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Mário Centeno : Portugiesischer Finanzminister wird neuer Eurogruppen-Chef

  • Aktualisiert am

Mário Centeno folgt auf den Niederländer Jeroen Dijsselbloem. Bild: HOSLET/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Durch viele nächtliche Sitzungen über Hilfskredite und Sparprogramme ist die Eurogruppe bekannt und wichtig geworden. Nun hat sich das Gremium der Finanzminister einen neuen Vorsitzen gewählt.

          Die Eurokrise hat einige Neuerungen in der Währungsunion hervorgebracht. Eine davon ist die Bedeutung der sogenannten Eurogruppe. Ihr gehören die Finanzminister der Währungsunion an und dieses Gremium ist einer breiten Öffentlichkeit durch unzählige spannende Spätabend-Sitzungen bekannt geworden über Rettungspakete, Hilfskredite, Sparprogramme. Quasi-legendär sind im Rückblick mittlerweile die Auftritte der Minister vor Beginn der Sitzung, zum Beispiel die des jüngst aus dem Amt geschiedenen deutschen Kassenwarts Wolfgang Schäuble.

          Nun hat dieses Gremium einen neuen Vorsitzenden - den portugiesischen Finanzminister Mário Centeno. Seine Kollegen wählten den 50 Jahre alten Politiker gerade in Brüssel. Er folgt auf den ehemaligen niederländischen Finanzminister Jeroen Dijsselbloem, der lange Zeit die Sitzungen leitete und sich über Parteigrenzen hinweg Anerkennung verdiente. Ab dem 13. Januar wird Centeno die Sitzungen leiten.

          Die Eurogruppe tagt allerdings schon wesentlich länger, nämlich seit dem Jahr 1998. Er infolge der Krise entwickelte sie sich allerdings zu einem zentralen Entscheidungsorgan. Der Eurogruppenchef hat dabei eine herausgehobene Bedeutung, weil er zugleich Vorsitzender des Gouverneursrates des Euro-Rettungsschirms ESM ist. Dieser vergibt milliardenschwere Kredite. Hilfsanträge von Staaten in Finanznöten müssen an den
          Eurogruppen-Vorsitzenden geschickt werden.

          Vor dem Niederländer Dijsselbloem führte der heutige
          EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Eurogruppe.
          Dijsselbloem übernahm den schwierigen Job mitten in der Schuldenkrise im Jahr 2013.

          Quelle: ala./dpa

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