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Vor Schäubles Reise nach Athen Investitionsprogramm für Griechenland

 ·  500 Millionen Euro speziell für kleine und mittelgroße griechische Unternehmen wollen die europäischen Partnerländer offenbar mobilisieren. 100 Millionen davon stemmt Deutschland alleine.

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Griechenland steckt weiter in der Rezession, viele Banken sind marode und werden gerade umgebaut. Das ist gleich doppelt schlecht, denn so ist es sogar für Unternehmen schwer, an Kredite zu kommen, die wirklich gute Ideen haben und dringend nötige Arbeitsplätze schaffen könnten.

Nun ist zumindest etwas Abhilfe in Sicht. Das klamme Mittelmeerland bekommt von seinen europäischen Partnern offenbar einen Investitionsfonds mit einem Volumen von 500 Millionen Euro. Dieser soll gezielt kleinen und mittelgroßen griechischen Unternehmen helfen, die derzeit keine Finanzierung für Projekte finden, berichtet die griechische Zeitung Kathimerini.

Die Mittel davon sollen zu einem Anteil von 350 Millionen Euro aus den Strukturfonds der Europäischen Union kommen. 100 weitere Millionen wird angeblich der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble quasi im Gepäck haben, wenn er am Donnerstag nach Athen reist - es handelt sich um einen Kredit der staatlichen Förderbank KfW. Die verbleibenden 50 Millionen Euro trägt demnach die Europäische Investitionsbank bei.

Damit setzt Deutschland seine seit einiger Zeit verfolgte Strategie fort, den besonders von der Eurokrise betroffenen Mitgliedsländern der Währungsunion auch direkt zu helfen und nicht allein indirekt über die europäischen Stabilitätsmechanismen. Auch für Spanien beispielsweise vergibt die KfW ein Darlehen.

Unterdessen streiken an diesem Dienstag Angestellte des griechischen öffentlichen Dienstes abermals gegen die angekündigten Einsparungen und Entlassungen. Unter dem Motto „Generalstreik - Wir sind Menschen, keine Zahlen“, legten nach Gewerkschaftsangaben Staatsbedienstete ihre Arbeit nieder. Patienten mussten damit rechnen, in staatlichen Krankenhäusern nur
im Notfall behandelt zu werden. Zahlreiche Museen und antike Stätten bleiben zu. Die Züge fahren nicht.

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