Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, hat seine Kritik an der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) erneuert. Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung warnte Weidmann vor dauerhaften Hilfen der EZB für südeuropäische Länder. „Die großzügige Liquiditätsversorgung durch das Eurosystem darf nicht dazu führen, dass Banken oder Regierungen notwendige Anpassungen aufschieben“, sagte Weidmann der F.A.S.
Für Banken wie Staaten solle der Anpassungsdruck nicht verringert werden. „Die Banken Europas müssen ihre Bilanzen gründlich bereinigen und ihr Eigenkapital stärken“, forderte der Bundesbankpräsident. „Regierungen müssen wirksame Strukturreformen zügig umsetzen und ihre Haushalte glaubwürdig konsolidieren.“ Sollten einige Länder Europas in diesem Anpassungsprozess Überbrückungshilfe benötigen, sei das „Aufgabe der Rettungsschirme, nicht der Notenbanken“, so Weidmann weiter. „Geldpolitische Maßnahmen der Notenbanken dürfen Anpassungen weder ersetzen noch verzögern.“
Weidmannsheil
Karl-Heinz Drux (khd54)
- 22.04.2012, 15:17 Uhr
Weidmannsheil
Karl-Heinz Drux (khd54)
- 22.04.2012, 14:26 Uhr
Nicht nur der Steuerzahler...
Armin Schindler (armin.k)
- 21.04.2012, 20:31 Uhr
Hoffnungslos
Max Clemenson (Clemenson)
- 21.04.2012, 19:30 Uhr
Die Rettungsschirme nach offiziellen EU Aussagen, hier:
Horst Müller (KonzeptionistzuVerlassen)
- 21.04.2012, 19:03 Uhr