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Schmiergeld-Affäre Spaniens Ministerpräsident veröffentlicht Steuererklärungen

 ·  Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy hat seine Steuererklärungen veröffentlicht. Damit will er eine Debatte um mögliche Schmiergelder beenden, die ihn seit einigen Wochen plagt.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (11)
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Gerhard Storm

Spanisches Weltwunder, wenn Rajoy-Steuererklärung geflossene Schmiergelder enthielte!

Insb. der spanische Staat u. die span. Banken haben sich besonders hervorgetan, peu à peu immer schlimmere rote Zahlen nach Brüssel zu melden. Da bei dortigen Dummköpfen die Dauerschlafkunst dominiert, war das kein Kunststück u. blieb lange Zeit unentdeckt. Dass in den Steuererklärungen Rajoys die Schmiergeldzahlungen aufgelistet werden, wäre geradezu ein spanisches Weltwunder. Ein gleiches Wunder wäre, wenn es Rajoy nicht gelänge, sich still aus den Anschuldigungen hinauszumogeln. Dann wäre wieder einmal der Beweis erbracht, dass Spitzen-Politiker in Europa für ihre Dummheiten und Gesetzesverstöße kaum abgestraft werden, egal, ob in Brüssel, bei der EZB, in GR, S, I etc..

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.02.2013 09:26 Uhr
Rolf Huchthausen

@ Herr Storm, Dummheit ist das nicht!

Das ist klares Kalkül! Alle Schulden, auch die Bankenorgien der Vergangenheit werden jetzt Zug-um-Zug auf die europäischen Steuerzahler "umgelegt"!

Um den Druck zu nehmen und womöglich Aufstände zu riskieren, ist die Wahrheit scheibchenweise ans Licht gekommen. D.h. wir sind über die Instrumente EZB, ESM nun stolze Besitzer aller in den €URO-Staaten angehäuften Staats- und Bankschulden, ca. 16 Billionen €URO / 28 %. Die EZB-Bilanz ist eine Müllhalde!

Das ist leider bittere Erkenntnis! Wie freies, selbstbestimmtes und verfassungsrechtlich abgesichertes Leben in der EU/im €URO-Raum noch möglich sein wird, das werden wir erlernen müssen.

Ich habe den neuen Spitzensteuersatz (50 %) und eine MwSt.-Erhöhung (19 -> 22 %) als Geschenk nach der BTW 2013 einmal für mich durchgerechnet. Das war dann noch bitterer insbesondere wenn man dann sieht wie Rajoy und Konsorten zusammenraffen.

Um WW einmal sinngemäß zu zitieren: Das ist wahrhafte römische Dekadenz!

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max banane
max banane (maxxman) - 10.02.2013 04:27 Uhr

fuer wie bloed haelt der uns eigentlich.

Schmiergelder stehen in der Steuererklaerung - mal was ganz Neues. Sollte er wirklich die Hand aufgehalten haben, wird er wohl alles schoen versteuer haben. Manchmal fragt man sich wirklich, fuer wie daemlich manche Politiker die Leute halten. Zuerst mit immer neuen Abgaben die Leute in den Ruin treiben, Bankia den Arsch vergolden - die EU spielt natuerlich mit - und die Spanier auch noch fuer dumm verkaufen. Wie lange wollen wir eigentlih solche Leuten an unserer Spitze noch dulden.

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Fritz Garbor

ne linke Zeitung will den rechten Landes- Chef abschießen, und das mit

Beweisen, die keine sind, nur ein Handzettel.
Dabei muß jedem Spanier klar sein, dass die ganze Baupolitik in Spanien durch und durch abstrus und kulturell wie rechtlich unseriös war und das halbe Land auf Teufel komm her mt Gewinnhoffnungen am Baumarkt spekulierte.
Warum dann nun diese Bigotterie! Werdet endlich stärker erwachsen! Nicht so hysterisch!

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Closed via SSO

Mensch, Meier,

müssen die Spanier doof sein, wenn die Steuererklärung als Beweis für Reine Weste ziehen sollte. Ich glaube, das sind sie aber nicht. Der Versuch eines solchen Beweises allerdings muss wegen seiner Einfalt als Schuldeingeständnis gewertet werden.

Welcher WERT bleibt denn in Skandal-Europa der verschweigenden Kirche, der schmierigen Berlusconis, Sarcosys, lächerlicher Mappusse, Liborlügenbanken, Geld- und Arbeitsplatzvernichtungen, in dem mittelmäßige Politiker schon Glanz und Ehre erheischen, noch an seinem ehemals verlässlichen Platz ?

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Rolf Huchthausen

Auweh, wie blöde müssen sich die Spanier behandelt fühlen?

Das interessante sind die über die genannten Beträge hinaus auf den Konten der Familie Rajoy bewegten Gelder! Samt die Rückrechnung auf das Familieneigentums inkl. der Belege, wie dieses in den Besitz der Familie gelangt ist nach dem Prinzip der Beweislastumkehr!

Ganz Spanien lacht sich über diese naive Nummer tot. Das Zeitalter der Politiker muß sich dem Ende neigen, Nepotismus, Machtarroganz, Kriegshetzerei, Korruption, ... Schluß damit.

Ich - zumindest - kann nur noch eine freie, demokratische Bürgergesellschaft nach Schweizer Modell akzeptieren. Diese Lügen, dieser Betrug, diese Korruption, diese Arroganz, überall.

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Ronald Gruenebaum

?????

Muss man das verstehen ?

So bloed kann Rajoy doch gar nicht sein, dass er das Schmiergeld der Bauluden in seiner Steuererklaerung angibt.

Viel Aufklaerung erwarte ich aber am Ende nicht, denn die Sozialisten haben es wohl noch schlimmer getrieben. Jeder konnte schon vor Jahren wissen, dass Spanien ein Sumpf ist. Nach dem Baugewerbe kommt dann der Sport, bei dem in Spanien wohl auch fast nichts koscher ist.

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Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 09.02.2013 18:24 Uhr

Bei Geldern deren Verteilung in geheimen handschriftlichen Kladden dokumentiert wurde, ist es

wohl zu erwarten, dass die nirgendwo mehr auftauchen, vor allem nicht in einer Steuererklärung. Ich will Rajoy nichts unterstellen da ich selbst keinerlei genaue Informationen über die Vorgänge habe, aber die Tatsache, dass in der Steuererklärung nichts zu finden ist kann man als Beweis nicht wirklich anerkennen. Es läge in der Natur solcher Zahlungen, dass sie eben nirgends mehr aufzufinden sind - aber genau dies macht es natürlich auch so schwer, zu beweisen, dass man nichts bekommen hat. Diese Beweisführung ist wesentlich schwieriger, als jemandem nachzuweisen, dass er tatsächlich Geld entgegen nahm.

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Nadine Hoffmann
Nadine Hoffmann (Raffz) - 09.02.2013 18:02 Uhr

Stünde Schwarzgeld auf der Steuerabrechnung wäre es kein Schwarzgeld, oder nicht?


Das ist ja nett, dass man die Abrechnungen und Buchführungen veröffentlicht, aber ich meine, der Sinn von Schwarzgeld und Bestechungen wäre der eben nicht vermerkt zu werden.

Daher halte ich es für sinnvoller zu recherchieren, ob Rajoy in letzter Zeit Lederkoffer gekauft hat, die er zum Transport des Geldes brauchte. Das hätte mehr Aussagekraft als diese Veröffentlichungen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.02.2013 00:31 Uhr
Thomas R. Schulze

Teils falsch, Herr Müller

Den Bauboom haben nicht die spanischen Sozialdemokraten (PSOE) gestartet, und schon gar nicht erst nach den Madrid Anschlägen 2004. Der Bauboom geht auf Rajoys Partei (Partido Popular "PP") unter Jose Maria Aznar zurück, Mitte der Neunziger Jahre. Damals wurde praktisch das ganze spanische Territorium zu Bauland erklärt ("ley del suelo"), was 2004 unter der PSOE teils korrigiert wurde. Und was gerade wieder von der PP zurückgedreht wird: Alles ist dann wieder bebaubar. Was nicht heissen soll, dass sich die PSOE mit Ruhm bekleckert hat. Und Frau Hoffmann sagt nur zu Recht, dass eine veröffentlichte Steuererklärung herzlich wenig über Schwarzgeld aussagt. Mal abgesehen von Ihrer Aussage der "spanischen Korruptis aus allen Bevölkerungsschichten", die sich mir nicht so recht erschliesst.
Schönen Gruss aus Spanien!

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Roland Müller

Den kriminellen

Bauboom haben schon lange vor Beginn der Amtszeit von Herrn Rajoy die spanischen Sozialdemokraten gestartet, welche nach den Bombenanschlägen in Madrid die Regierung übernommen haben. Wenn Sie es wirklich sinnvoll finden nach Koffern und Kofferträgern zu fahnden, sollten Sie daher sowohl nach roten als auch nach schwarzen Koffern Ausschau halten. Oder es am besten einfach bleiben lassen, weil die Gefahr besteht, das die spanischen Korruptis aus allen Bevölkerungsschichten Sie für des Wahnsinns nackten Kofferträger halten.

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09.02.2013, 17:28 Uhr

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