http://www.faz.net/-gqu-75ji8
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 06.01.2013, 10:43 Uhr

Handelsminister Irland will pünktlich unter dem Rettungsschirm hervortreten

Bis zum Jahresende will Irland auf die Hilfe aus dem Euro-Rettungsschirm verzichten, sagt der Handelsminister. Die Unternehmenssteuern sollen dabei niedrig bleiben.

© AFP

Irland bereitet seinen Ausstieg aus dem Euro-Rettungsschirm vor. „Wir erwarten, dass wir den Rettungsschirm, unter dem wir Ende 2010 Zuflucht suchten, fristgerecht verlassen werden“, sagte der irische Außen- und Handelsminister Eamon Gilmore dem Magazin „Wirtschaftswoche“. Über Irlands umstrittene niedrige Körperschaftssteuer von 12,5 Prozent werde in diesem Zusammenhang nicht verhandelt.

„Irland hat seinen Beitrag schon geleistet“, sagte Gilmore. Schließlich sei der irische Steuerzahler „in die Bresche gesprungen, indem er eine Garantie für das gesamte Bankensystem unseres Landes“ übernommen habe. Irland hatte von der EU und dem IWF ein Rettungspaket in Höhe von 85 Milliarden Euro erhalten, soll aber ab Ende 2013 wieder in vollem Umfang an die Kapitalmärkte zurückkehren. Erste Gespräche über den Ausstieg laufen laut Gilmore bereits.

Mehr zum Thema

„Inzwischen sprechen wir mit den Vertretern der Troika aus EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) bereits darüber, was wir tun müssen, um das Programm zu verlassen“, sagte der Minister. Sein Land setze auf ein Entgegenkommen der EU-Partner, um die irischen Steuerzahler hinsichtlich der hohen Kosten der Bankenrettung zu entlasten.

Umstritten ist, ob ein Beschluss der Euroländer, dass der Euro-Rettungsfonds ESM marode Banken direkt rekapitalisieren darf, rückwirkend auf Irland angewendet werden soll. „Europa braucht einen Erfolg und Irland ist der führende Kandidat dafür“, sagte Gilmore.

Quelle: FAZ.net / AFP

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Allensbach-Umfrage Abschied mit Bedauern

Der Brexit hat den Deutschen den Wert der europäischen Einigung vor Augen geführt. Auch wenn viele Europa mit zerstritten assoziieren, sieht eine deutliche Mehrheit Deutschlands Zukunft in der EU. Mehr Von Thomas Petersen

22.07.2016, 21:15 Uhr | Politik
Amerika Tausende Häuser von Buschfeuer in Kalifornien bedroht

Die seit Wochen andauernden Waldbrände in Kalifornien haben inzwischen eine Fläche von rund 90 Quadratkilometern erreicht. Besonders bedroht ist die Gegend in der Nähe der Kleinstadt Santa Clarita, rund 65 Kilometer nordwestlich von Los Angeles. Viele Gebäude wurden von den Flammen zerstört. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Mehr

26.07.2016, 08:30 Uhr | Gesellschaft
Oliver Seidl Media-Saturns Finanzchef schmeißt hin

Europas größter Elektronikhandelskette steht neuer Streit ins Haus: Der Finanzchef wirft hin. Ein wichtiger Anteilseigner will das schon lange - und macht nun weiter Dampf. Mehr

26.07.2016, 13:16 Uhr | Wirtschaft
Wahlkampf in Amerika Donald Trump setzt auf Recht und Ordnung

Der umstrittene Baumilliardär nimmt unter dem Jubel von tausenden Unterstützern formell die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner an. Mehr

22.07.2016, 19:27 Uhr | Politik
Baden-Württemberg Alternative zur AfD als Fraktion zugelassen

Die sogenannte Alternative für Baden-Württemberg von AfD-Chef Jörg Meuthen darf eine Fraktion sein. Damit ist der Streit aber noch nicht vorüber. Mehr

26.07.2016, 22:16 Uhr | Politik

Leeres Gerede

Von Werner Mussler, Brüssel

Die EU-Kommission sieht von Bußgeldern gegen Spanien und Portugal ab. Dieser Schritt ist unter mehreren denkbaren Optionen die mildeste. Schade. Mehr 1 29

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden