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Schuldenkrise Zypern lässt Wirtschaftsprüfer ins Land

Zypern will Hilfskredite von den europäischen Nachbarländern. Um dafür die Voraussetztungen zu schaffen, lässt das Land nun zu, dass Wirtschaftsprüfer aus dem Ausland die Durchsetzung ihrer Anti-Geldwäsche-Gesetze prüfen.

Die neue zyprische Regierung hat zugesagt, die Durchsetzung ihrer Anti-Geldwäsche-Gesetze durch private Wirtschaftsprüfer aus dem Ausland überprüfen lassen zu wollen. Das hat der Chef der Eurogruppe, der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem, nach einem Treffen der Euro-Finanzminiser am Montagabend in Brüssel bekanntgegeben. Damit ist nach Dijsselbloems Angaben eine wesentliche Voraussetzung dafür geschaffen, dass die Troika aus Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Zentralbank (EZB) und EU-Kommission in den kommenden Wochen „zügig“ mit der zyprischen Seite die restlichen Bedingungen für ein internationales Hilfsprogramm aushandelt. Dijsselbloem bekräftigte, dass der Abschluss eines Programms in der zweiten Märzhälfte geplant sei. Die Eurogruppe werde dann zu einem Sondertreffen zusammenkommen. Zyperns alte Regierung hatte sich bis zu ihrer Abwahl in der vergangenen Woche mit juristischen Argumenten gegen die Überwachung durch Wirtschaftsprüfer gewehrt.

Werner Mussler Folgen:  

Dijsselbloem stellte ferner in Aussicht, die Konditionen des laufenden Kreditprogramms aus den europäischen Krisenfonds für Irland und Portugal zu erleichtern. Es gehe um eine „umfassende Strategie“, die den beiden Ländern in absehbarer Zeit die Rückkehr an die Finanzmärkte erleichtern werde. Inhaltliche Details und einen möglichen Zeitpunkt für Beschlüsse über Erleichterungen nannte der Minister nicht. Der irische Finanzminister Michael Noonan hatte zu Beginn des Brüsseler Treffens gesagt, im Idealfall wolle seine Regierung die Kreditlaufzeit im Durchschnitt um 15 Jahre verlängern. Er räumte aber ein, dass dies wahrscheinlich nicht gelingen werde. In der Eurogruppe hatte es vor dem Treffen geheißen, eine schnelle Entscheidung über mögliche Laufzeitverlängerungen sei ausgeschlossen. Die Bundesregierung lehnt Erleichterungen ab, die Änderungen des laufenden Hilfsprogramms bedeuteten und deshalb durch den Bundestag gebilligt werden müssten. Irland soll in diesem Jahr an den Kapitalmarkt zurückkehren, Portugal im nächsten Jahr.

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Quelle: F.A.Z.

 
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