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Veröffentlicht: 14.01.2013, 15:36 Uhr

Schuldenkrise Zyperns Geschäftsmodell

Auch Zypern will Unterstützung aus europäischen Rettungsfonds. Doch über Gegenleistungen für die gewünschten Rettungssummen wollen die Zyprer offenbar nicht so gerne verhandeln. So geht es nicht.

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Zypern, das zweitkleinste Mitgliedsland der Währungsunion, ist vor allem wegen der Krise Griechenlands in eine bedenkliche Schieflage geraten. Denn die Abwertung griechischer Staatsschulden hat auch einen Großteil der Aktiva zyprischer Banken vernichtet. Nun hätte Zypern gerne auch Unterstützung aus europäischen Rettungsfonds, doch über Gegenleistungen für die gewünschten Rettungssummen wollen die Zyprer offenbar nicht so gerne verhandeln.

Tobias Piller Folgen:

Mit fehlender Offenheit und Transparenz befördern Zyperns Regierende die Spekulationen darüber, dass Zyperns Geschäftsmodell auf den Finanzmärkten womöglich nicht besonders präsentabel ist. Bevor Zypern Hilfe erhält, sind Antworten auf unangenehme Fragen nötig: In welchem Maß finanzierten sich die Banken bisher über Einlagen aus einer Grauzone in Osteuropa? Hat die Bankenaufsicht bisher nicht so genau hingesehen?

Wenn Zypern klare Antworten schuldig bleibt und gleichzeitig versucht, die wackeligen Banken durch die Hintertür mit Zentralbankgeld über Wasser zu halten, verspielt die Insel die Glaubwürdigkeit, die für eine Mitgliedschaft in der Währungsunion nötig ist - aber auch für Rettungskredite aus Brüssel.

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