzt. Keine Regierung, die diese Verbrechen anprangert und Regeln einsetzt, damit Banken nicht mehr gerettet werden dürfen, wenn sie schuldhaft versagt haben.

Der Rettungsschwimmer (Staat) wird vom Geretteten (Banken) überfallen, ausgeraubt und seiner Bande übergeben.

Einmalig, wirklich einmalig.

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Heino Ewerth
Heino Ewerth (Illoinen) - 16.06.2012 11:34 Uhr

Am deutschen Wesen soll Europa genesen?

Damit bestätigt Weidmann die schlimmsten Befürchtungen. Immer wenn ein Merkel-Vertrauter „mehr Europa“ haben will, zielt dies schlussendlich darauf ab, dass man gerne eine vertragliche Handhabe haben würde, um anderen Ländern auch gegen deren demokratischen Willen die neoliberale Austeritätspolitik aufzuzwingen. Ich habe einen Traum, keine Propaganda mehr zu lesen noch zu hören.
Die Mehrheit in Deutschland versteht sehr gut, dass es in Deutschland Gesetze geben muss gegen unlauteren Wettbewerb, die es verbieten den Wettbewerb zu verzerren, in dem man zum Beispiel Preise hat, die unter den sog. Einstandspreisen liegen. Jeder Einzelhändler könnte sich wehren, wenn in der Nachbarschaft ein großer Discounter aufmacht und alles unterbietet.
Aber wenn es um den fairen Wettbewerb in Europa geht, gibt es niemand der solche Praktiken verbietet, eher im Gegenteil Deutschland konnte seit der gemeinsamen Währung, den größten Niedriglohnsektor in Europa einführen und ist auch noch „stolz“

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Klaus Michael Strauss

Fiskalunion kurzfristig unmöglich und unnötig

Den Präsidenten der Bundesbank kann man so verstehen:

1.) Die Krise europäischer Staatsverschuldung läßt sich nur durch zweckdienliche Ordnungspolitik in den betroffenen Staaten lösen, keinesfalls durch Gemeinschaftshaftung.

2.) Einer Fiskalunion muß in allen teilnehmenden Staaten durch Volksabstimmung zugestimmt werden, nachdem geeignete Regularien und Institutionen entwickelt wurden.

Die Deutsche Bundesbank betont unmissverständlich Volkssouveränität und gerechte Ordnungspolitik unverzichtbare Bedingungen.

Vernunft und Realitätssinn statt getriebenem Aktionismus.

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Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 15.06.2012 11:21 Uhr

Fiskalunierte EU zusammen mit ihrem Partner Bankkartell gegen Notenbänkchen EZB, ...

... und bei der Notenbänkchen EZB hat die BuBa eine unbedeutende leise Stimme. Ist das der neue Rahmen?

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Closed via SSO

Ein zahnloser Tiger

ist die Bundesbank heute und Herr Weidmann denkt nur ein bißchen darüber nach, wie er seinen Job in die Zukunft retten kann. Da, Herr Weidmann, sind aber noch ganz andere Namen aus der Großfinanz, die auch gerne immun für ihre lukrativen Geschäfte gemacht werden wollen.
Niemand, außer der deutschen Linken aus CDU/CSU/SPD/FDP/GRÜNEN und Die Linke will einen Bundesstaat Europa und die Aufgabe der eigenen Nation. Hier wird ganz offen über den Bruch des vorläufigen deutschen Grundgesetzes geschrieben und das ganze wird als völlig normal hingestellt. So habe ich mir Demokratie nicht vorgestellt. Aber als "Personal" der Deutschland GmbH haben wir offensichtlich nichts mehr zu melden. Den Widerspruch haben wir bei der Wiedervereinigung versäumt. Dienstboten braucht man nicht zu fragen.

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Ulrich Dinkelbach
Ulrich Dinkelbach (Roxi1) - 15.06.2012 08:34 Uhr

"Regelwerk" -alle über einen Kamm gescheert

Das bislang geltende "Regelwerk" ist völlig an der Realität vorbei aufgestellt, beispielhaft die 3% Defizitregel: entscheidend ist doch nicht eine nackte Zahl. Entscheidend ist die Schuldentragfähigkeit. Einer hochdynamischen, innovativen Volkswirtschaft kann man eher, auch proportional, höhere Summen Kapital anvertrauen, als einer starren, in sich gekehrten, stagnierenden Volkswirtschaft. Die einen werden Produkte erzeugen mit denen sie auf lange Sicht Märkte beherrschen, die anderen bei trotz gleichem, scheinbar akzeptablem Defizitsatz im Schuldensumpf versinken, weil sie sich besser nicht mit 3%, sondern mit 0%, sprich gar nicht, hätten verschulden sollen.
Die Erinnerung an allergeringste Kenntnisse aus dem Kreditgeschäft würden ausreichen um zu sehen, daß praktisch jede einzelne Regel schon fast laienhaft ausgestaltet wurde.
Sämtliche "Regeln" müssen komplett auf den Prüfstand.

By the way: die innovativste Volkswirtschaft wäre aus meiner Sicht eine schuldenfreie VoWi.

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Erwin Stahlberg

Mit d i e s e r EU ist kein Fortschritt möglich

Anstatt Millionen verzweifelter Menschen in der EU praktische Hilfe
oder gar moralische Unterstützung gewähren zu können,
retten die Führungskräfte dieser sagenhaften Organisation –

BANKEN.

Damit ist bewiesen, daß man noch nicht einmal das Stadium
einer IDEE von einer

guten EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFT

erreichen konnte.
Ein plumper, primitiver MATERIALISMUS unterdrückt die Völker.
Dies läßt mich stets an den Filmtitel:

„GAUNER GEGEN GAUNER“

denken.
Jetzt stehen wir am Rand der Klippe.

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Olaf Tamm
Olaf Tamm (anulaifaz) - 15.06.2012 08:30 Uhr

Gedankenspiele

Die Gedankenspiele von Herrn Weidmann sind zwar schön zu lesen, ebenen aber eindeutig den Weg in die "VEREINIGTEN SCHULDEN VON EU". Der Fiskalpakt ist der ersten Weg und die €urobonds der nächste Schritt in die vergemeischaftung der Schulden EU. Für DE bedeutet das, dass die Bonität durch die Ratingagenturen entsprechend nach unten angepasst wird, höhere Zinsen an den Kapitalmärkte für Anleihen, Verringerung des BIP etc.. DE wird mit in den Strudel gerissen, wo sich andere Staaten mittlerweile befinden. Aus meiner Sicht, ist das der falsche Ansatz von Herr Weidmann.
Grundsätzlich sollten sich unsere €urokraten an bestehende Verträge (Maastricht-Vertrag) halten und auch nationals Recht respektieren (ESM-Vertrag ist m.E. verfassungswidrig), statt eine Rechtsbeugung nach der anderen zu machen.

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Herold Binsack
Herold Binsack (Devin08) - 15.06.2012 08:09 Uhr

Das Spiel mit dem Bonapartismus

Absurder denn jene „Dialektik“ des Absurden, wie Einige hier zu erkennen glauben, ist die nicht tot zu kriegende Vorstellung, dass Vergemeinschaftung von Schulden ohne Vergemeinschaftung des Souveräns irgendetwas bessern könnte. Und hiervon hat sich Weidmann dezidiert nicht distanziert. Es sei denn, das Kapital pfeift endgültig auf das Volk als den Souverän. Die Bourgeoisie scheint mit dem „Bonapartismus“ zu spielen. Unter Bonaparte (dem „Kleinen“/ Karl Marx, „Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte“) übergab die französische Bourgeoisie allerdings im Interesse ihres Klassenkonfliktes mit dem Proletariat die Macht freiwillig an den Usurpator. Dieser regierte dann mit Hilfe des „Pöbels“ zu Lasten der kleinbürgerlichen Schichten. Will heißen: der Usurpator bestach den Pöbel auf Kosten dieser Schichten - im Interesse des Kapitals. Hier gibt das globale Finanzkapital ja nicht wirklich die Macht ab, es tut nur so. Doch ist die Absicht unverkennbar, den sog. „Mittelstand“ zu schröpfen.

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Michael Wagner
Michael Wagner (comic) - 15.06.2012 08:09 Uhr

Man sollte

Herrn Weidmann nicht so desavouieren. Ab und an gebietet es der Ernst des Themas, einem klugen Kopf auch einzuräumen, dass er nicht nur faselt sondern sich ernsthaft um konstruktive Vorschläge bemüht. An deren Umsetzung mögen, nach aller unserer Erfahrungen mit politischer Wahrheit, berechtigte Zweifel bestehen. Trotzdem sollte man die Option prüfen! Die Alternative wäre ein bedeutungsloses Europa einzelner Nationalstaaten, deren Gewicht in einer globalisierten Welt zu vernachlässigen wäre. Wir Deutschen sollten nach alledem was war - bitte nicht schon wieder entrüsten - nicht nur an uns denken, sondern der Einheit Europas nach demokratischer Legitimation eine Chance einräumen. Hierzu sind fairere Verträge als bisher notwendig. Hier sollten wir uns nicht mit Hinweisen auf unsere Vergangenheit oder gar eigenen Schuldgefühlen unter Druck setzten lassen. Im Gegensatz zu vielen Foristen halte ich die Vorgehensweise von Frau Merkel verantwortungsvoll.

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Jürgen M. Backhaus

Wolkenkuckucksheim

"ginge nationale Souveränität automatisch in dem Ausmaß auf die europäische Ebene über, dass dadurch die Einhaltung der Ziele gewährleistet werden kann"

Das Dampfgeplaudere in praxisfernen Etagen scheint kein Ende nehmen zu wollen.
Wo lebt der Mann eigentlich? Moral Hazard und Nationalstaatlichkeit sind die harten Fakten und der Mann schwafelt von EU-Kompetenzen, die fern von gut und böse sind. Eine Karte bei den Wagner-Festspielen ist ihm jetzt schon sicher.

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Closed via SSO

Die Bundesbank

zahnloser Tiger. Am besten abwickeln. EZB, im Strahlenkranz, kriegt auch noch die Bankenaufsicht.

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K. Peter Luecke

Das waren noch Zeiten, als es die ...

... "Deutsche Bundesbank" wirklich noch gab. Heute ist die Behörde offenkundig zum Institut zur Verbreitung absurder Merkel-Schäuble-Barosso-Ideen herabgesunken. Ein Tiefpunkt, der kaum mehr zu unterbieten ist.

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Goetz Kaufmann

In dieser Idee zur Einhaltung der Haushaltsregeln sehe ich einen Fehler.

Die Regierung eines zu schlecht haushaltenden EU-Staats wird in ihren Fiskalrechten 'ersetzt' durch ... die "Europaeische Ebene" ? Klar, denn jeder weiss, dass die EU es besser kann, weil es die EU ist. Und wer widmet sich der Probleme konkret ? Ein Grueppchen verdienter Altpolitiker ("Edmund, geh' mal nach Spanien und zeig denen Euer erfolgreiches, bayerisches 'Lederhosen-Modell'") ? Eine Task-Force aus hartgesottenen Unternehmenssanierern ? Aus weltfremden Wirtschaftswissenschaftlern ? Oder verantwortungsfernen McKin...Verzeihung: Beratern ? Oder alles zusammen ?

Sollte die Task-Force ihre Aufgaben schaffen (unter Anwendung jener Unbequemlichkeiten, fuer die sich die alte Regierung zu schade war) dann koennten EU-Staatsregierungen fortan dazu neigen, Brosamen auf Kredit zu verteilen - die nachher einrueckende Task-Force erledigt ohnehin die Dreckarbeit und kann dafuer politisch auch noch wunderbar angefeindet werden.

Oder die Task-Force schafft es nicht - und Ende der Idee.

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Martha Strinz

Sehr richtig, der Finanzpakt hat schwere Auswirkungen auf die nationale Exekutive

Können die Griechen sagen, eine Eintreibung der von Brüssel festgelegten Steuern sei unmöglich? Nein! Im Zweifel schickt Merkel Amtshilfe.

Der Finanzpakt sorgt für eine spannungsvolle und autoritäre Innenpolitik, da die nationalen und regionalen Gestaltungsspielräume fallen. Autoritäre Politik wird taub auch gegen sinnvolles Feedback und läuft Gefahr, abgehobene und irreale Entscheidungen zu fällen. Autoritäre Politik instrumentalisiert ausserdem das Justizwesen.

Eine spannungsgeladene Innenpolitik, nicht ganz freie Justiz und hohe Steuern sind jedoch Warnsignale, sich besser gegen Investitionen zu entscheiden - es sei denn, man hat die autoritäre Politik selbst im Rücken.

Der Finanzpakt wird daher die Großunternehmen stärken, den Mittelstand aber ruinieren. Mit allen Folgen für den Arbeitsmarkt.

Gratulation, Dr. Weidmann!

MfG Martha Strinz

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Closed via SSO

glauben Sie mir,

dass mir nach dem Lesen der anfaenglichen Aussage:
"Für den Fall, dass sich ein Land nicht an die Haushaltsregeln hält, ginge nationale Souveränität automatisch in dem Ausmaß auf die europäische Ebene über, dass dadurch die Einhaltung der Ziele gewährleistet werden kann"
kurze Zeit sehr uebel war. Man sieht Barrikaden, Panzer,Blut - das ist die friedensbringende Waehrung,
unglaubliches Personal in den Partesparten der SED

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Wolfgang Schlage

Die Gefahr: Selbstbedienung in gemeinsamen Gremien

Bei einem Fiskalpakt, bei dem die nationale Haushaltssouveränität bei übermäßiger Verschuldung auf ein gemeinsames Gremium übergeht, besteht die Frage: wer bestimmt in diesem *gemeinsamen* Gremium? Wenn es dort eine Mehrheit der Haushaltssünder gibt, dann wird diese Mehrheit das Schuldenmachen zur Norm erheben.

So geht es im Moment der EZB: Sie ist eigentlich nach dem Modell der alten Bundesbank organisiert, aber jetzt haben in der EZB die Schuldenländer die Mehrheit und bedienen sich fleißig der Druckerpresse zur Finanzierung ihrer Defizite. Die Vergemeinschaftung der Kontrolle hat also die Kontrolle abgeschafft. Das kann beim Fiskalpakt ebenso geschehen.

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thomas schulz

All in

Ein Konzept vorzulegen, dessen Grundpfeiler er im Absatz "Demokratische Legitimation als Voraussetzung" umreißt, aber nach Auffassung der überwältigenden Mehrheit der Akteure nicht mehrheitsfähig ist, ist im besten Fall naiv. Da er sich aber schon seit Jahren im Dunstkreis Merkels bewegt, ist das mehr als unwahrscheinlich, weshalb man es auch nicht als Kampfansage an die Bundesregierung interpretieren kann. Am plausibelsten ist, daß er stellvertretend für die Bundesbank die von Merkel und Schäuble inzwischen geräumten Verhandlungsposition übernimmt, um den mißtrauisch gewordenen Bürgern Sand in die Augen zu streuen. Immer öfter habe ich im Geiste die schwarz/weiß Photographie vor Augen, auf dem der Zentrumspolitiker v. Papen abgelichtet ist, als er die Stufen des Reichstags nach der Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes hinabschritt und später zu Protokoll gab: "Ich glaube, ich habe gerade den größten Fehler meines politischen Lebens begangen".

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Closed via SSO

Bravo

Herr Weidmann führt den Ad-Absurdum-Beweis, dass der Gedanke von der Vergemeinschaftung der Schulden - der Dauerparty - und amit auch jedweder Bonds - totaler Unfug ist. Es gibt viele hier im Forum, die halten das von Wiedmann skizzierte Modell für ernstgemeint. Mitnichten! Es ist Dialektik, mit der er rhetorisch hantiert und erzeugt genau den Gegenwind zu diesem absurden Modell, das auch im Hirne manches SPD-Genossen und Bündnis-Grünen grassiert, schlimmer als die UdSSR gegenüber ihren "Brüder- und Schwester-Satelliten-Staaten." No taxation without representation! Der Maastricht-Vertrag ist umzusetzen, das, was darin fehlt, ist jetzt Bedingung, dass es in ein Ergänzungswerk hineinkommt. Alles, was sonst ventiliert wird, taugt zu nichts, ausser, dass die Verschuldungsorgie und Vermögensvernichtung fortgesetzt wird.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.06.2012 22:01 Uhr
K. Peter Luecke

Sind Sie, Herr Mühl, wirklich der Ansicht, dass ein Ex-Berater der Kanzlerin ...

... zu hinterlistig-ironischen Bemerkungen fähig wäre !?? Das Humorvollste, was ich bislang aus den Kreisen dieser Regierung und ihrer Claquere gehört habe, waren dreiste und platte Lügen. Ansonsten doch nur bierernste Durchhalte- und Weiter-So-Parolen. Allenfalls beschimpft man sich untereinander auf entsprechend niedrigem Niveau ("Kann deine Fresse nicht mehr sehen", so z.B. Pofalla) und ansonsten liegen die Nerven liegen blank, wenn mal wieder irgendeine Schweinerei an Licht kommt, weil man die Mikrofone nicht abgestellt hat oder ähnlich. "Ironie" kommt in dieser feinen Gesellschaft nun wirklich nicht vor!

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wolfgang lotz

Vielleicht ist Weidmann einfach nur ein "Schlitzohr"...

...der das Unsinnige durch das Absurde zu entlarven trachtet ?? Um diese Fleissarbeit als realistischen Entwurf für ein funktionsfähiges EURO-System zu verstehen, müsste sie durch einen wesentlichen Punkt ergänzt werden, nämlich eine Erläuterung : von woher kommen die Kanonenboote und die Schutztruppe - und die Art der Bewaffnung derselben. Denn eines wäre ganz sicher : mit "Blauhelmen" ist das Projekt nicht umzusetzen. Aber auch so erfuellt der Beitrag einen Zweck : er macht deutlich, dass - wie auch immer zukünftige EURO-Loesungen aussehen werden - ohne Abschaffung der Demokratie ist das nicht zu machen.

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Jahrgang 1968, Redakteur in der Wirtschaft.

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