Home
http://www.faz.net/-gqu-74ify
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
CIO View

Kreditwürdigkeit herabgestuft Fitch senkt Bonitätsnote von Zypern

Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit des Euro-Krisenlandes Zypern um gleich zwei Stufen gesenkt. Die Bonitätsnote wird von „BB+“ auf „BB-“ reduziert. Der Ausblick bleibt „negativ“. Damit droht der Mittelmeerinsel eine weitere Herabstufung.

© Archiv Euromünze aus Zypern

Fitch begründete die Herabstufung vor allem mit dem schwächeren makroökonomischen Umfeld. Die Wirtschaft werde im laufenden Jahr um mehr als zwei Prozent schrumpfen. Dies sei schlechter als noch im Juni erwartet. Die Rezession dürfte zudem bis ins Jahr 2014 hinein anhalten, erwartet Fitch. Die Entwicklung des Staatshaushalts habe die Erwartungen enttäuscht. Zudem sei die Unsicherheit über die Kosten der Bankenrekapitalisierung groß. Das Land leidet unter der engen Verflechtung seines Bankensektors mit dem Griechenlands.

Die Verzögerung bei der Aushandlung eines Hilfspakets mit der Troika aus EU, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank (EZB) habe ebenfalls zu der Verschlechterung der wirtschaftlichen Bedingungen beigetragen und Zweifel am Reformwillen der Regierung geweckt. Fitch erwähnt hier die Reform des öffentlichen Sektors und die Korrektur von makroökonomischen Ungleichgewichten.

Das Rating der wichtigsten Länder Interaktiv: Das Rating der wichtigsten Länder © F.A.Z. Interaktiv 

Die sehr schlechte Bewertung der Kreditwürdigkeit könnte die Finanzierung des Landes über die Märkte noch mehr erschweren. Die beiden anderen großen Ratingagenturen Standard & Poor’s („B“) und Moody’s („B3“) bewerten die Kreditwürdigkeit von Zypern allerdings noch schlechter als Fitch. Bei allen drei Agenturen wird von den Staaten der Eurozone nur Griechenland noch schlechter bewertet als Zypern.

Mehr zum Thema

Quelle: DPA

 
()
Permalink

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Drittes Hilfspaket für Hellas Wie viel Geld brauchen die griechischen Banken?

Für die großen griechischen Banken sind im neuen Hilfspaket bis zu 25 Milliarden Euro eingeplant. Doch wie groß ist ihr Kapitalbedarf wirklich? Und warum werden die Einlagen der Sparer nicht angetastet? Mehr

18.08.2015, 08:18 Uhr | Wirtschaft
Filmtrailer Spur der Troika

Was passiert mit Europa im Namen der Troika? Die Dokumentation von Arpad Bondy und Harald Schumann analysiert Versäumnisse und die bisherige Sparpolitik in Europa, die zu den heutigen Ereignissen in Griechenland führten. Mehr

09.03.2015, 17:19 Uhr | Feuilleton
Was Sie heute erwartet Neue Milliardenhilfen für Griechenland sind unterwegs

Nach dem Ja des Bundestags zum dritten Griechenland-Paket fließen neue Milliardenhilfen nach Athen. Mehr

20.08.2015, 06:53 Uhr | Wirtschaft
Schuldenstreit Merkel fordert Griechenland-Lösung am Wochenende

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im Schuldenstreit mit Griechenland eine Lösung am Wochenende angemahnt. Andernfalls werde es schwierig, bis Ende Juni eine Vereinbarung im Rahmen des noch laufenden zweiten Griechenland-Hilfspakets zu finden. Mehr

26.06.2015, 09:26 Uhr | Wirtschaft
Griechenland-Krise ESM-Chef sieht weiterhin ein Grexit-Risiko

Wenn Griechenland seine Reformzusagen bricht oder seine Zahlungsverpflichtungen nicht einhält, besteht immer noch ein Grexit-Risiko. Das sagte der Chef des Rettungsfonds ESM, Klaus Regling, in Berlin. Mehr

27.08.2015, 13:00 Uhr | Wirtschaft

Veröffentlicht: 21.11.2012, 19:56 Uhr

Zu viel Geld für die Väter

Von Patrick Bernau

Familienministerin Schwesig will Eltern Geld geben – damit die Väter weniger arbeiten. Das ist unnötig. Die Familien können das gut selbst entscheiden. Mehr 44 26


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --