http://www.faz.net/-gqu-77qau

Schuldenkrise : Zyperns Rettungspaket im Überblick

  • Aktualisiert am

Zypern muss im Gegenzug für das Hilfspaket vielfältige Auflagen erfüllen Bild: dapd

Die Eurozone unterstützt Zypern mit zehn Milliarden Euro, um den Staatsbankrott des Inselstaates zu verhindern. Im Gegenzug verpflichtet sich das Euro-Land, seinen Bankensektor und den Staatshaushalt zu sanieren. Die Vereinbarungen im Detail.

          • Zypern benötigt das Kreditpaket, um die heimischen Banken zu finanzieren. Die Geldhäuser waren durch den Schuldenschnitt in Griechenland im vergangenen Jahr in Schieflage geraten. Die Bilanzsumme der zyprischen Banken ist acht Mal so groß wie die gesamte Wirtschaftsleistung. Im EU-Schnitt sind es 3,5 Mal. Die zyprischen Finanzinstitute werden nun gezwungen, zu schrumpfen.
          • Zypern führt eine einmalige Sonderabgabe in Höhe von 9,9 Prozent auf Bankeinlagen bei zyprischen Banken von mehr als 100.000 Euro ein. Geringere Summen werden mit 6,75 Prozent besteuert. Einleger sollen im Gegenzug an den Banken beteiligt werden.
          •  Zypern hat Investoren mit dem niedrigsten Unternehmenssteuersatz der EU (zehn Prozent) angelockt. Dieser wird nun auf 12,5 Prozent erhöht. Das könnte 200 Millionen Euro Einnahmen im Jahr bringen.
          • Geplant ist auch die Besteuerung von Zinseinkünften. Die verzinslichen Einlagen bei Banken belaufen sich auf 70 Milliarden Euro, etwas mehr als die Hälfte davon halten Ausländer, zumeist Russen und Briten.
          • Zypern könnte aufgefordert werden, die staatliche Telekomgesellschaft, den Stromversorger und die Häfen zu privatisieren.
          •  
          • Russland wird Zypern wahrscheinlich ebenfalls helfen, indem das Land sein bereits gezahltes Darlehen verlängert.

          Quelle: Reuters

          Weitere Themen

          Höhere Wahlbeteiligung in Niedersachsen Video-Seite öffnen

          Landtagswahl : Höhere Wahlbeteiligung in Niedersachsen

          Bei der Landtagswahl in Niedersachsen zeichnet sich eine höhere Wahlbeteiligung als bei der Wahl 2013 ab. Bis zum frühen Nachmittag gaben rund 26,9 Prozent der 6,1 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab, wie die Landeswahlleiterin in Hannover mitteilte. Bei der letzten Landtagswahl in Niedersachsen hatte die Wahlbeteiligung zu dem Zeitpunkt bei rund 23 Prozent gelegen.

          SPD gewinnt in Niedersachsen Video-Seite öffnen

          Landtagswahl : SPD gewinnt in Niedersachsen

          In Niedersachsen sammelten die Sozialdemokraten um Ministerpräsident Stephan Weil laut einer Hochrechnung von infratest-dimap rund 37 Prozent der Stimmen und fuhren damit ein deutlichen Sieg ein. Die Konkurrenz von der CDU um ihren Spitzenkandidaten Bernd Althusmann kamen auf rund 35 Prozent der Stimmen.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.