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Wirtschaftskrise in Griechenland Eurogruppen-Chef will keine Spekulation über Schuldenschnitt

 ·  Griechenland wird wohl weitere Unterstützung benötigen. Doch über einen Schuldenschnitt will Eurogruppen-Chef Dijjsselbloem nicht spekulieren. Irland werde das Hilfsprogramm dagegen bald verlassen.

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© dpa Vergrößern Angestellte der Stadt Athen protestieren gegen Reformen.

Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hält es für wahrscheinlich, dass das hochverschuldete Griechenland weitere Unterstützung benötigt. „Es ist realistisch anzunehmen, dass weitere Hilfe wahrscheinlich ist“, sagte der niederländische Finanzminister am Donnerstag vor dem Wirtschaftsausschuss des Europaparlaments in Brüssel. Die Probleme Griechenlands könnten bis Ende 2014, wenn das derzeitige zweite Hilfsprogramm ausläuft, nicht gelöst werden. Die Eurogruppe habe jedoch stets gesagt, dass weitere Unterstützung nötig sein könne.

Im deutschen Wahlkampf hatten zuletzt Äußerungen von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) über ein mögliches drittes Hilfsprogramm für Griechenland für Wirbel gesorgt. Die letzte Bewertung der internationalen Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) habe gezeigt, dass Griechenland Fortschritte mache und die Wirtschaft des Landes Anfang des nächsten Jahres wieder wachsen könne, sagte der Eurogruppen-Chef. Dennoch seien weitere Anstrengungen notwendig. Im November soll demnach der nächste Troika-Bericht vorliegen.

Irland verlässt das Rettungsprogramm

Die Bedingungen, zu denen Griechenland weitere Unterstützung erhalten könnte, könnten aber erst im kommenden Jahr bewertet werden, sagte Dijsselbloem. Dem Niederländer zufolge könnten dazu „wenn nötig“ auch weitere Maßnahmen gehören, den Schuldenberg des Landes zu verkleinern. Ob dazu auch ein weiterer Schuldenschnitt zählt, ließ er offen. „Spekulationen“ darüber seien zu diesem Zeitpunkt „nicht hilfreich“, sagte der Vorsitzende der Eurogruppe. Die Bundesregierung lehnt einen weiteren Gläubigerverzicht bislang ab.

Das Hilfsprogramm für den irischen Haushalt soll dagegen wie geplant Ende dieses Jahres auslaufen. Irland wird nach den Worten Dijsselbloems Unterstützung für einen reibungslosen Ausstieg aus dem internationalen Hilfsprogramm erhalten. „Irland hat sehr gute Leistungen gebracht und wird das Programm verlassen, und es wird Maßnahmen geben, den graduellen Ausstieg zu unterstützen“, sagte er. Details nannte der Eurogruppenchef allerdings nicht. Irland musste im November 2010 als zweiter Euro-Staat nach Griechenland mit Hilfsgeldern seiner Partner vor der Pleite gerettet werden.

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