http://www.faz.net/-gqu-7ijbb

Schuldenkrise : Spaniens Schuldenberg übersteigt Wirtschaftsleistung

  • Aktualisiert am

Spanien sucht den Weg aus der Krise Bild: AFP

Der Schuldenberg Spaniens wird bis zum Jahr 2015 so weit wachsen, dass die Schulden die gesamte Wirtschaftsleistung des Landes übersteigen.

          Der Schuldenberg Spaniens wird in zwei Jahren voraussichtlich größer sein als die gesamte Wirtschaftsleistung des Krisenlandes. Die staatliche Schuldenquote werde voraussichtlich 2015 und 2016 mit jeweils gut 101 Prozent ihren Höhepunkt erreichen, erklärte die Regierung in Madrid am Donnerstag.

          Derzeit liegt sie bei gut 92 Prozent. Die Neuverschuldung wird sie bis Jahresende amtlichen Berechnungen zufolge auf gut 94 und bis Ende 2014 auf fast 99 Prozent steigen lassen.

          Am Finanzmarkt wird Spanien dennoch wieder mehr Vertrauen entgegen gebracht: Der Staat konnte sich gut 2,5 Milliarden Euro zu relativ günstigen Konditionen leihen. Für eine Laufzeit von drei Jahren verlangten die Anleger im Schnitt Zinsen in Höhe von 2,06 Prozent und damit so wenig wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr. Für eine Laufzeit von fünf Jahren wurden 3,06 Prozent fällig. Damit hat Spanien bereits mehr als 92 Prozent seiner in diesem Jahr geplanten Anleihe-Verkäufe über die Bühne gebracht.

          Dabei spielte auch eine Rolle, dass sich die Investoren nach dem Kompromiss im Washingtoner Haushaltsstreit keine Sorgen mehr über eine drohende Zahlungsunfähigkeit der Vereinigten Staaten machen mussten.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Baden-Württemberg : Feuer im Europapark ausgebrochen

          Dramatische Bilder aus dem Europa-Park in Baden-Württemberg. Dichter Rauch steigt auf, eine Lagerhalle steht in Flammen. Hunderte Feuerwehrleute sind im Einsatz, um Schlimmeres zu verhindern.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.