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Schuldenrückkauf Griechenlands : Retter der Hedgefonds

Der griechische Schuldenrückkauf ist eine gigantische Umverteilung zugunsten einiger Gläubiger. Allein der Hedgefonds Third Point ist eine halbe Milliarde Euro reicher. Das geschundene Land hat hingegen nichts davon.

          Der griechische Schuldenrückkauf ist eine gigantische Umverteilung zugunsten einiger Gläubiger - das geschundene Land hat davon nichts. Im August notierten Staatsanleihen aus Hellas mit rund 18 Prozent, Papiere privater Anleger im Nennwert von 60 waren am Markt nur 10 Milliarden wert.

          Im September kündigte EZB-Präsident Mario Draghi an, zur „Rettung“ des Euro unbegrenzt Staatsanleihen zu kaufen, woraufhin der Preis auf 25 Prozent stieg. Danach sagte Finanzminister Wolfgang Schäuble, Hellas kaufe seine Schulden zurück, der Preis stieg auf 35 Prozent, der Marktwert kletterte auf 20 Milliarden.

          Hedgefonds haben die Mechanik der gescheiterten Schuldenrückkäufe studiert

          Schließlich wurden für den Rückkauf 10 Milliarden Euro Steuergeld ausgegeben, um Schulden im Nennwert von 30 Milliarden vom Markt zu nehmen. Dadurch hat sich aber nur kosmetisch der Nominalwert der Anleihen auf 30 Milliarden halbiert, der Marktwert liegt wegen des Preisanstiegs wie zuvor bei 10 Milliarden Euro.

          Hedgefonds haben offenbar die Mechanik der gescheiterten Schuldenrückkäufe der Geschichte studiert - im Gegensatz zu den „Euro-Rettern“. Deswegen ist nun der Euro-Steuerzahler 10 Milliarden ärmer und allein der Hedgefonds Third Point eine halbe Milliarde Euro reicher.

          Quelle: F.A.Z.

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