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Veröffentlicht: 09.05.2013, 14:09 Uhr

Wegen Rezession Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland steigt weiter

Griechenland befindet sich das sechste Jahr infolge in der Rezession. Unter den jungen Menschen sind mittlerweile beinahe zwei Drittel offiziell arbeitslos.

© dpa Am 1. Mai gab es auch in Athen Demonstrationen.

In Griechenland waren noch nie so viele Jugendliche arbeitslos wie zu Anfang dieses Jahres. Die Arbeitslosenquote unter den 15- bis 24-Jährigen stieg im Februar auf 64 Prozent, wie das Statistikamt am Donnerstag bekanntgab. Im Januar betrug sie noch 59 Prozent und im März des vergangenen Jahres 54 Prozent. Anreize, Jugendliche einzustellen, zeigten offenbar keine Wirkung. Die Regierung in Athen senkte beispielsweise den monatlichen Mindestlohn Erwerbstätige unter 25 Jahren auf 500 Euro, um Firmen zu animieren, Jugendliche zu beschäftigen.

Insgesamt kletterte die Arbeitslosenquote auf 27 Prozent und hat sich damit seit dem Ausbruch der Schuldenkrise des Landes Ende 2009 verdreifacht. Im europäischen Vergleich ist sie mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnittswert der Währungsunion, der zwölf Prozent beträgt.

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Griechenland steckt nun das sechste Jahr infolge in der Rezession. Es wird erwartet, dass die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr zwischen 4,2 und 4,5 Prozent sinkt. Im Gegenzug für internationale Hilfsgelder ist Griechenland gezwungen, Steuern zu erhöhen und weniger auszugeben.

Besonders hoch ist die Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen auch in Spanien. Insgesamt steigt die Zahl der Arbeitslosen Menschen in der Währungsunion wegen der schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in vielen Mitgliedsländern und befindet sich auf außerordentlich hohem Niveau.

War was in Griechenland?

Von Heike Göbel

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