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Eurozone : Spanien hat am meisten neue Schulden gemacht

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Die Krise hinterlässt in Spanien weiter ihre Spuren Bild: dapd

Spanien hat im vergangenen Jahr in der Eurozone die meisten neuen Schulden angehäuft. Die höchsten Gesamtschulden hat Griechenland - aber sein neues Defizit ist geringer als erwartet.

          Krisenland Spanien hat im Irland als größten Schuldenmacher Europas abgelöst. Spaniens Loch im Staatshaushalt, das durch Kredite gefüllt werden musste, belief sich 2012 auf 10,6 Prozent der Wirtschaftsleistung. Das meldet die Statistikbehörde Eurostat nach Überarbeitung der Defizitdaten.

          Im Jahr 2012 stand Irland mit einem Defizit von 8,2 Prozent auf dem dritten Rang der Schuldenkönige. Auf dem zweiten Platz rangierte mit 9,0 Prozent das Euro-Sorgenkind Griechenland. Für die Eurozone insgesamt summiert sich der Fehlbetrag auf 3,7 Prozent der Wirtschaftsleistung.

          Unter den 17 Ländern der Gemeinschaftswährung hat nur Deutschland einen Überschuss erwirtschaftet. Deutschland erreichte 2012 ein leichtes Plus von 0,1 Prozent. Ein Jahr zuvor hatte es nur für ein Minus von 0,8 Prozent gereicht.

          Staatsdefizit und Schuldenstand im Euroraum

          Für alle 28 EU-Mitglieder - ob Euroland oder nicht - gilt eine Grenze bei der Neuverschuldung von 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Nur zehn Länder hielten sich an diese Grenze. Die EU-Kommission hat deshalb mit jedem Defizitsünder vereinbart, wie die Neuverschuldung abgebaut werden kann.

          Beim Vergleich der gesamten Schulden eines Landes mit dessen Wirtschaftsleistung steht Griechenland am ungünstigsten da. Die Verpflichtungen Athens summierten sich Ende 2012 auf 165,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Auf Griechenland folgen Italien mit 127 und Portugal mit 117,4 Prozent. Spanien steht mit 86 Prozent noch vergleichsweise gut da. Erst in der vergangenen Woche hat die Regierung in Madrid allerdings in Aussicht gestellt, dass der Schuldenberg weiter wachsen und im Jahr 2015 die Marke von 100 Prozent übersteigen wird.

          Im laufenden Jahr hat die Verschuldung der Krisenländer weiter zugenommen, wenn auch langsamer als zuvor. Die Griechen stehen mittlerweile mit 175 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung in der Kreide.

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