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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
 

Kommentar Monetäre Staatsfinanzierung in Irland

 ·  Die Grüne Insel gilt als die Erfolgsgeschichte in der Krise. Doch Irland war von Anfang an ein Sonderfall. Jetzt hat die EZB dem Land auch noch große Zugeständnisse gemacht. Da bleibt ein fader Nachgeschmack.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (41)
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Wilhelm Surmann

Ihr werdet arm und einsam sterben! Und hungrig!

Naja, es stimmt nicht, aber danke für die Aufmerksamkeit. Sie glauben an die Menschheit, Herr Stelzner. An die Kraft der Fakten. Das ist ein guter Artikel und ich bin Ihnen dankbar, dass Sie die Dinge beim Namen nennen und zugleich verständlich darlegen. Ich kann mir geradezu ausmalen, wie Sie sich zurücklehnten, dachten „So, jetzt ist es ausgesprochen! Irland druckt Geld.“ und auf den allgemeinen Aufschrei warteten. Hab ich auch. Aber der kommt nicht.

Um es kurz zu sagen: Wir sind blöd und gleichgültig. Vielleicht braucht es einen „Ihr und werdet betrogen“-Reißer, um uns für solch ein Thema zu öffnen. Immerhin ist es ein Skandal. Wobei ich mich frage: Ist es eigentlich ein Skandal, wenn sich niemand aufregt? Oder ist Rechtsbruch durch Institutionen jetzt Teil unseres Selbstverständnisses? Wie auch immer, schreiben Sie weiter, vielleicht regt sich ja beim nächsten Mal etwas. Ich drücke die Daumen. Ich vermute, 48 Kommentatoren drücken mit.

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Erik  Forell
Erik Forell (erikrot) - 15.02.2013 22:59 Uhr

Luegen Luegen Luegen nicht nur bei Irland Rettung

Mit dieser Regelung koennen Draghi und Schaeuble gleich neben Madoff auf der Anklagebank platznehmen. Verbotene Staatsfinanzierung! Versucht umzustricken von Winkel-Winkeladvokaten.
Draghi koennte allerdings Terminschwierigkeiten bekommen. Er muss sich ja auch noch wegen der geheimen Vergabe eines Darlehens an die Banco MPS, unter Bruch der ESZB-Regeln, von Eu2 Mrd. in seiner Rolle als Notenbankchef Italiens im Sep/Okt 2011, drei Monate vor Amtsantritt bei der EZB verantworten. Und dann ist da auch noch das Problem der verpatzten Bankenaufsichtsrolle von Draghi beim Kauf der Bank Antonveneto durch die BMPS.
Unfaehigkeit oder Amtsmissbrauch, dass muesste durch Gerichtsurteil entschieden werden. Auf jeden Fall ein riesieges Fragezeichen in bezug auf die Eignung als Chef der EZB und der zukuenftigen europ. Bankenaufsicht. Mit Sitz in Frankfurt, ein Pfahl im deutschen Fleische.

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Andreas Gehrmann

Naja,

Asmussen hat letztens bei Prof. Richard Werner gelernt - leider hat er die Lektion nicht vollständig verstanden!
1. Warum soll ein direkter Kredit einer Notenbank an Staaten zu einer Inflation führen und Billionen an Geschäftsbanken nicht? Quatsch, oder?
2. Eine Zentralbank schöpft Geld aus dem Nichts! Das ist ihre Aufgabe, ihr Privileg und Monopol - darum gibt es sie. Äh, ach nee, doch kein Monopol, denn die Geldschöpfung der ZB macht ca. 3% aus, der Rest wird durch die Giralgeldschöpfung der Geschäftsbanken per Kreditvergabe geschöpft. Aber das sind ja nur "Marginalien", um die muss man sich nicht kümmern ...
3. Wenn die ZB nun den Banken die faulen Kredite zum Nominalwert abkauft? Was dann?
Kriegt dann jemand Zahnschmerzen? Das ist bei der ZB nur eine Zahl in der Bilanz (s.o.)!!!
4. Wenn dann der Staat keine Anleihen mehr ausgibt und sich statt dessen über KREDITVERTRAG bei den Banken Geld besorgt? Wie schlimm ist das denn? Das würde ja Probleme lösen?? (Richard Werner bei YT)

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2013 15:53 Uhr
Bernd Klehn

Bitte genauer

Die durch die Euro-Zentralbanken bereitgestellte Geldbasis M0 liegt im Augenblick im Euroraum bei ca. 2Billion. M1 beträgt 5Billionen (Giral- plus Bargeld). Die Geschäftsbanken haben also für 3Billionen oder 60% Versprechen auf Zentralbankgeld in den Büchern, die sie bei einem Bankenrun nicht erfüllen könnten, es sei denn die Zentralbank druckt gegen Sicherheiten und Zinsen die entsprechende Zentralbankgeldmenge nach. Aber hierum geht es doch gar nicht, sondern um die Tatsache, dass die eine Nation Geld druckt und die anderen für Geld arbeiten müssen, dabei ist nicht die Sonderstellung der Geschäftsbanken im Geldsystem gemeint, sondern die Ungleichbehandlung der Eurozonenmitglieder. Grob: Die Eurokrisenländer drucken Geld, wir arbeiten. Ich dachte Zentralbankgeld würde in der Eurozone gleichmäßig verteilt werden, wir 27% , aber nicht die einen drucken, die anderen arbeiten. Dieses ist keine faire Währungsunion.

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Bernd Klehn

Schussfolgerung von Jürgen Stark zum Asmussen Deal

"Da Staatsfinanzierung vorliegt, muss ein rascher Abbau der von der irischen Zentralbank gehaltenen Staatsanleihen erfolgen. Aber dann hat der Musterschüler ein neues-altes Problem."

Die 20Mrd. Staatsschulden sind halt nicht durch Eurosystem-Staatanleihenkäufe (was auch schon sehr sehr fragwürdig wäre) , oder Rettungsschirme oder Target2 finanziert, sondern werden simple durch die Nationale Notenbank gedruckt. Neben ELA, Target2, Eurosystemstaatsanleihenkäufe eine weiteres überraschendes Schupfloch des Eurosystems

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Gerhard Storm

Draghische Dummkopf-Diktaturs-Machenschaften sind nun eindeutig gegen die EZB-Statuten

u. das EU-Nobailout gerichtet. Indem eine eher kurzfr. in eine langfristige Staatsverschuldung u. damit eindeutig regelwidrige Finanzierung des irl. Staatsdefizits umgewandelt wurde. Da die EZB-Schummelbank keiner Kontrolle unterliegt u. die EU-Fürsten froh sind, nicht selbst Rechenschaft für ihre Spitzendummheiten ablegen zu müssen, sind Eurolandes Bürger darauf angewiesen, dass die nat. Parlamente u. Regierungen gegen die EU u. die EZB-Hazardeure vorgehen. Nichts dgl. passiert. Die Draghi devoten Merkel u. Schäuble schweigen genaus so ergeben wie das restliche dt. Abnickparlament. Selbst der in Geldangelegenheit nicht unerfahrene Steinbrück verliert über die EU- u. EZB-Finanz-Machenschaften kein Sterbenswörtlein. Lieber legt er genaue Rechung über seine Redeeinkünfte, die aber außer seinen neidischen Genossen, niemanden interessieren. Er hat auch noch nicht versucht, seinen Genossen zu erklären, dass eine regelwidrige EZB die ganze EU gefährdet. Nicht nur D u. den €!

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Hanns Hartz
Hanns Hartz (HanHar) - 13.02.2013 17:11 Uhr

Was spricht dagegen?

Es ist schon seltsam: Wenn der Staat mit zig Milliarden die Banken raushaut - und das heißt ja in letzter Konsequenz, das Geldvermögen vermögender Privatleute rettet, dann ist das für diese Zeitung immer in Ordnung. Zur Rechtfertigung wird dann die nebulöse Metapher der drohenden Kernschmelze bemüht. Warum darf das sinnlos - d.h. ohne tragbares Geschäftsmodell - geschöpfte Geld nicht einfach aus dem Wirtschaftskreislauf verschwinden und so Inflationsgefahren vorgebeugt werden? Es wären ein paar Zahlen gelöscht worden und ein paar Reiche etwas ärmer geworden. Doch wenn um diese übernommene Garantie zu bedienen dann nicht der Staatshaushalt brutal zusammengestrichen wird, wird vor der Inflation gewarnt. Ist es nicht gleichgültig, wer das Geld schöpft, ob Privatbanken oder Staaten? Kommt es nicht vielmehr darauf an, ob gleichzeitig entsprechende u angemessene Gegenwerte geschaffen werden? Nur wenn Nullwerte (CDO, CDS) dem geschöpften Geld ggenüberstehen, droht Inflation.

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Bernd Klehn

Antwort auf Irland wettbewerbsfähig???

Irland hat mit seinen sehr niedrigen Unternehmenssteuersätzen durchaus ein funktionierendes Wirtschaftsmodell und ist Endmontageplatz und Vertriebsplatz für viele Großkonzerne, die dadurch ihre Gewinne nach Irland verlagern können und dort niedrig versteuern. Ihr bleibt für Irland genügend an Steuern und Arbeitspläzte über. In wie weit dieses unfair gegenüber anderen Standorten unfair ist, ist eine andere Frage. Anders sieht es mit dem Finanz- und Bankenmarkt aus. Hier ist Irland als Geldwaschplatz, mit 1500% Kapitalverquickung mit dem Ausland, genauso wie Island gescheitert und wahrscheinlich von den alten Geldwaschplätzen, Luxemburg, New York und London über den Tisch gezogen worden, die zu jeder Zeit riesige Gewinne einfahren. Es wäre für Irland besser gewesen, so wie Island, diesen Bereich pleite gehen zu lassen und abzuwickeln. Wahrscheinlich hätten dann nur UK und USA aufgejault, aber es wären die richtigen getroffen worden.

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Michael Arndt

Irland und wettbewerbsfähige Wirtschaft???

Irland hatte die nie, hat die nicht und wird sie nie haben.
Was wird in Irland produziert? Meines Wissen ist der einzige profitable Geschäftszweig die internationale Steuerhinterziehung.
Irland hatte nur aufgrund exzessiver EU-Mittel eine Sonderkonjunktur, ganz einfach deshalb, weil die Iren gar nicht so viel Geld ausgeben konnten wie sie bekamen.
Ansonsten aber vielen Dank für diesen aufhellenden Artikel, jetzt weiß ich wenigstens wie Irland die Verschuldungskriterien offiziell einhalten kann. Sonst hätte ich mich sehr gewundert, weil es faktisch ausgeschlossen ist...

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Kurt Tergast
Kurt Tergast (Kurgast) - 13.02.2013 12:20 Uhr

"das Papier nicht mehr wert, auf dem der Gesetzestext gedruckt ist"

Nun, gerade das ist doch DAS Markenzeichen der Euroretter. Verträge sind dazu da, gebrochen zu werden - alternativlos. ;-)

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Julius Calvelage
Julius Calvelage (julca) - 13.02.2013 12:17 Uhr

Wir haben bereits eine Transferunion

Auch wenn ich die Wettbewerbsfähigkeit der irischen Wirtschaft (die meines Wissens nach hauptsächlich durch EU-Subventionierung, Euro-Kreditkonditionen und dem berühmten Irish Double Bestand hat und wegen der hohen Dienstleistungsorientierung extrem anfällig für Krisen und Blasen jeder Art ist) etwas pessimistischer einschätze als Herr Steltzner, weist er einmal mehr auf eine Tatsache hin, die mittlerweile wirklich nur noch von Ignoranten, Lügnern und Dummköpfen bestritten werden kann:

Der Euro führt zwangsläufig in eine Transferunion, in der die stärkeren Staaten die schwächeren unterstützen müssen. Ob Stärken und Schwächen nun selbst verschuldet (z. B. durch politische Entscheidungen) oder durch externe Faktoren ausgelöst wurden, ist dabei ebenso unbedeutend wie die Form (Geldabwertung durch monetäre Staatsfinanzierung, Rettungsschirme oder Direkttransfers). Dass Schäuble als progressivster Akteur dieser (vertragswidrigen) Entwicklung auftritt, grenzt an Hochverrat.

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Heino Ewerth
Heino Ewerth (Illoinen) - 13.02.2013 11:49 Uhr

Erst die Deregulierung der Finanzmärkte, brachten Länder in Schwierigkeiten

Auch wenn die FAZ erwartungsgemäß dieses Abweichen vom marktkonformen Kurs kritisiert, ist die im Artikel beschriebene Stundung der Zinsen über die irische Notenbank goldrichtig. Warum nicht für andere Länder auch ein Schuldenmoratorium, das nur von den Notenbanken umgesetzt werden könnte. Denn eines sollten alle Kritiker bedenken, es waren nicht Länder sondern Investmentbanker, welche sich die Deregulierung seit den 80ziger Jahren zu Nutze machten, um in Teilen durch kriminelle Betrügereien, dass System fast zum Absturz zu bringen. Viele Länder hatten vor der Finanzkrise weniger Schulden als Deutschland Aber einen Haken hat die Sache. Wie der irische Notenbankexperte Karl Whelan es darstellt, musste die irische Notenbank bei dem Deal eine Klausel implementieren, die besagt, dass sie einen Teil der neuen Anleihen an private Investoren verkaufen muss. Warum eigentlich?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.02.2013 10:01 Uhr
Karl Hammer

Und die Investmentbanker haben die Länder dazu gezwungen Schulden zu machen?

Und sie haben die Länder dann dazu gezwungen die Banken zu "retten"?
Es hat keine Deregulierung gegeben. Deregulierung hätte bedeutet, daß pleite geht wer schlecht gewirtschaftet hat. Statt dessen wurde die Regulierung nur verschoben, durch die nachgeschobene "Rettung". Es wurde am Leben gehalten was marode ist und was sich nebenbei vorher mit billigem Staatsgeld in den Konkurs spekuliert hatte. Der Markt hätte längst kurzen Prozess gemacht mit so manchem Unternehmen. Es hätte ein Beben gegeben, und danach wäre es wieder bergauf gegangen. Aber darum geht es gar nicht.
Es geht darum, die Macht der Bürokratie zu vergrößern, dazu wird diese staatsinduzierte Krise genutzt.

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Bernd Klehn

Details

Übrigens der Zinssatz beträgt Euribor plus 263 Basispunkte, diese fließen allerdings wie bei der alten ELA Regelung via Nationale Zentralbank zurück an den Staat, hier liegt also nicht der Gewinn für den irischen Staat, sondern es findet einfach keine Tilgung bis 2038 statt und damit der Zwang diese Mittel zu finanzieren. Fernerhin müssen 6,5Mrd. der Bonds bis 2022 an den privaten Finanzmarkt verkauft werden. Mal sehen ob dieses dann noch gilt. Hauptsinn der Aktion: Die Staatsschuld wird auf einen Schlag erhöht, nicht aber in der Nettoneuverschuldung ausgewiesen und die Nettoneuverschuldung der nächsten Jahre sinkt erheblich und soll somit die Maastrichtrichtlinien erfüllen, fernerhin braucht man bis 2022 keine Zinsen an Privatinvestoren bezahlen.

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Dieter Spethmann
Dieter Spethmann (dspeth) - 13.02.2013 09:22 Uhr

Frankreich will Inflation - Irland liefert das Modell - Draghi schafft die Kasse- Erfinder Schäuble

Das ist doch sonnenklar. Armer deutscher Sparer. Und das alles geht zurück auf Schäuble 1990. Damals suggerierte er seinem Chef Kohl, man könne mit frisch gedruckten DMark der Bundesbank die erste gesamtdeutsche Wahl gewinnen. Die Sache klappte, wie man weiss. Auf der Strecke blieben die vielen kleinen Privatunternehmen der DDR (Handwerkerbetriebe usw), die die Löhne 1:1 in DMark nicht zahlen konnten. Aber Kohl war Herrscher und konnte von „Blühenden Landschaften“ faseln. Auf der Strecke blieben, und das bis heute, auch die Investoren, weil sie durch die Missachtung des Eigentums durch Kohl und Schäuble irritiert wurden. Der Freistaat Sachsen erreicht selbst heute nur 70% der Wirtschaftsleistung des Regierungsbezirks Köln. Facit. (1) Schäuble folgt Shakespeare „Dies über alles, bleib Dir selber treu.“ (2) Merkel folgt blindlings. (3) SPD-Mann Asmussen ist der Wegbereiter der nächsten „Großen Koalition.“

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.02.2013 16:12 Uhr
gisbert heimes

@ Christoph Matthies: Und vergessen Sie auch nicht

was Oskar Lafontaine dazu sagte.

Aber das wollten 'wir' mehrheitlich damals nicht hören. Dafür zahlen wir (ohne Anführungszeichen) noch is bweit in die Zukunft. Alle.

PS: Völlig richtig: nicht alle, aber zahlreiche Betriebe der DDR-Wirtschaft hätten speziell auf den osteuropäischen Märkten noch ein Jahrzehnt und länger profitable Absatzchancen gehabt. Und so bedeutend schneller, kostengünstiger und 'schmerzfreier' Anschluß an die westdeutsche Wirtschaft finden können.

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Christoph Matthies

Was die Wirtschaftsleistung Ostdeutschlands betrifft

vergessen Sie nicht die verbrecherischen Tätigkeiten eines Vereins names "Treuhand", dessen Ausverkauf der ostdeutschen Wirtschaft einen großen Teil der Wettbewerbsfähigkeit dieses Landes bis heute liquidiert hat. Unter eben dem Vorwand der geringen Wettbewerbsfähigkeit "maroder" ostdeutscher Unternehmen wurden zahlreiche durchaus konkurrenzfähige Unternehmen verscherbelt und zerschlagen. Ich empfehle z. B. das Buch: "Die große Enteignung: Wie die Treuhand eine Volkswirtschaft liquidierte".

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Roland Magiera

Irland wurde mit EU-Subventionen regelrecht zugeschüttet

Als die schon regelrecht wahnhafte Subventioniererei begann, war Irland weit abgeschlagen und weit hinter Deutschland.
In der Zwischenzeit wurde Irland dermaßen mit unserem Geld zugeschüttet, dass die zu Beginn der Krise 2009 einen deutlich höheren Lebensstandard hatten als die von ihren eigenen Regierungen rücksichtslos Verzweckten und Bestohlenen.

Jeder der einen Funken Verstand in sich trägt, weiß wie nachhaltig so ein "Boom" ist, versiegen die großzügigen Zuwendungen, kommt unabwendbar der Absturz.

Man kann nicht anders als festzustellen, dass der deutschen Politik die Iren weit näher am Herzen liegen als die eigenen Bezahlwerkzeuge, das deutsche Volk hat keine Chance, wir werden für einen wirren Gedanken verheizt. Wer kann verlässt die Zone, hier gibt es keinerlei Hoffnung mehr.
Die Sehnen der Zone sind Enteignung und Umverteilung, kurz die rücksichtslos unmenschliche Verzweckung der tätigen Völker, bis man dort jede Kreativität, jeden eigenen Willen erfolgreich erstickt hat.

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Fred Strohmann

Warum--Versuch einer mgl. Antwort

Weil ansonsten der Repressions- und Desinformationsapparat besonders aus dem Ministerium der Wahrheit ( freie Auswahl zw. Medien,Politik... ) zu noch größerer Form auflaufen würde. Das wollen wir aber alle nicht wirklich. Insofern stellen die "aufgeklärten" Menschen immer noch eine,trotzdem leider, zu vernachlässigende Marginalie dar.
( diesen und andere kritische Artikel dieser Zeitung, schließe ich davon ausdrücklich aus)
Einen schönen Tag noch.

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Eckbert Reinhardt

Und wir haben ja auch was davon!

Eine stets steigende Anzahl von Jobs im Niedriglohnsektor, prekäre Beschäftigungsverhältnisse mit Scheinselbstständigkeit, steigende Altersarmut und immer höhere Zuzahlungen für ehemals voll finanzierte Kassenleistungen, etc. und weil wir so reich alle hier sind, können wir natürlich auch die kompletten Lasten des weltweit vagabundierenden Investkapitals tragen! Das Investoren von Risikoanlagen ihr Risiko selbst tragen, undenkbar - aber das der Wohlfahrtsstaat laut A. Merkel nicht mehr finanzierbar ist, wird so zur Tatsache - man muss nur sagen wo man hin will - die Frau sagt es und so wie sie agiert, wird sie es auch schaffen - Rolle Rückwärts ins 19. Jahrhundert, da war eh immer mehr los: Kriege, Hungersnöte, Elend - viel Spaß damit!

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Karl Hammer

Es wird Zwangshypotheken und Eurofluchtsteuern geben,...

nur eine Frage der Zeit.
Wer glaubt, daß der Staat unsere Interessen vertritt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Und das hat nichts mit der falschen Politik zu tun, sondern mit der Politik.
Wir sind miteinander vernetzt und haben Zugriff auf Expertenwissen.
Was haben die Leute in den Regierungen uns eigentlich noch vorraus, abgesehen davon, daß sie ihren Stiefel auf unserem Nacken stehen haben?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.02.2013 23:15 Uhr
Karl Hammer

@Rolf Huchthausen

Tja, wenn wir still halten und zahlen, dann kann das noch ewig so weiter gehen.
Die Wahlen sind mir auch schleierhaft. Egal mit wem man spricht, weit über 50% sind verärgert bis wütend und frustriert. Aber bei den Wahlen passiert rein gar nichts.
Ich kann daraus nur folgern, daß die Deutschen im stillen einverstanden sind. Es ärgert mich aber für mein Geld, weil ich bin nicht einverstanden, werde aber auch mit in den Schlamassel gezogen, und kann rein gar nichts machen, ausser mal mit Bleistift ein Kreuzchen, das keine Rolle spielt.
Ich wünsche mir einen Staat, in dem ich wählen kann ob ich Leistung und Abgabe will oder nicht. Ich will keine Partei wählen, ich will durch mein Geld wählen. Ich wünsche mir einen Staat, mit dem ich einen Vertrag habe, zu dem ich nicht stehe wie ein Untertan, der mir ebenso verpflichtet ist, und den ich auch ablehnen kann.

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Rolf Huchthausen

Ihre Überschrift, @ Herr Hammer, ist ein Hammer! Und trifft's!

Der größte Feind der Politiker ist eine bewußte und informierte Bevölkerung! Die Lügen, die uns ständig aufgetischt werden, kann meine 10-jährige Tochter mit einfachen Handgriffen im www. schon erkennen.

Inwiefern man Steuern als Zwangsinstrument betrachtet, bleibt jedem selbst überlassen. Aber es kommt hier darauf an, die Verhältnissmäßigkeiten zu berücksichtigen. Seit der Wende 1989 hat der freie finanzielle Bewegungsspielraum stetig abgenommen, mit dem €URO gab es - zu Preisen - noch eine Schippe drauf auf die Zwangsvergemeinschaftung!

Das alles erleben wir aus der Situation eines geistigen Käfigs und der Ohnmacht, wir sehen der Gefahr ins Auge und können nix machen! Außer wählen! Nie wieder CDUCSUFDPSPDSEDGRÜNE! Das NDS-Wahlergebnis mit 4 % "Sonstige" ist mir schleierhaft.

Ich muß viel dienstreisen, was mir anderenorts anvertraut wird, öffnet Augen: "Dass sich Deutschland das gefallen läßt!" Wir steuern auf eine absolute Katastrophe zu, und dann geht es auch um Schuld!

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Bernd Klehn

Jörg Asmussen

Das SPD Mitglied Jörg Asmussen wird immer mehr zum Gegenpart der Geldpolitik der Bundesbank. Warum ist mir schleierhaft. Für seine Taten wird der Westdeutsche Arbeitnehmer am Ende teuer bezahlen müssen und auch noch die Eurokrisenländer finanzieren, nach dem er seit 20!!! Jahren, erst wegen der Deutschen Einheit, dann wegen Finanzkrise, keine Reallohnerhöhung erhalten hat.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.02.2013 11:35 Uhr
Gerold Keefer

Schleierhaft? Asmussen ist die ferngelenkte Drohne der Finanzindustrie!

Eine andere Erklärung lassen seine unsäglichen Handlungen zu Lasten des deutschen Steuerzahlers in den letzten sechs Jahren nicht zu!

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Hans-Jörg Rechtsteiner

An den faden Nachgeschmack, Herr Steltzner, werden Sie sich gewöhnen müssen

Denn es ist inzwischen klar geworden, daß die Rettungsschirme viel zu unbequem sind, um die Überschuldungsprobleme der notleidenden Euro-Staaten aufzufangen. Der eigentliche Rettungsschirm heißt daher EZB. Asmussen wird also immer öfter die Reißleine ziehen.

Bei allen Schneeballsystemen sind die Späteinsteiger die Düpierten. Wenn der deutsche Michel schließlich auf die Idee kommt, sein Stück vom Inflationskuchen einzufordern, ist der längst aufgegessen. Na ja, nicht so schlimm, er hatte eh einen faden Nachgeschmack. Michel zieht ohnehin das harte Vollkornbrot vor: Er rackert sich in den Fabriken ab, jubelt über den Exportüberschuß und läßt sich mit frisch gedrucktem Target2-Geld bezahlen.

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Rolf Huchthausen

Die Frage, die man sich unwillkürlich anhand derartiger "Deals" stellen muß, ...

... auf wie viele Generationen ist die €URO-Retterei ausgelegt? Tilgungsbeginn 2038, also 2 - 3 Generationen von heute?

Ich sollte mich irren, wenn dieses Beispiel nicht Schule macht! Wie im Artikel dargestellt, die Iren ziehen ja auch nur den Griechen und den Portugiesen nach! Jetzt legen die Iren sogar vor. Ergo ... ?

Ich frage hier ständig nach: was leisten die Eliten? Und was glauben wir alle, wie lange das alles noch ohne Krawall so weiter geht? De facto ist die Verschuldung im €URO-Raum seit 2010 um über eine Billion €URO gestiegen!

€URO-Retterei ist für mich aktive Kriegstreiberei. Schon meine seelige Oma wußte, nur wenn etwas zerstört wird, kann wieder aufgebaut werden. Und nach einem Krieg mit ordentlich Blutzoll gibt es wieder mehr Platz.

SIPRI in Stockholm hat sich mit dieser These bereits beschäftigt. Einfach googeln!

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12.02.2013, 20:11 Uhr

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