Home
http://www.faz.net/-hhu-76gkh
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Jörg Asmussen EZB-Direktor drängt zu Zypern-Hilfe

Heute treffen sich die Euro-Finanzminister, um über das schuldengeplagte Zypern zu beraten. Der Deutsche im EZB-Direktorium, Jörg Asmussen, drängt zu einem schnellen Hilfsprogramm.

© dapd Vergrößern Eine Euro-Münze aus Zypern.

Das deutsche EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen drängt bei einer Entscheidung über Rettungshilfen für Zypern zur Eile. „Ich erwarte, dass das Hilfsprogramm für Zypern Ende März steht“, sagte Asmussen dem „Handelsblatt“. Es sei nicht möglich, damit bis nach der Bundestagswahl zu warten. „Damit kein Zweifel aufkommt: Wenn Zypern keine externe Hilfe erhält, rutscht es in die Zahlungsunfähigkeit.“

Am Montag treffen sich die Euro-Finanzminister unter ihrem neuen Vorsitzenden Jeroen Dijsselbloem in Brüssel, auch um über Zypern zu beraten. Der Inselstaat leidet unter den Problemen seiner Banken und hat Hilfen in Brüssel beantragt, die sich auf 17,5 Milliarden Euro belaufen dürften. Der Widerstand dagegen ist groß, da das Land vielen als Steueroase und Hort der Geldwäsche gilt.

Mehr zum Thema

Asmussen dazu: „Ein Hilfsprogramm ist keine Einbahnstraße. Zyperns Regierung wird harte Auflagen erfüllen müssen. Dazu gehört, dass der Bankensektor deutlich verkleinert wird.“

Das EZB-Direktoriumsmitglied warnte, wenn ein systemrelevantes Land fallengelassen werde, „riskieren wir den Fortschritt, den wir im vergangenen Jahr bei der Bewältigung der Euro-Krise erreicht haben“.

Quelle: FAZ.net / Reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Tarifpolitik in Deutschland Löhne rauf, fordert auch die EZB

Gerade erst ermunterte die Bundesbank die Tarifparteien zu höheren Lohnabschlüssen, nun kommen aus der EZB ähnliche Signale. Ifo-Präsident Sinn vermutet eine taktische Volte. Mehr

27.07.2014, 12:54 Uhr | Wirtschaft
Bankenstrafen-Ticker UBS zahlt Rekordbuße in Deutschland

Betrug, Geldwäsche, Zinsmanipulationen, Devisenskandal: Banken weltweit müssen für ihre Fehltritte büßen. Jetzt zahlt die UBS wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Die wichtigsten Strafen im Überblick. Mehr

29.07.2014, 07:18 Uhr | Wirtschaft
Reaktion auf neue Sanktionen Russland: EU gefährdet Sicherheitskooperation

Moskau hat die neuen Sanktionen der EU gegen Russland scharf verurteilt. Das Außenministerium geißelt die Strafmaßnahmen als Aufkündigung der gemeinsamen Sicherheitspolitik. Mehr

26.07.2014, 12:31 Uhr | Politik