Home
http://www.faz.net/-hhl-7baeu
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Vor Schäubles Reise nach Athen Investitionsprogramm für Griechenland

500 Millionen Euro speziell für kleine und mittelgroße griechische Unternehmen wollen die europäischen Partnerländer offenbar mobilisieren. 100 Millionen davon stemmt Deutschland alleine.

© dpa Vergrößern Mal wieder eine Demonstration in Athen gegen die Sparpolitik

Griechenland steckt weiter in der Rezession, viele Banken sind marode und werden gerade umgebaut. Das ist gleich doppelt schlecht, denn so ist es sogar für Unternehmen schwer, an Kredite zu kommen, die wirklich gute Ideen haben und dringend nötige Arbeitsplätze schaffen könnten.

Nun ist zumindest etwas Abhilfe in Sicht. Das klamme Mittelmeerland bekommt von seinen europäischen Partnern offenbar einen Investitionsfonds mit einem Volumen von 500 Millionen Euro. Dieser soll gezielt kleinen und mittelgroßen griechischen Unternehmen helfen, die derzeit keine Finanzierung für Projekte finden, berichtet die griechische Zeitung Kathimerini.

Die Mittel davon sollen zu einem Anteil von 350 Millionen Euro aus den Strukturfonds der Europäischen Union kommen. 100 weitere Millionen wird angeblich der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble quasi im Gepäck haben, wenn er am Donnerstag nach Athen reist - es handelt sich um einen Kredit der staatlichen Förderbank KfW. Die verbleibenden 50 Millionen Euro trägt demnach die Europäische Investitionsbank bei.

Damit setzt Deutschland seine seit einiger Zeit verfolgte Strategie fort, den besonders von der Eurokrise betroffenen Mitgliedsländern der Währungsunion auch direkt zu helfen und nicht allein indirekt über die europäischen Stabilitätsmechanismen. Auch für Spanien beispielsweise vergibt die KfW ein Darlehen.

Unterdessen streiken an diesem Dienstag Angestellte des griechischen öffentlichen Dienstes abermals gegen die angekündigten Einsparungen und Entlassungen. Unter dem Motto „Generalstreik - Wir sind Menschen, keine Zahlen“, legten nach Gewerkschaftsangaben Staatsbedienstete ihre Arbeit nieder. Patienten mussten damit rechnen, in staatlichen Krankenhäusern nur
im Notfall behandelt zu werden. Zahlreiche Museen und antike Stätten bleiben zu. Die Züge fahren nicht.

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Wegen der schwachen Konjunktur IWF ermutigt Staaten zu mehr Ausgaben für Infrastruktur

Die Chefin des Internationale Währungsfonds ruft nach nach staatlichen Hilfen für die lahmende Konjunktur. Der Präsident der Europäischen Zentralbank macht etwas Hoffnung für das kommende Jahr. Mehr

09.10.2014, 18:06 Uhr | Wirtschaft
Aktuelle Steuerverschwendung

Aussichtsplattformen mit Blick auf Nichts. Straßen, die nicht befahren werden. Eine Bundeswehrkita, die fast 2.5 Millionen Euro kostet. Der Bund der Steuerzahler hat ein neues Schwarzbuch herausgegeben. Mehr

07.10.2014, 19:10 Uhr | Wirtschaft
Eurokrise EZB erleichtert griechischen Banken Zugang zu Geld

Anleger machen sich wieder mehr Sorgen um Griechenland. Angeblich stellt die Europäische Zentralbank den Banken des Landes einfacher Geld zur Verfügung. Der IWF sorgt sich um Europas Banken insgesamt. Mehr

16.10.2014, 14:21 Uhr | Wirtschaft
Griechenland macht Weg für Teilprivatisierung von staatlichem Stromkonzern frei

Das Parlament stimmte am Mittwoch trotz Protesten griechischer Gewerkschaften dem entsprechenden Reformplan zu. Die Privatisierung ist ein wichtiger Teil der Sanierungspläne des Haushalts der Regierung. Mehr

10.07.2014, 14:53 Uhr | Politik
Konjunktur Deutschlands Aufschwung ist nun auch offiziell vorbei

Die Bundesregierung hat ihre Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum erheblich nach unten korrigiert: Für dieses Jahr erwartet sie statt 1,8 Prozent nur noch ein Plus von 1,2 Prozent. Mehr

14.10.2014, 13:58 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 16.07.2013, 11:30 Uhr

Gespaltenes Europa

Von Holger Steltzner

Ein listiger französischer Vorschlag soll für Unterstützung durch Berlin sorgen, damit Paris einmal mehr die Maastrichter Schuldengrenze reißen kann. Die Harmonie in Berlin störte das nicht. Mehr 47 67


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --