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Treffen der Euro-Finanzminister : Irland und Portugal verlangen spätere Rückzahlung von Hilfen

  • Aktualisiert am

Irlands Finanzminister Michael Noonan Bild: AFP

Irland und Portugal wollen mehr Zeit bekommen, um Hilfskredite ihrer europäischen Partnerländer zurück zu zahlen. Dadurch kämen beide Länder leichter vollständig an die Kapitalmärkte zurück.

          Portugal und Irland wollen die Hilfsgelder ihrer europäischen Partnerländer langsamer zurückzahlen und so leichter vollständig an die Kapitalmärkte zurückkehren. Der irische Finanzminister Michael Noonan sagte am Montagabend in Brüssel während des Treffens der Euro-Finanzminister, er habe zusammen mit seinem portugiesischen Kollegen um eine spätere Fälligkeit von Krediten aus dem Rettungsschirm EFSF gebeten. Noonan zufolge könnte Irland dadurch Milliarden einsparen.

          Irland gilt unter den Euro-Ländern, die vom EFSF und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) gestützt werden, als Musterschüler. Nach Prognose der EU-Kommission wird das Land sein Wirtschaftswachstum in diesem Jahr auf 1,1 Prozent mehr als verdoppeln und 2014 auf 2,2 Prozent zulegen. Auch Portugal macht Fortschritte. Die EU-Kommission traut dem hochverschuldeten Land im Laufe des Jahres wieder eine Rückkehr zum Wirtschaftswachstum zu.

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          Nach den Beschlüssen der Euro-Finanzminister von Mitte Dezember 2012 soll die Bankenaufsicht in der Euro-Zone bis März 2014 unter dem Dach der Notenbank gebündelt werden. Danach könnte der dauerhafte Euro-Rettungsschirm ESM Banken direkt rekapitalisieren. Die Aufsicht ist der erste wichtige Pfeiler einer Bankenunion, die für mehr Stabilität in der Finanzbranche sorgen soll, um künftige Krisen zu verhindern.

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