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Umfrage : Finnland neigt sich gegen den Euro

  • Aktualisiert am

Der Senatsplatz in Helsinki. Bild: dpa

In Finnland gibt es ein Volksbegehren gegen den Euro. Noch ist die Mehrheit für die Gemeinschaftswährung, aber die Zahl der Befürworter schrumpft.

          Im wirtschaftlich angeschlagenen Finnland sinkt die Zustimmung für einen Verbleib im Euro. Nur noch 54 Prozent der Finnen wollen die Gemeinschaftswährung behalten, während 31 Prozent einen Austritt befürworten, wie aus einer am Dienstag vom Fernsehsender YLE veröffentlichten Umfrage hervorgeht.

          2011 sprachen sich noch 72 Prozent für den Euro aus, nur 19 Prozent waren gegen ihn. Inzwischen sagen 44 Prozent der Finnen, dass es ihrem Land außerhalb der Währungsunion besser gehen würde.

          Das Parlament debattiert im kommenden Jahr über einen Austritt aus der Währungsunion. Nach einem Volksbegehren mit mehr als 50.000 Unterstützern ist es dazu verpflichtet. Auch wenn ein Euro-Austritt als unwahrscheinlich gilt, so drückt sich in dem erfolgreichen Volksbegehren die wachsende Unzufriedenheit über die Mitgliedschaft in der Währungsunion aus.

          Grund dafür ist die Wirtschaftskrise: Finnland hat drei Rezessionsjahre hinter sich. Das Land leidet unter dem Niedergang des einst weltgrößten Handy-Herstellers Nokia und der Rezession beim Nachbarn Russland. Hinzu kommt, dass die Papierindustrie unter der rückläufigen Nachfrage durch die zunehmende Digitalisierung ächzt. Früher konnte Finnland seine Wettbewerbsfähigkeit durch gezielte Abwertungen der Landeswährung verbessern. Das geht nun nicht mehr.

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