Home
http://www.faz.net/-gqu-76cwt
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
Risikoabsicherung

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück besucht Athen

Der SPD-Kanzlerkandidat ist nach Griechenland gereist und hat sich dort mit den führenden Politikern getroffen. Sparen allein sei keine Lösung, sagte Steinbrück.

© reuters Vergrößern Steinbrück besucht Athen

Peer Steinbrück plädiert dafür, dem angeschlagenen Griechenland zur Sanierung seiner Staatsfinanzen die nötige Zeit einzuräumen. Griechenland dürften nicht Maßnahmen auferlegt werden, die der eigenen Bevölkerung nicht zugemutet werden könnten, sagte Steinbrück am Mittwoch in Athen nach einem Treffen mit dem Chef der griechischen Sozialisten, Evangelos Venizelos. Griechenland müsse Zeit gegeben werden, damit es sich stabilisieren könne und damit die Menschen wieder Vertrauen gewönnen.

Sparen allein sei keine Lösung für die Probleme des Landes, sagte Steinbrück. Vielmehr müsse auch für eine soziale Balance gesorgt werden. Die bisher eingeleiteten Maßnahmen bedeuteten für viele Griechen Einkommensverluste von 30 bis 40 Prozent. An der derzeitigen Regierung in Griechenland sind auch die Sozialisten beteiligt. Diese trügen aber keine Schuld an der Finanzkrise, sagte Steinbrück. Die Sozialisten hatten im Jahr 2009 eine konservative Regierung unter Ministerpräsident Kostas Karamanlis abgelöst.

Griechenland steckt seit Jahren in der Rezession und hält sich nur dank internationaler Hilfen über Wasser. Die Europäische Union, die Europäische Zentralbank und der Internationale Währungsfonds stellten seit dem Jahr 2010 im Gegenzug für drastische Sparmaßnahmen Kredite in Milliardenhöhe zur Verfügung. Steinbrück war am Montag zu einer Reise durch die Europäische Union aufgebrochen. Nach Stationen in Irland, Großbritannien und
Griechenland wird er am Donnerstag in den Niederlanden erwartet.

Quelle: DPA

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Warnung vor mehr Schulden Schäuble mahnt Griechenland

Finanzminister Wolfgang Schäuble widersetzt sich den Wachstumsrezepten von IWF und Weltbank: Investitionen auf Pump würden nur wieder neue Krisen bringen. Wen er damit meint, ist allen Beteiligten klar. Mehr Von Winand von Petersdorff, Washington

16.04.2015, 22:03 Uhr | Wirtschaft
Europäisches Hilfsprogramm Griechische Reformliste hinterlässt positiven Eindruck

Politiker in Athen, Brüssel und Berlin sehen Chancen für die Reformvorschläge aus Griechenland. Mehr

24.02.2015, 15:59 Uhr | Politik
Griechenland Tsipras dringt auf schnelle Lösung in Schuldengesprächen

Ministerpräsident Alexis Tsipras macht Druck vor den Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern. Auch Finanzminister Varoufakis hält die Missverständnisse mit den internationalen Geldgebern für überbrückbar. Mehr

24.04.2015, 08:00 Uhr | Wirtschaft
Griechenland Krawalle in Athen

Brennende Autos und Mülleimer in den Straßen von Athen. Erstmals seit der Wahl der neuen Syriza-Regierung in Griechenland ist es zu gewaltsamen Protesten gegen den Kurs von Ministerpräsident Alexis Tsipras gekommen. Mehr

27.02.2015, 10:23 Uhr | Gesellschaft
Kriegsverbrecher Die Märchen des Max Merten

Der Statthalter der Wehrmacht in Thessaloniki trug dazu bei, dass Tausende Juden deportiert wurden. Mit abenteuerlichen Geschichten versuchte er, sich aus der Affäre zu ziehen. Viele glaubten ihm. Mehr Von Reiner Burger

19.04.2015, 10:39 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 06.02.2013, 13:53 Uhr

Umfrage

Soll Griechenland aus dem Euro ausscheiden?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Neue alte Deutsche Bank

Von Holger Steltzner

Die Deutsche Bank wollte immer zu den besten Banken der Welt gehören. Der Börsenkurs spricht eine andere Sprache. Was nun als Ergebnis strategischer Überlegungen verkauft werden soll, ist teils ein Gebot der Not. Mehr 8 19


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden