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Schuldenkrise Fish ’n’ Chips

 ·  Eine neue Abkürzung macht die Runde: FISH. Frankreich, Italien, Spanien und Holland bilden das neue Krisenquartett. „Chips her!“, rufen die Angelsachsen. Europa müsse sich unter großzügiger Mithilfe Deutschlands aus der Krise herauskaufen.

Artikel Lesermeinungen (18)
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Ole Maidag
Ole Maidag (Maidag) - 19.02.2013 19:23 Uhr

Er funktioniert eben nicht

.....unser vielgeliebter Euro. Das ist wohl allmählich jedem, der auch nur etwas davon versteht, klargeworden. Eines nicht allzufernen Tages werden sich die Leute in der Eurozone entscheiden müssen, ob sie sich selbst aufgeben um den Euro zu retten oder eben umgekehrt. Die andere Alternative wäre nur noch, wieder übereinander herzufallen. Wäre ja nicht das erste Mal.

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sascha wächter

Die Eurokrise ist vorbei?

Bei den Statistikern und Blinden vielleicht und solchen, die sich nicht für Fakten interessieren. In allen Krisenländern steigen die Schulden, und steigen und steigen und... Selbst in Deutschland gehts bergauf - aber auch nur mit der Schuldensumme und immer mehr sollen wir Goldesel für unmotivierte, reformscheue Miteuropäer sein. In Italien steht ein seniler alter Clown vor der Wiederwahl, der nichts tun will abgesehen von irgendwelchen Steuererleichterungen, wo sie eigentlich nicht möglich sind. GRE- Im Osten nichts Neues, könnte man meinen- wenn man Zypern übersehen hat. Überall brodelt es, nur in der Mitte von Mitteleuropa und im Norden klappt's noch halbwegs. Noch. Also, alles halb so wild. Wenn man ein (oder zwei) Augen zudrückt zumindest.

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Maik Freitag
Maik Freitag (MoikMC) - 18.02.2013 16:42 Uhr

schlimm

1.) wieso sagt man nicht gips länder?
2.) wieso wird nur in einem halbsatz auf das eingeständnis des iwf hingewiesen das die sich so jämmerlich verrechnet haben
3.) wieso wird man nur über "dämpfende löhne" bei polizei, kkh, feuerwehr (=öff. dienst )wettbewerbsfähig?
4.) wieso tituliert man unzählige, nicht dem mainstream angepasste ökonomen als "linksradikale ideologen?
5.) wieso muss man sein heil in der ganzen globalisierten welt suchen und versucht noch nicht mal den binnenkonsum durch, ja, festhalten, höhere löhne anzukurbeln
6.) wieso werden steigende schuldenquoten / arbeitslosenquoten/ selbstmordraten in gr als erfolg verkauft?
7.) wieso ist auf einmal jeder auf die maastrichkriterien so geil, die hat, bevor banken mit märchenbeträgen gerettet wurden auch keine sa... gejuckt

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Goetz Kaufmann

„Chips her!“, rufen die Angelsachsen. "Shut up!" sei ihnen zurueckgerufen.

Der oeffentliche & private Schuldenstand gemeinsam hat in GB inzwischen ein Niveau erreicht, der das Land durchaus krachen lassen koennte, sollten die Anleihezinsen mal steigen. Daher ist dieser schulmeisternden Art mit der die Englaender (nicht die Schotten, Waliser und Nordiren) der Eurogruppe, ungefragt aber staendig, erklaeren, was zu tun und zu lassen waere, entgegenzuhalten, doch mal vor der eigenen Tuer zu kehren - da haben sie mehr als genug zu tun.

Davon abgesehen finde ich es, sehr freundlich ausgedrueckt, seltsam, dass von der Insel Empfehlungen in einer Qualitaet ankommen, die fuer die Englaender selbst niemals in Frage kaeme - oder hat jemand inzwischen von einer finanziellen Beteiligung der Briten an der Eurokrise gehoert ?

Von einem Land, dessen Verstaendnis fuer ein gemeinsames Europa endet, nur weil deren geheiligte Banken Angst vor der Transaktionssteuer und der Bankenunion kriegen, brauchen wir keine Ratschlaege entgegenzunehmen - Forderungen schon gar nicht

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Ulla Nachtmann

Aus Strukturkrisen kann man sich nicht ,herauskaufen'

und das Elend von FISH begann auch nicht in 2008 sondern viel früher. Die Gründe liegen in Mentalitäts- und erheblichen Leistungsunterschieden und der späteren Zwangseinführung des €, der in den Südländern eine Scheinblüte durch exzessive Kreditaufnahme erzeugt hat.
Und jetzt soll Deutschland ,großzügig' - Staaten haben (wirtschaftliche) Interessen und dabei gibtnes keine Großzügigkeit - helfen. D.h. Doch nur, dass die Deutschen noch mehr arbeiten, Steuern zahlen, sich noch mehr zum Wohle Fremder verschulden sollen.
Hollande als ,Musterknaben' zu bezeichnen ist eine Zumutung, will der kurz geratene Clown jetzt doch auch noch BARGELD ab € 1000 ,verbieten'.
Tatsache:,wer mit Hilfe unpassender Währung unhaltbare Schuldenberge angehäuft hat, muss abbauen - auch den Lebensstandard - bis Vertrauen hergestellt ist.
Der GR ,Primärüberschuss' ist manipuliert + der FinMin spricht schon vom nächsten Schnitt als quasi ,Belohnung'.
Weitere keynesianische Schuldenmacherei? Wo sind Strukturreformen?

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Horst Schmidt

Print your own money!

Wir sollten ganz schnell viel Geld drucken...
Jeder so viel, wie er kann oder braucht...
Aber jeder sein EIGENES natürlich!

Ich kann gar nicht sagen, wie sehr mir Krugman und seine Jünger auf den Zeiger gehen. Dämliche Idioten...

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Lieschen Müller

Was soll man dazu noch sagen?

Nichts als Ärger und Verlust der Lebensqualität - alles Dank des Euros! Merk nur ich das?

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Edda Kuhlmann

Natuerlich haben Sparmassnahmen das Problem verschlimmert,

aber die eigentlichen Probleme lagen nicht in dem Umstand, dass Staaten verschuldet waren, sondern warum sie verschuldet waren. Unflexible Arbeitsmaerkte, Buerokratie, ein ausufernder Staatsapparat, Vetternwirtschaft, der Unwille, Steuern zu zahlen, ein hoher Wechselkurs- um nur einige Probleme zu nennen. Durch die Euroretterei wurden die Zinsen kuenstlich gesenkt und massenhaft Gelder bereitgestellt, dadurch konnten die eigentlichen Probleme grosszuegig uebersehen und dringend notwendige Strukturmassnahmen auf den Sankt Nimmerleinstag hinausgezoegert werden. Das Schimpfen auf Sparmassnahmen mit gleichzeigem Ruf nach weiterer hemmungsloser Geldausgeberei ist lediglich ein weiterer Versuch, von den eigentlichen Problemen abzulenken und weiterzumachen wie bisher. Bloss nichts, was irgendwie wehtun koennte. Und wenn wir alle ueber die Klippe gehen ist jemand anders dran Schuld.

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Ralf Wagner

Krugman scheut die Frage nach den Ursachen des Desasters: seinen Empfehlungen

Was hat denn die PIGS’s, die FISH’s aber auch die USA, Japan und uns in diesen Krisenstrudel gebracht? Dieser Frage verweigern sich Krugman wie alle Radikalkeynesianer konsequent und fordern stattdessen ein Weiter-so und Mehr-davon.
Und warum? Weil es gerade ihre Rezepte einer hemmungslosen und mit Schulden finanzierten Staatsnachfrage waren, die fast alle Industrieländer an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht haben- und manche ein Stück weiter; weil es der durch sie immer wieder genährte Irrglaube an einen allmächtigen Staat war und ist, der genau diese Staaten über die Kredite auf der einen und die Geldemission auf der anderen Seite zum Bestandteil einer wuchernden Finanzwirtschaft macht.
Marktwirtschaft sieht anders aus. Lasst Staaten pleitegehen und Banken auch. Die wirklichen Verlierer wären dann die heutigen Nutznießer der Verschuldung.
Und Marktwirtschaft heißt auch Eigenverantwortung der Staaten und nicht Euro-„Solidarität“. Aber das ist ein weiteres Thema...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.02.2013 16:44 Uhr
Maik Freitag
Maik Freitag (MoikMC) - 18.02.2013 16:44 Uhr

die pelitebanken

hatten damit ja rein gar nichts zu tun oder?

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Karl-Heinz Drux
Karl-Heinz Drux (khd54) - 17.02.2013 17:39 Uhr

Wo ist das Ziel ?

Dass sich Kennzahlen in Griechenland wertmässig verbessern gegenüber den Vergangenheitswerten, zeigt nicht, dass sich die Situation in Griechenland verbessert hat, sondern dieses Phänomen ist lediglich eine Funktion der Rezession in diesem Land.
Selbst wenn die immer noch viel zu hohen Preise in dem Land sich wie die unter Regierungsdruck zwangsweise gesenkten Löhne ebenfalls reduzieren würden, fragt sich, ob am Ende ein Nutzen für die Griechen damit eintritt, da die Schulden auf dem Niveau verharren und nicht abwerten. Wie sollen die mit geringeren Löhnen und Wirtschaftsleistung nach einer errreichten inneren Abwertung bedient werden ?
Das gleiche Problem haben auch die FISH Staaten, die ihre "strukturellen Reformen" mit Rezessionen auslösenden Steuererhöhungen und Einschnitten bei den Sozialleistungen begonnen haben, wobei sich dabei kaum Effekte des Haushaltsausgleichs eingestellt haben. Das sich abzeichnende Ziel sind Staats- und Privatpleiten der EURO Länder von PIGS bis FISH.

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Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 17.02.2013 17:04 Uhr

die letze Mohikanerin, die noch austerity fordert, ist Eure Superspezialistin aus der Uckermark;

am naechsten Sonntag waehlt Italien, die einzigen uneingeschraenkten EU-EURO-Enthusiasten finden sich in der lista civica von Monti; selbst erweitert um die Katholiken von Casini und die Altfaschisten um Fini bestehen gute Chancen, dass dieser Menschenschlag an der 8%-Huerde des Senates scheitert; Bersani liegt in etwa zwischen der SPD und der Linken in seinen Ansichten; alle anderen, von Vendola ueber Berlusconi und Maroni bis zu Ingroia und Grillo, haben EU-Vorstellugen, die von der veroeffentlichten Berliner und Bruesseler Blockfloeten-Propaganda als ketzerisch gebrandmarkt wuerden; Italien hat die hoechste private Sparquote in Europa, wenn koennten uns selbst finanzieren, wie Japan, wenn wir nur wollten; aber wenn wir wollten, waere es auch das Ende des Euro und der Bruesseler Diktatur.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.02.2013 17:25 Uhr
Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 18.02.2013 17:25 Uhr

wir waeren doch dumm, wer glaubt denn noch an einen sauberen Ausgang fuer den Euro ? Aktien und

Immobilien mit dem italienischen Vermoegen .... und den Rest nicht imponibile werden lassen, von wegen condono. Ich versuche seit einem halben Jahr 11 Pressen, Stanzautomaten etc. zu verkaufen, aber im Block, ohne die Demontage lange hinzuziehen, Sie wissen schon ... 7 der Anlagen sind von Gasparini, da haette ich noch 2007oder 2008 keine Probleme gehabt; heutzutage kommen die Angebote nur aus Russland oder der Tuerkei, die Party ist vorbei, es tut mir leid fuer meinen Sohn, aber zumindestens will ich ihm die Chance geben, irgendwo auf der Welt neu anzufangen. In Europa kommt der grosse Schuldenschnitt ... und ich habe schon einmal erlebt, dass die Regierung Amato, in der letzten italienischen Waehrungskrise, ueber Nacht mit einem Dekret auf unsere Konten zugegriffen hat.

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Ulla Nachtmann

BITTE, Herr Krause

,Italien hat die hoechste private Sparquote in Europa, wenn koennten uns selbst finanzieren, wie Japan, wenn wir nur wollten; aber wenn wir wollten, waere es auch das Ende des Euro und der Bruesseler Diktatur'
.
Tun Sie es!
Wir dummen Deutschen mit dem inkorporierten Kadavergehorsam schaffen es offensichtluch nicht.
Wir kommen dann auch alle wieder nach bella Italia in Urlaub. Da geht man doch alleweil lieber hin als nach Spanien oder Frankreich.

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Thomas Gaugen

Europa hat eine Strukturkrise. Die kann man nicht mit Konjunkturprogramme a la Krugman lösen

Wenn die Radikalkeynesianer sich durchsetzen und Europa eine expansive Ausgabepolitik betreibt, wird das das Ende für den Euro sein: da unter der kurzen Kickwirkung der erhöhten Ausgaben das Wachstum ein Paar Quartale florieren wird, aber danach die Rezession umso toller toben wird und die Schulden und die Zinsen exponentiell steigen werden.
a.
Ökonomisch ist einfach zu erklären, wenn Europa nicht erkennt, dass die Globalisierung mehr Wettbewerbsfähigkeit verlangt, wird Europa verarmen.
Die radikalkeynesianische Ausgabenpolitik a la Krugman und Wolf erkennt nicht das Wettbewerbsproblem Europas und glaubt an ein Perpetuum Mobile, das man mit Hilfe von immer mehr Ausgaben aufrechterhalten wäre.
Da für die Radikalkeynesianer anscheinend keine Strukturkrisen gibt und nur Konjunkturprobleme möglich sind ist ihr Lösungsansatz ganz einfach gestrickt, man gibt immer mehr aus und dann sind alle Wachstumsprobleme gelöst (was natürlich wahr ist, bis dann kurz darauf die Ausgabeblase platzt).

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Egon Weissmann
Egon Weissmann (EgonOne) - 17.02.2013 16:04 Uhr

Was naechst fuer FISH & PIGS ?

Fish and Chips sind kaum gut genug um die FISH & PIGS zu retten.
Wie so ueblich scheint die Loesung fuer jegliche Finanzprobleme, mehr Geld auf das Problem zu werfen in der Hoffnung dass sich etwas verbessert.
Das Resultat war bis jetzt nur ein grosses Wachsen des Schuldenberges. Wie lange kann man so weiter machen?
Kommt dann so eine "Currency Reform" oder massive Waehrungs Devaluation?
Dazu noch die Frage: Wer will wohl die PIGS und FISH retten?
The money cupboard is bare.
Pax vobiscum

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Dieter Zorn

Hinter den Kulissen.

Man muss in dramatischen Zeiten sorgsam unterscheiden zwischen den Lippenbekenntnissen und dem, was hinter den Kulissen vorgeht. Die USA können so viele Dollars drucken, wie sie wollen, weil sie ihnen noch abgenommen werden müssen. Außerdem haben sie kaum Sparer, die über die Inflation enteignet werden könnten. Solange sie die Aktienkurse hochhalten, ist an dieser Front alles in Ordnung. Und ihre Währung verbilligt sich auch noch, was gut ist für den Export. Da kann man dann gut ein neues Freihandelsabkommen mit der EU verhandeln wollen, natürlich etwas einseitig. Das Fiscal Cliff ist dann nur Show. Die EU kann diesen Weg nicht gehen. Sie ist ein Flickenteppich bei der jeder einzelne Staat Pleite gehen kann und andere wirtschaftliche und finanzielle Möglichkeiten hat. Also hilft nur eine gewisse -Austeritätspolitik unter dem Schutz der EZB, die durch Gelddrucken und Inflationierung den Kurs absichert. Bezahlen tun hier die Sparer und die Exportnationen, da ihr Papiergeld nix Wert ist.

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Johann Otto

Das alte Lied...

...immer wieder neu gesungen, der alte Wahnsinn, beharrlich, unbelehrbar und uneinsichtig mit immer den selben Mitteln andere Ergebnisse (Europasozialismus) herbeiführen zu wollen. Und immer wieder das Staunen darüber, daß der Zauber nicht gelingen will. Wie wäre es einmal wieder mit klassischem Kapitalismus, mit klassischer Marktwirtschaft, vor allem mit Eigenverantwortung, jeder ist für sich selbst verantwortlich, das gilt für den einzelnen Menschen wie auch Regierungen. Vor allem: zurück zu den nationalen Währungen, zum friedlichen Miteinander der Nationalstaaten in einer europäischen Freihandelszone. Sie hat sich bewährt, keine Furcht vor Wechselkursen, auch im privaten Leben des einzelnen gibt es ein Auf und Ab. Das gegenwärtige Europa einsamer Eliten gehört auf den Müllhaufen der Geschichte!

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17.02.2013, 12:39 Uhr

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