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Wort des Jahres Gegen die Routine

„Rettungsroutine“ ist das Wort des Jahres. Das sollte aufrütteln. Denn der Kampf um gutes, stabiles Geld in Europa ist längst nicht gewonnen.

Naht Rettung, wird alles gut. Rettung hilft sofort. Aber nicht den Griechen. Brüssel, Berlin und der Rest Europas retten Griechenland seit dem 11. Februar 2010, besser wurde nichts, nur schlimmer.

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Da für die Politik aber nicht sein kann, was nicht sein darf, darf auch nicht gesagt werden, was ist. Den Kampf um die Deutungshoheit suchen die Retter zu gewinnen durch immer neue Wortschleier der politischen Vernebelung. Dagegen hilft nur die Konfrontation mit der Wirklichkeit. Beschwören die Rettungseuropäer die Stabilitätsunion, konfrontiert man sie mit der Inflationsunion. Beharren sie darauf, dass die Rettung kein Geld koste und Recht nicht gebeugt werde, muss man sie Illusionskünstler nennen. Wird Hilfe „nur gegen Auflagen“ gewährt und wieder eine neue rote Linie gezogen, ergibt das übersetzt eben doch eine Transferunion.

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Das Retten wird so zum Wortspiel, wenn es nur nicht so ernst wäre. Weil die Rettung wie die Euro-Krise nicht enden will und selbst unvorstellbare Summen nicht mehr schrecken, kehrt im Lauf der Zeit auf beiden Seiten Routine ein. Doch Routine schläfert ein. Das Wort des Jahres sollte aufrütteln. Denn der Kampf um gutes, stabiles Geld in Europa ist längst nicht gewonnen.

Quelle: F.A.Z.

 
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Veröffentlicht: 14.12.2012, 18:31 Uhr

Näher an die rote Linie

Von Philip Plickert

Schritt für Schritt nähert sich die EZB dem Kauf von Staatsanleihen. Wenn die Konjunktur weiter schwach bleibt und die Inflationsrate Richtung Nulllinie sinkt, wird der Druck enorm groß, diese „atomare Option“ zu zünden. Mehr 4 13


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