http://www.faz.net/-gqe-8dbn4

Zukunft der Währungsunion : Weidmann: Euro-Finanzminister nicht durchsetzbar

  • Aktualisiert am

Jens Weidmann hält nicht für realistisch, dass die Mitgliedsländer der Währungsunion auf soviel Souveränität verzichten, um einen Euro-Finanzminister zu ermöglichen. Bild: dpa

Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat mit seinem französischen Kollegen einen Artikel über die Zukunft der Euro-Zone geschrieben. Gegen dessen Wahrnehmung wehrt er sich nun.

          Bundesbankpräsident Jens Weidmann ist dem Eindruck entgegengetreten, er strebe in naher Zukunft die Schaffung eines Euro-Finanzministeriums an. „Ich sehe gegenwärtig keine politischen Mehrheiten für eine solche zentrale Lösung“, sagte Weidmann gegenüber FAZ.NET.

          Zuvor war in Medienberichten der Eindruck entstanden, Weidmann plädiere gemeinsam mit dem französischen Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau für die Einrichtung eines europäischen Finanzministeriums. Für Weidmann ist dies jedoch nur eine theoretische Option, die er aber derzeit nicht für machbar hält. Daher plädiert er für eine Stärkung der geltenden Regeln.

          Es gelte „unverändert der auf dem Prinzip der Eigenverantwortung basierende Rahmen des Maastricht-Vertrages“, sagte der deutsche Notenbankchef. „Diesen gilt es nachhaltig zu stärken. Solange kein umfassender Souveränitätsverzicht beschlossen wird, ist dies der Weg, der Haftung und Kontrolle in Einklang bringt."

          Weitere Themen

          Putin und Macron ziehen an einem Strang Video-Seite öffnen

          Iran-Abkommen und Nordkorea : Putin und Macron ziehen an einem Strang

          Bei einem Treffen in St. Petersburg sprachen sich der russische sowie der französische Präsident für eine Fortführung des Iran-Abkommens aus. Darüber hinaus hoffe Macron, dass die Absage Trumps nur ein leichter Rückschritt in einem langfristigen Prozess sei.

          Topmeldungen

          Baden-Württemberg : Feuer im Europapark ausgebrochen

          Bei der Attraktion „Die Piraten in Batavia“ steigen dunkle Rauchschwaden in den Himmel: Teile des Europaparks haben Feuer gefangen. Unter Kontrolle sei die Lage noch nicht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.