http://www.faz.net/-gqu-75l3y

Internationale Finanzhilfen : Grüne fordern von Zypern Kampf gegen Geldwäsche

  • Aktualisiert am

Die Grünen fordern im Gegenzug für die Hilfen Änderungen in Zypern Bild: dapd

Für internationale Finanzhilfen von Irland und Zypern fordern die Grünen eine Reform der Steuersysteme in diesen Ländern. Steuerdumping und europäische Rettungsmilliarden passten nicht zusammen.

          Die Grünen fordern im Gegenzug für internationale Finanzhilfen von Irland und Zypern eine Reform ihrer Steuersysteme. „In den Beratungen um Hilfspakete gehört die ruinöse Standortpolitik Zyperns ebenso auf den Verhandlungstisch wie die Steuerpraxis Irlands“, sagte Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin der Zeitung „Die Welt“ vom Dienstag.

          Dumping-Steuersätze und ein lockerer Umgang mit Geldwäsche seien Kern des Geschäftsmodells Zyperns. Ebenso wie Irland betreibe Zypern damit eine Standortpolitik zum Schaden seiner EU-Partner. Steuerdumping und europäische Rettungsmilliarden passten aber nicht zusammen.

          Irland hatte im Sommer einen Antrag auf Hilfen aus dem Euro-Rettungsfonds gestellt. Irland ist schon seit mehr als zwei Jahren unter dem Rettungsschirm und strebt Erleichterungen der Konditionen an. Umstritten sind Hilfen für Zypern insbesondere deshalb, weil der Inselstaat wegen der niedrigen Kapitalsteuern zu einer Art Steueroase vor allem für russisches Geld in der EU geworden ist.

          Die Euro-Staaten zögern daher mit der Zusage von Geldern weil Zypern zuvor Zugeständnisse etwa bei der Bekämpfung der Geldwäsche machen und den vor allem durch den Zufluss russischen Geldes völlig aufgeblähten Bankensektor restrukturieren soll. Die Euro-Finanzminister wollen sich am 21. Januar wieder mit Zypern befassen.

          Quelle: FAZ.NET/Reuters

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Auch nach Neuwahlen : Lindner schließt Jamaika aus

          Auch nach möglichen Neuwahlen im Bund will der FDP-Vorsitzende Christian Lindner nicht mit den Grünen koalieren. Dafür gebe es keine Vertrauensgrundlage, sagt er.

          Unruhe bei Sozialdemokraten : Was will die SPD?

          Bloß keine Neuwahlen! Und bloß keine Große Koalition! Die SPD trägt ihren inneren Konflikt zur eigenen Zukunft mittlerweile offen aus.Parteichef Schulz steht bereits unter Beschuss. Wie viel Unterstützung hat er noch?
          Besucher auf der Jobmesse Berlin im Oktober.

          Fachkräfte-Engpässe : Die Bewerber sind die Chefs

          Die Geschäfte laufen glänzend, doch viele Unternehmen ächzen unter Personalnot. Können uns Frauen, Ältere und Migranten retten?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.