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Schuldenkrise : Schäuble plädiert für Euro-Hilfen ohne den IWF

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Trotz jahrelanger Bemühungen kann Finanzminister Wolfgang Schäuble die Chefin des IWF (Christine Lagarde) bislang nicht überzeugen, sich am dritten Hilfsprogramm für Griechenland zu beteiligen. Bild: dpa

Ein neues Hilfsprogramm für ein europäisches Krisenland soll laut Finanzminister Schäuble künftig ohne den Internationalen Währungsfonds möglich werden. Der IWF sei es offenbar leid, sich mit europäischen Problemen herumzuschlagen.

          Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will den Euro-Rettungsschirm ESM schon auf nahe Sicht zu einem Europäischen Währungsfonds ausbauen. Auf die Frage, ob das kurzfristig möglich sei, antwortete er am Donnerstag in Washington: „Ja, das denke ich schon.“ Käme es zu einem neuen Hilfsprogramm für ein Krisenland, sollte dies ohne den IWF laufen, sagte Schäuble.

          Der Internationale Währungsfonds (IWF) sei offenbar müde geworden, sich immer wieder mit europäischen Problemen zu beschäftigen. „Ich würde versuchen, den ESM in Richtung eines Europäischen Währungsfonds zu entwickeln“, äußerte der Minister. Davon habe er inzwischen auch Kanzlerin Angela Merkel überzeugt.

          Für Griechenland sieht Schäuble gute Chancen, von der Krise zu genesen. Das Land könne gerettet werden. „Es ist möglich, wenn sie mindestens 50 Prozent ihrer Reformzusagen oder etwas mehr einhalten“, sagte er. Abermals forderte Schäuble die Vollendung der Bankenunion. Zunächst aber gelte: „Die Bereinigung der Bankenbilanzen von faulen Krediten ist ein Muss.“ Erst wenn dies erreicht sei, könne man an eine Vergemeinschaftung der Haftung denken.

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