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Schuldenkrise Spanische Notenbank schickt Kontrolleure in die Banken

 ·  Die spanische Notenbank hat nach der Krise des Finanzsystems angekündigt, die Kontrolle der Banken drastisch zu verschärfen. Die wichtigsten Geldhäuser sollen ständig überwacht werden und Inspekteure sollen die Bilanzen regelmäßig „vor Ort“ prüfen.

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Nach offenkundig mangelhafter Aufsicht der spanischen Kreditinstitute während der Immobilienblase hat die Notenbank jetzt eine Verschärfung der Kontrollen angekündigt. Unter anderen sollen künftig Inspekteure ständig „vor Ort“ in den sechzehn größten Banken und Sparkassen eingesetzt und auch die kleineren Institute systematischer überwacht  werden.

Der neue Notenbankgouverneur Luis María Linde, der nach seinem  Amtsantritt im vorigen Jahr eine interne Studie des Verhaltens der Institution während der nunmehr fünf Jahre dauernden Finanzkrise in Auftrag gab, will auf diese Weise die unter seinem Vorgänger Miguel Ángel Fernández Ordónez praktizierte Laxheit korrigieren.

Bei Fehlern „weggeschaut“

Die Vereinigung der Inspekteure hatte selbst  kritisiert, dass die Notenbank häufig bei entdeckten Missständen in den Kreditinstituten „weggeschaut“ habe. Zwar habe es zum Beispiel bei den beiden Großbanken Santander und BBVA immer regelmäßige Inspektionen gegeben, nicht aber bei den Sparkassen, den eigentlichen Problemfällen nach dem Platzen der Baublase. Zwei Drittel dieser Kassen mussten inzwischen fusionieren oder durch Verstaatlichungen „gerettet“ werden.

Die EU hat Spanien dafür ein Hilfspaket von maximal 100 Milliarden Euro zugesagt, wovon zum Jahreswechsel 40 Milliarden abgerufen wurden. Die angekündigten verschärften Kontrollen sind Teil der Vereinbarungen mit der Europäischen Kommission über die Bedingungen der Kreditvergabe.

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