Home
http://www.faz.net/-gqu-77qau
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Schuldenkrise Zyperns Rettungspaket im Überblick

Die Eurozone unterstützt Zypern mit zehn Milliarden Euro, um den Staatsbankrott des Inselstaates zu verhindern. Im Gegenzug verpflichtet sich das Euro-Land, seinen Bankensektor und den Staatshaushalt zu sanieren. Die Vereinbarungen im Detail.

© dapd Zypern muss im Gegenzug für das Hilfspaket vielfältige Auflagen erfüllen
  • Zypern benötigt das Kreditpaket, um die heimischen Banken zu finanzieren. Die Geldhäuser waren durch den Schuldenschnitt in Griechenland im vergangenen Jahr in Schieflage geraten. Die Bilanzsumme der zyprischen Banken ist acht Mal so groß wie die gesamte Wirtschaftsleistung. Im EU-Schnitt sind es 3,5 Mal. Die zyprischen Finanzinstitute werden nun gezwungen, zu schrumpfen.
  • Zypern führt eine einmalige Sonderabgabe in Höhe von 9,9 Prozent auf Bankeinlagen bei zyprischen Banken von mehr als 100.000 Euro ein. Geringere Summen werden mit 6,75 Prozent besteuert. Einleger sollen im Gegenzug an den Banken beteiligt werden.
  •  Zypern hat Investoren mit dem niedrigsten Unternehmenssteuersatz der EU (zehn Prozent) angelockt. Dieser wird nun auf 12,5 Prozent erhöht. Das könnte 200 Millionen Euro Einnahmen im Jahr bringen.
  • Geplant ist auch die Besteuerung von Zinseinkünften. Die verzinslichen Einlagen bei Banken belaufen sich auf 70 Milliarden Euro, etwas mehr als die Hälfte davon halten Ausländer, zumeist Russen und Briten.
  • Zypern könnte aufgefordert werden, die staatliche Telekomgesellschaft, den Stromversorger und die Häfen zu privatisieren.
  •  
  • Russland wird Zypern wahrscheinlich ebenfalls helfen, indem das Land sein bereits gezahltes Darlehen verlängert.

Mehr zum Thema

Quelle: Reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Griechische Krise Grexit-Angst trifft Spanien und Portugal kaum

Der Anleihenmarkt reagiert negativ auf die Zuspitzung der griechischen Krise. Die Kurse südeuropäischer Anleihen fallen. Doch von Sorgen um eine Ansteckung ist nicht viel zu sehen. Mehr Von Martin Hock und Christoph Scherbaum

29.06.2015, 11:06 Uhr | Wirtschaft
Schuldenschnitt oder Bankrott? Wie geht es weiter in Griechenland?

Marcel Fratzscher vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung plädiert für einen Schuldenschnitt in Griechenland. Welche Möglichkeiten bleiben Griechenland? Mehr

18.02.2015, 18:19 Uhr | Wirtschaft
Sicht der Ökonomen Euro trotz Pleite?

Graue Szenarien für Griechenland: Kann Athen trotz der absehbaren Insolvenz im Euro bleiben? Die Politik zieht das in Erwägung – Ökonomen können da nur den Kopf schütteln. Mehr Von Philip Plickert

30.06.2015, 11:30 Uhr | Wirtschaft
IWF bestätigt Griechenland hat fällige Zahlung nicht überwiesen

Griechenland ist seiner 1,5 Milliarden Euro schweren Zahlungsverpflichtung gegenüber dem Internationalen Währungsfonds nicht nachgekommen. Damit ist Griechenland ist der erste Industriestaat, der beim IWF Rückstände hat. An den Banken in Griechenland bildeten sich derweil lange Schlangen. Mehr

01.07.2015, 09:41 Uhr | Wirtschaft
Schuldenkrise EZB erhöht Nothilfe für griechische Banken weiter

Die Griechen räumen ihre Konten leer. Die Nothilfen der EZB haben aber nur einen Tag gereicht – nun hat sie den Kreditrahmen noch einmal angehoben. Mehr

23.06.2015, 10:09 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 17.03.2013, 12:00 Uhr

Griechenlands Entscheidung

Von Carsten Knop

Was ihre Entscheidung konkret bedeutet, wissen weder die Griechen noch der Rest Europas. Sicher ist: Das Einigungsprojekt wird an der griechischen Frage nicht scheitern. Mehr 35 22


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --