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Wegen der Rezession im Euroraum EZB prüft Spezialprogramm für Südeuropa

Europas Notenbank arbeitet an einem Programm, um kleine und mittelgroße Unternehmen in den Krisenländern leichter zu Krediten zu verhelfen. Dabei könnte die EZB selbst Kreditverbriefungen kaufen.

© Fricke, Helmut Euro-Skulptur von Ottmar Hörl

Zur Bekämpfung der Schuldenkrise gibt es innerhalb der Europäischen Zentralbank (EZB) offenbar Überlegungen, ein Programm aufzulegen, um speziell die Kreditvergabe an kleine und mittelgroße Unternehmen in Südeuropa anzukurbeln. Nach einem Bericht der “'Welt“ könnte Inhalt des Programms sein, dass mit Forderungen besicherte Wertpapiere (Asset-backed Securities, ABS), aufgekauft würden, was die Geschäftsbanken entlastete und ihnen ermöglichte, mehr neue Kredite zu vergeben.

Der Bericht beruft sich auf Notenbankkreise. Nicht klar ist demzufolge aber, ob im Falle eines solches Programms die Europäische Zentralbank selbst die Papiere kaufen würde oder eine andere Institution. Immer wieder ins Gespräch gebracht wird dabei die Europäische Investitionsbank (Eib).

Bundesbank dürfte dagegen sein

Als wahrscheinlich gilt, dass sich im EZB-Rat eine Mehrheit dafür fände, dass die Notenbank selbst die Papiere ankauft. Dagegen dürften neben der Bundesbank auch der luxemburgische EZB-Direktor Mersch und das deutsche Direktoriumsmitglied Asmussen sein, heißt es. EZB-Präsident Mario Draghi sagte im Anschluss an die jüngst verkündete Zinssenkung, dass mit verschiedenen europäischen Institutionen darüber beraten werde, wie der ABS-Markt angeschoben werden könne.

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Unternehmen haben gerade in den unter Finanzproblemen und in zuweilen schweren Rezessionen steckenden Euroländern wie Spanien oder Italien enorme Probleme, Kredite zu bekommen. EZB-Präsident Mario Draghi hatte deswegen nach der Senkung der Leitzinsen auf ein Rekordtief von 0,5 Prozent in der vergangenen Woche weitere Initiativen zur besseren Kreditversorgung der Unternehmen angekündigt

Quelle: FAZ.NET/Reuters

 
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