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Finanzminister der Eurozone finden Reiche Russen sollen für Zypern-Rettung zahlen

Zypern will Geld aus dem Euro-Rettungsschirm, doch die Euro-Finanzminister sehen zu viel Geldwäsche russischer Oligarchen in dem Land. Jetzt überlegen sie, wie die reichen Sparer an der Rettung beteiligen können.

© dapd Eine Euro-Münze aus Zypern

Die Finanzminister der Eurostaaten wollen Zeitungsberichten zufolge reiche Bürger und Konzerne mit Geldanlagen in Zypern an den Kosten des geplanten Hilfspakets für den Inselstaat beteiligen. Es werde geprüft, wie ein Sanierungsbeitrag privater Kontoinhaber und Bankgläubiger, viele von ihnen aus Russland, aussehen könnte, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ am Freitag unter Berufung auf Verhandlungskreise. Im Gespräch seien etwa höhere Steuern auf Unternehmensgewinne, Kapitalerträge und Grundbesitz sowie eine Vermögensteuer.

Zypern hatte im Juni eine Anfrage auf Hilfe aus dem Eurorettungsfonds gestellt und benötigt nach eigenen Angaben rund 17 Milliarden Euro, davon soll ein Großteil an angeschlagene Banken der Insel fließen. Der Antrag ist jedoch umstritten. Dem Land wird besonders in Deutschland vorgeworfen, nicht entschieden gegen Steuerbetrug und Schwarzgeld etwa aus Russland vorzugehen.

Denkbar wäre auch, die Spareinlagen auf zyprischen Banken im Wert zu mindern. Das allerdings sehe die EU-Kommission kritisch, berichtet das „Handelsblatt“: Sie habe Angst vor einem neuen Vertrauensverlust gegenüber der Eurozone.

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Der Vizechef der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Meister (CDU), sagte der „Rheinischen Post“ aus Düsseldorf vom Freitag, Zyperns Leistungsbilanz weise „hohe Auslandsinvestitionen in Russland auf“. Der Abfluss des Gelds könne aber gestoppt werden. Es sei zudem „nicht ausgeschlossen, dass Russland kurzfristig mit einem Überbrückungskredit einspringt“, sagte Meister.

Quelle: FAZ.net / AFP

 
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