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Kreditwürdigkeit behalten : Portugal bleiben neue Probleme erspart

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Portugiesische Euro: Der Haushalt des Landes wird vor keine neuen Probleme gestellt. Bild: dpa

Portugal kann weiter mit niedrigen Zinskosten planen. Anders als befürchtet behält die Ratingagentur DBRS ihre bisherige Einstufung über die Kreditwürdigkeit des von der Eurokrise geplagten Landes bei.

          Aufatmen im hochverschuldeten Portugal: Die Ratingagentur DBRS behielt am Freitagabend bei ihrer mit Spannung erwarteten Entscheidung über die Kreditwürdigkeit des Landes ihre bisherigen Einstufungen bei. Damit fällt das Land nicht aus dem Anleihen-Aufkaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) heraus und kann voraussichtlich weiter Kredite zu eher moderaten Zinssätzen aufnehmen. Hätte die Agentur anders geurteilt – was im Vorfeld nicht ausgeschlossen worden war – hätten Unruhe an den Finanzmärkten und neue Probleme für Portugals Haushalt gedroht.

          Die kanadische DBRS teilte aber am Freitag nach Ende des Börsenhandels in Europa mit, die langfristigen Verbindlichkeiten Portugals weiter bei „BBB“ und den Ausblick bei „stabil“ zu belassen. Die wirtschaftliche Erholung des Landes setze sich fort, hieß es zur Begründung. Zudem mache das Euro-Mitglied Fortschritte bei der Reduzierung des Haushaltsdefizits.

          Ein Zeichen des Vertrauens

          Die DBRS gehört für die EZB zu den vier Agenturen, die sie für ihre Kaufentscheidung heranzieht. Da Portugal von den anderen drei Agenturen schon ein zu schlechtes Rating bekommen hat, war die Anspannung in Lissabon am Freitag groß. Eine Sprecherin des Finanzministeriums sagte, die Entscheidung der DBRS sei ein Zeichen des Vertrauens. Portugal habe zwar noch einen beschwerlichen Weg vor sich, mit dem stabilen Ausblick der DBRS könne man diesen aber gestärkt gehen.

          Obwohl Portugal eine Schuldenlast von mehr als 130 Prozent der Wirtschaftsleistung drückt, kann es sich an den Märkten zu eher günstigen Konditionen mit frischem Geld eindecken. Für zehnjährige Anleihen wurde zuletzt ein Risikoaufschlag von 3,29 Prozent fällig. Zum Vergleich: Bei Werten jenseits von zehn Prozent musste Portugal 2011 unter den Rettungsschirm flüchten. Erst 2014 konnte es das Hilfsprogramm der EU verlassen, nachdem es mit 78 Milliarden Euro vor der Pleite gerettet worden war.

          Die DBRS warnte am Freitag allerdings, die Lage für Portugal könnte sich verschlechtern, wenn das Land seinen Kurs einer nachhaltigen Wirtschaftspolitik verlassen oder sich die Konjunktur deutlich schwächer als erwartet entwickeln. Die neue linke Regierung in Lissabon hat bereits eine Abkehr vom Spar- und Reformkurs vorgenommen, was die EU-Kommission kritisiert. Dem Land droht wegen verfehlter Defizitziele im vorigen Jahr eine Geldstrafe.

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