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Trotz gerichtlichen Verbots : U-Bahnfahrer in Athen streiken weiter

  • Aktualisiert am

Wegen Streik geschlossen: Metro-Station in Athen Bild: AFP

Die Gehälter im öffentlichen Personennahverkehr sollen um bis zu 25 Prozent sinken, berichten griechische Gewerkschaften. Dagegen streiken die Fahrer - sogar, obwohl ein Gericht ihnen das verboten hat.

          Schon den sechsten Tag in Folge streiken an diesem Dienstag die U-Bahnfahrer in Athen. Die Gewerkschaften gehen auf Konfrontationskurs mit der Regierung, obwohl ein Arbeitsgericht erst am Vorabend die Streiks für illegal erklärt hatte. Die U-Bahnfahrer protestieren gegen die Kürzung ihrer Gehälter.

          Seit Tagen kommen Tausende in Athen zu spät zur Arbeit. Die Busse sind überfüllt. Das griechische Fernsehen zeigte endlos lange Staus auf den Zufahrtsstraßen nach Athen. Aus Kreisen des Wirtschafts- und Transportministeriums verlautete, eine Entscheidung, die U-Bahnfahrer zum Dienst zu verpflichten, stehe unmittelbar bevor.

          Hohe Lohnkürzungen

          Dem Streik schlossen sich am Dienstag auch Fahrer von Straßenbahnen an. Sie legten ihre Arbeit für mehrere Stunden nieder. Die Beschäftigten im Schienen-Nahverkehr protestieren gegen Einkommensverluste, die ihnen vom Sparprogramm der Regierung aufgedrückt werden.

          Nach Gewerkschaftsangaben geht es um Gehaltsreduzierungen um bis zu 25 Prozent. Die Regierung aus Konservativen, Sozialisten und der Demokratischen Linken verteidigt die Kürzungen. Griechenland muss Sparauflagen einhalten, um die Milliarden Kredithilfen der internationalen Geldgeber weiter zu erhalten.

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