http://www.faz.net/-gqe-75xoh
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 22.01.2013, 11:07 Uhr

Trotz gerichtlichen Verbots U-Bahnfahrer in Athen streiken weiter

Die Gehälter im öffentlichen Personennahverkehr sollen um bis zu 25 Prozent sinken, berichten griechische Gewerkschaften. Dagegen streiken die Fahrer - sogar, obwohl ein Gericht ihnen das verboten hat.

© AFP Wegen Streik geschlossen: Metro-Station in Athen

Schon den sechsten Tag in Folge streiken an diesem Dienstag die U-Bahnfahrer in Athen. Die Gewerkschaften gehen auf Konfrontationskurs mit der Regierung, obwohl ein Arbeitsgericht erst am Vorabend die Streiks für illegal erklärt hatte. Die U-Bahnfahrer protestieren gegen die Kürzung ihrer Gehälter.

Seit Tagen kommen Tausende in Athen zu spät zur Arbeit. Die Busse sind überfüllt. Das griechische Fernsehen zeigte endlos lange Staus auf den Zufahrtsstraßen nach Athen. Aus Kreisen des Wirtschafts- und Transportministeriums verlautete, eine Entscheidung, die U-Bahnfahrer zum Dienst zu verpflichten, stehe unmittelbar bevor.

Hohe Lohnkürzungen

Dem Streik schlossen sich am Dienstag auch Fahrer von Straßenbahnen an. Sie legten ihre Arbeit für mehrere Stunden nieder. Die Beschäftigten im Schienen-Nahverkehr protestieren gegen Einkommensverluste, die ihnen vom Sparprogramm der Regierung aufgedrückt werden.

Mehr zum Thema

Nach Gewerkschaftsangaben geht es um Gehaltsreduzierungen um bis zu 25 Prozent. Die Regierung aus Konservativen, Sozialisten und der Demokratischen Linken verteidigt die Kürzungen. Griechenland muss Sparauflagen einhalten, um die Milliarden Kredithilfen der internationalen Geldgeber weiter zu erhalten.

Quelle: DPA

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Arbeitskampf in Frankreich Der Streik bekommt einen Schnauzbart

Brennende Barrikaden: Um gegen die Arbeitsmarktreform zu protestieren, legt eine Gewerkschaft Frankreichs Ölraffinerien lahm. Der Konflikt eskaliert – und die Reformgegner bekommen eine Führungsfigur. Mehr Von Michaela Wiegel, Paris

24.05.2016, 20:13 Uhr | Politik
Paris Franzosen demonstrieren gegen geplante Arbeitsmarktgesetze

Am 1. Mai sind auch in Frankreich tausende Menschen auf die Straße gegangen. Sie protestierten gegen die geplante Neuregelung des Arbeitsmarktes, mit der die die französische Regierung die Arbeitslosigkeit abbauen will. Die Gewerkschaften sagen, dass die Gesetze grundlegende Arbeitnehmerrechte untergraben und Kündigungen leichter machen Mehr

02.05.2016, 09:16 Uhr | Politik
Arbeitsmarktreform In Frankreich wird der Sprit knapp

Proteste gegen die Arbeitsmarktreform legen Raffinerien lahm. Die französische Polizei ist in Marseille mit Tränengas gegen die Demonstranten vorgegangen. Gewerkschaftler kritisieren die Kriegsszenen. Mehr

24.05.2016, 10:27 Uhr | Wirtschaft
Abbau von Arbeitnehmerrechten Massenproteste und Streiks in Frankreich

In Paris sind tausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die geplante Reform des Arbeitsmarktes zu demonstrieren. In einem landesweiten Streik blockierten Lkw-Fahrer mehrere Hauptverkehrsachsen in Frankreich. Auch das Bahnpersonal beteiligt sich an dem Ausstand. Mehr

20.05.2016, 10:17 Uhr | Politik
Streik auf Streik Die neue deutsche Streiklust

Die Deutschen sind streikgebeutelt: Lokführer, Piloten, Post, Kitas und Metaller. Es wird immer häufiger, länger und intensiver gestreikt. Woran liegt das? Ein Erklärungsversuch. Mehr Von Anna Steiner

12.05.2016, 13:29 Uhr | Wirtschaft

Das Weihnachtsgeld ist kein fauler Trick

Von Hendrik Wieduwilt

Zählt das Weihnachtsgeld zum Gehalt – oder ist es nur ein fauler Trick, um den Mindestlohn zu umgehen? Die Arbeitsrichter haben eine gute Entscheidung getroffen. Mehr 7 10


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --