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HWWI Ökonom will eigene Steuer für die Eurozone

Die Eurozone soll eine eigene Arbeitslosenversicherung und eine eigene Steuer bekommen, schlagen Ökonomen und eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vor. Deutschland würde insgesamt 40 Milliarden Euro mehr zahlen.

© Röth, Frank Vergrößern

Die Schwierigkeiten des Euroraumes liegen an den strukturellen Unterschieden zwischen den 17 Mitgliedsländern. Das Hamburgische Weltwirtschaftsarchiv HWWI und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC schlagen daher vor, die Eurozone über eine länderübergreifende Arbeitslosenversicherung und über eine am Volkseinkommen bemessene Europasteuer zu stabilisieren. Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung soll bei 2 Prozent liegen. Aus diesem Topf würde jeder Arbeitslose der Eurozone ein Jahr 30 Prozent seines letzten Nettoeinkommens bekommen. Danach würden die nationalen Hilfsmaßnahmen einsetzen.

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Zum zweiten schlagen die Autoren eine Europasteuer von 10 Prozent des Volkseinkommens vor. Aus diesem Topf sollen Maßnahmen finanziert werden, die der strukturellen Angleichung der Länder dienen. Die Verwaltung des Topfes obläge einem europäischen Finanzminister.

Empfängerländer sollen Geld frei einsetzen

Die vorgeschlagenen Maßnahmen haben nach Ansicht der Autoren den Charme, dass sie kaum in nationalstaatliche Souveränitätsrechte eingreifen. Wie die Europasteuer aufgebracht wird, bleibt dem einzelnen Land überlassen. Die Empfängerländer dürfen auch selbst entscheiden, wozu sie das bekommene Geld einsetzen. Eine Modellrechnung hat ergeben, dass Deutschland im Fiskaljahr 2011 genau 200 Milliarden Euro Europasteuer an Brüssel hätte überweisen müssen, aber im Gegenzug auch 170 Milliarden Euro für Strukturmaßnahmen erhalten hätte. Der zusätzliche Nettobeitrag Deutschlands hätte 30 Milliarden Euro betragen.

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Bei der Arbeitslosenversicherung wären auf die deutschen Versicherten 55 Milliarden Euro an zusätzlicher Versicherungsprämie zugekommen, denen 45 Milliarden Euro an Arbeitslosengeldzahlungen aus der europäischen Versicherung gegenübergestanden hätten.

Quelle: F.A.Z.

 
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Veröffentlicht: 19.02.2013, 17:05 Uhr