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Portugals Regierungspartei : Schäuble als „Brandstifter“ bezeichnet

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Ein Freund der schwarzen Null: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in Berlin am 25.10.2016. Bild: dpa

Deutschlands Sparpolitik stößt auf Widerstand. Der Chef von Portugals Regierungspartei nennt Finanzminister Schäuble einen „Brandstifter“. Zu den deutschen Bürgern hat Carlos Cesar ebenfalls eine klare Meinung.

          Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat mit kritischen Bemerkungen die regierenden Sozialisten in Portugal verärgert. Der Chef der Regierungspartei, Carlos Cesar, verwahrte sich am Donnerstagabend gegen die Kritik des deutschen Ministers. „Wie jeder weiß, ist der deutsche Finanzminister ein Brandstifter, der sich als Feuerwehrmann zu präsentieren versucht“, sagte Cesar im Radiosender TSF.

          Cesar verwies auf die Investitionen deutscher Unternehmen in Portugal. „Seine Landsleute denken nicht wie er“, sagte der Sozialistenchef mit Blick auf Schäuble. Er selbst höre „vor allem auf jene Deutschen, die Portugal kennen, und deshalb wissen, wovon sie reden“, sagte Cesar.

          Schäuble hatte am Vortag zum wiederholten Male die Abkehr der linken portugiesischen Regierung von der strengen Sparpolitik kritisiert. Portugal sei bei der Bewältigung seiner Schuldenkrise sehr erfolgreich gewesen, bis dann im vergangenen Jahr die neue Regierung die Geschäfte übernommen habe, hatte Schäuble gesagt.

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