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Veröffentlicht: 21.12.2012, 07:45 Uhr

Ratingagentur Standard & Poor’s Zyperns Kreditwürdigkeit wird herabgestuft

Der Ratingagentur Standard & Poor’s geht die Diskussion um Geldzuschüsse für Zypern nicht schnell genug. Sie hat das Land auf „CCC+“ heruntergestuft.

Die Ratingagentur Standard & Poo’s hat die Kreditwürdigkeit Zyperns um zwei Stufen gesenkt. Das teilte die New Yorker Agentur am Freitagmorgen auf ihrer Webseite mit. Das Land liegt damit nun auf der Stufe „CCC+“. Zur Begründung hieß es, das Risiko eines Zahlungsausfalls sei gestiegen, da ein erfolgreicher Ausgang von Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern aus der Eurozone und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) noch nicht in Sicht sei. Der Ausblick für Zypern sei negativ.

Zypern benötigt Hilfen in Höhe von rund 17 Milliarden Euro. Mit großer Mehrheit hatte das zyprische Parlament am Mittwoch den Haushalt 2013 gebilligt, der sowohl massive Ausgabenkürzungen als auch Steuererhöhungen vorsieht. Der Internationale Währungsfonds hatte am Donnerstag einen Schuldenschnitt gefordert, auch der deutsche Bankenverband hält das nicht für ein Drama. Eine Rettung Zyperns ist auch deshalb unbeliebt, weil das Land viel Geld von russischen Oligarchen verwaltet, die mitgerettet würden.

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Nach Einschätzung von EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen stellt sich die Frage nach einem Schuldenschnitt für Zypern allerdings nicht. Der Finanzbedarf des Landes sei noch unklar, sagte Asmussen am Freitag in der ARD. Zugleich kündigte er ein umfangreiches Reformprogramm für das Land an, ähnlich dem für Griechenland. Asmussen forderte Zypern auf, auch mit anderen Ländern Gespräche über Finanzhilfen zu führen. In der Vergangenheit war Russland dem Mittelmeerstaat zur Seite gesprungen.

Die Wirtschaft Zyperns wird Prognosen zufolge im kommenden Jahr weiter schwächeln, das Bruttoinlandsprodukt vermutlich um rund 3,5 Prozent schrumpfen und die Arbeitslosigkeit 13,7 Prozent erreichen.

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