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Europäisches Parlament Kein Käufer für Körperscanner

29.03.2010 ·  Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hat das Europäische Parlament Körperscanner angeschafft. Doch etliche Abgeordnete haben sich später strikt gegen den Einsatz der Scanner ausgesprochen. Nun lagern die Geräte seit Jahren originalverpackt in den Kellern.

Von Hendrik Kafsack, Brüssel
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Das Europäische Parlament findet keine Käufer für seine Körperscanner. Nach dem Ablauf der Bieterfrist lägen keine Angebote für die sechs Scanner vor, hieß es am Montag im Europäischen Parlament in Brüssel. Mitte März wollte dieses die Angebote für die Geräte des mit Röntgenstrahlen arbeitenden Modells „Secure 1000“ vom kalifornischen Unternehmen „Rapiscan“ veröffentlichen. Das Mindestgebot lag bei 65.000 Euro. Das ist etwas mehr als die Hälfte des vom EU-Parlament gezahlten Neupreises für die nie benutzten Körperscanner.

Angeschafft hatte das Parlament die Körperscanner nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Da sich zahlreiche EU-Abgeordnete später jedoch strikt gegen den Einsatz der Scanner ausgesprochen hatten, lagern die Geräte seit Jahren originalverpackt in den Kellern der Parlamentsgebäude in Straßburg, Brüssel sowie Luxemburg.

Aufmerksam auf die veralteten, aber funktionierenden Geräte wurde das Parlament erst wieder, als die Europaabgeordneten im Herbst 2008 einen Kommissionsvorschlag zur Aufstellung von Körperscannern auf Flughäfen blockierten.

Das Plenum hatte darauf im Frühjahr 2009 beschlossen, die Scanner zu verkaufen. Die Verwaltung des Parlaments äußerte sich am Montag nicht zu der Ausschreibung. Es würden eventuell noch Angebote eingehen, hieß es.

Als potentielle Abnehmer galten Konzerne oder auch Flughäfen in Asien und Afrika. Tatsächlich Interesse hatten zuvor Museen und Forschungseinrichtungen angemeldet. Die wollen aber keine 65.000 Euro zahlen.

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Jahrgang 1972, Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

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