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Schuldenkrise Spanien rutscht tiefer in die Rezession

 ·  Die Rezession in Spanien hat sich weiter verschärft. Laut einer Schätzung der spanischen Notenbank schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2012 zum sechsten Mal in Folge. Doch zum Ende des laufenden Jahres rechnet der spanische Wirtschaftsminister de Guindos mit einer Rückkehr zum Wachstum.

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Die Krise in Spanien hat sich weiter verschärft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte im vierten Quartal 2012 um 0,6 Prozent zum Vorquartal geschrumpft sein, teilte die spanische Notenbank in einer ersten Schätzung an diesem Mittwoch in Madrid mit. Dies wäre der sechste Rückgang des BIPs in Folge. Im dritten Quartal war die Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent geschrumpft.

Für das Ende des laufenden Jahres rechnet Wirtschaftsminister Luis de Guindos allerdings mit einer Rückkehr zum Wachstum. Für das vierte Quartal sei ein kleines Plus zum Vorquartal zu erwarten, sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos der Zeitung „Die Welt“. Schon jetzt stiegen die Exporte stark. Die Lohnstückkosten seien zurückgegangen, das verbessere die Wettbewerbsfähigkeit der spanischen Unternehmen. Ab Ende des Jahres dürfte sich auch die Lage am Arbeitsmarkt wieder bessern. Das Land sehe damit die ersten positiven Auswirkungen der Reformen.

Um Spanien weiter zu unterstützen, müssten nun Zweifel an der Zukunft der Währungsunion aus der Welt geräumt werden, sagte de Guindos weiter. „Wir in Spanien tun unseren Teil“, betonte er. „Viel wichtiger, als dass jemand Teile der spanischen Staatsschulden kauft, viel wichtiger ist die Verpflichtung auf die Zukunft der Währungsunion.“ Wenn die Märkte immer mehr Vertrauen in die Eurozone fassten, profitiere Spanien davon. De Guindos forderte dabei eine tiefere Integration der Fiskalpolitik. „Damit schafft man Vertrauen in die Eurozone.“

Derzeit verspürt Spanien an den Finanzmärkten wieder etwas Rückenwind. Am Dienstag hatte das Land eine zehnjährige Anleihe im Volumen von 7 Milliarden Euro über ein Bankenkonsortium platziert, die auf eine Rekordnachfrage stieß. Bis zum Monatsende dürfte das spanische Schatzamt nach Angaben des Wirtschaftsministeriums insgesamt 27 Milliarden Euro an Papieren emittieren.

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23.01.2013, 12:32 Uhr

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