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Jörg Asmussen EZB-Direktor drängt zu Zypern-Hilfe

Heute treffen sich die Euro-Finanzminister, um über das schuldengeplagte Zypern zu beraten. Der Deutsche im EZB-Direktorium, Jörg Asmussen, drängt zu einem schnellen Hilfsprogramm.

© dapd Eine Euro-Münze aus Zypern.

Das deutsche EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen drängt bei einer Entscheidung über Rettungshilfen für Zypern zur Eile. „Ich erwarte, dass das Hilfsprogramm für Zypern Ende März steht“, sagte Asmussen dem „Handelsblatt“. Es sei nicht möglich, damit bis nach der Bundestagswahl zu warten. „Damit kein Zweifel aufkommt: Wenn Zypern keine externe Hilfe erhält, rutscht es in die Zahlungsunfähigkeit.“

Am Montag treffen sich die Euro-Finanzminister unter ihrem neuen Vorsitzenden Jeroen Dijsselbloem in Brüssel, auch um über Zypern zu beraten. Der Inselstaat leidet unter den Problemen seiner Banken und hat Hilfen in Brüssel beantragt, die sich auf 17,5 Milliarden Euro belaufen dürften. Der Widerstand dagegen ist groß, da das Land vielen als Steueroase und Hort der Geldwäsche gilt.

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Asmussen dazu: „Ein Hilfsprogramm ist keine Einbahnstraße. Zyperns Regierung wird harte Auflagen erfüllen müssen. Dazu gehört, dass der Bankensektor deutlich verkleinert wird.“

Das EZB-Direktoriumsmitglied warnte, wenn ein systemrelevantes Land fallengelassen werde, „riskieren wir den Fortschritt, den wir im vergangenen Jahr bei der Bewältigung der Euro-Krise erreicht haben“.

Quelle: FAZ.net / Reuters

 
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