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Neue Risiken : ESM-Chef Regling warnt vor Ausbreitung der Schuldenkrise

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Der Kapitalbedarf der maroden zyprischen Banken ist mit 8,8 Milliarden Euro geringer als bisher angenommen Bild: dapd

Der Chef des europäischen Rettungsfonds ESM, Klaus Regling, fordert eine rasche Entscheidung über die Finanzhilfen für das hochverschuldete Zypern. Ansonsten fürchtet er eine neue Dynamik in der Schuldenkrise. Neue Risiken sieht Regling auch von den Wahlen in Italien ausgehen.

          Von dem hoch verschuldeten Zypern geht nach Einschätzung des Chefs des Euro-Rettungsfonds, Klaus Regling, eine Gefahr für andere Länder der Eurozone aus. Er forderte deshalb in einem Interview mit der französischen Tageszeitung „Le Figaro“ eine rasche Entscheidung über die geplanten Finanzhilfen. „Wir benötigen eine baldige Entscheidung.“ Auch von der anstehenden Parlamentswahl in Italien gehe ein Risiko in der Schuldenkrise aus, ergänzte Regling.

          Die Finanzminister der Eurozone haben die Ausarbeitung eines Rettungspaketes auf kommenden Monat verschoben. Sie wollen das Ergebnis der Präsidentenwahl in Zypern abwarten, die am Sonntag mit einer Stichwahl beendet wird.

          Zypern ist von der Staatspleite bedroht und braucht dringend Hilfen von rund 17 Milliarden Euro - das entspricht der jährlichen Wirtschaftsleistung des Landes. Nach dem Schuldenschnitt für Griechenland waren die vergleichsweise überdimensionierten Banken in Zypern in Not geraten.

          Nach Darstellung des Chefs der Arbeitsgruppe der Euro-Finanzminister sollen die Hilfen spätestens Ende März fließen. Es sei aber noch zu früh, um zu sagen, wie diese genau aussehen würden, sagte der Chef der Arbeitsgruppe der Euro-Finanzminister, Thomas Wieser, am Mittwoch. Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) warnte am gleichen Tag vor einem Zahlungsausfall Zyperns.

          Anfang der Woche hatte schon der deutsche EZB-Direktor Jörg Asmussen auf eine Entscheidung bis Ende März gepocht. Dem Land müsse geholfen werden, da es systemrelevant sei. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte dagegen zuletzt wenig Anlass zur Eile erkennen lassen. Vor jeder Hilfe müsse geprüft werden, ob die Probleme Zyperns die Eurozone insgesamt gefährdeten.

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