http://www.faz.net/-gqu-76cwt
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 06.02.2013, 13:53 Uhr

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück besucht Athen

Der SPD-Kanzlerkandidat ist nach Griechenland gereist und hat sich dort mit den führenden Politikern getroffen. Sparen allein sei keine Lösung, sagte Steinbrück.

© reuters Steinbrück besucht Athen

Peer Steinbrück plädiert dafür, dem angeschlagenen Griechenland zur Sanierung seiner Staatsfinanzen die nötige Zeit einzuräumen. Griechenland dürften nicht Maßnahmen auferlegt werden, die der eigenen Bevölkerung nicht zugemutet werden könnten, sagte Steinbrück am Mittwoch in Athen nach einem Treffen mit dem Chef der griechischen Sozialisten, Evangelos Venizelos. Griechenland müsse Zeit gegeben werden, damit es sich stabilisieren könne und damit die Menschen wieder Vertrauen gewönnen.

Sparen allein sei keine Lösung für die Probleme des Landes, sagte Steinbrück. Vielmehr müsse auch für eine soziale Balance gesorgt werden. Die bisher eingeleiteten Maßnahmen bedeuteten für viele Griechen Einkommensverluste von 30 bis 40 Prozent. An der derzeitigen Regierung in Griechenland sind auch die Sozialisten beteiligt. Diese trügen aber keine Schuld an der Finanzkrise, sagte Steinbrück. Die Sozialisten hatten im Jahr 2009 eine konservative Regierung unter Ministerpräsident Kostas Karamanlis abgelöst.

Griechenland steckt seit Jahren in der Rezession und hält sich nur dank internationaler Hilfen über Wasser. Die Europäische Union, die Europäische Zentralbank und der Internationale Währungsfonds stellten seit dem Jahr 2010 im Gegenzug für drastische Sparmaßnahmen Kredite in Milliardenhöhe zur Verfügung. Steinbrück war am Montag zu einer Reise durch die Europäische Union aufgebrochen. Nach Stationen in Irland, Großbritannien und
Griechenland wird er am Donnerstag in den Niederlanden erwartet.

Quelle: DPA

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Eurogruppe Griechenland bekommt die nächsten 10 Milliarden

Elf Stunden haben die Euro-Finanzminister verhandelt – jetzt ist klar: Griechenland erhält im Gegenzug für sein jüngstes Spar- und Reformpaket die nächsten 10,3 Milliarden Euro aus dem Hilfspaket. Der IWF signalisiert seine Bereitschaft, sich an weiteren Hilfen zu beteiligen. Mehr

25.05.2016, 07:39 Uhr | Wirtschaft
Griechenland Räumung von Flüchtlingslager in Idomeni hat begonnen

Die griechischen Behörden haben mit der Räumung des Flüchtlingslagers in Idomeni vor der Grenze zu Mazedonien begonnen. Die Räumung verlaufe ruhig und langsam, die Sicherheitskräfte müssten keine Gewalt anwenden, sagte ein Regierungssprecher. Derzeit befinden sich noch mehr als 8000 Menschen in dem Lager an der mazedonischen Grenze. Mehr

24.05.2016, 15:16 Uhr | Politik
Schuldenstreit Griechenland soll Schulden bis 2080 tilgen

Der deutliche Reformwille der Griechen macht den Gläubigern Mut. So viel Mut sogar, dass sie das Wort Schuldenerleichterung wieder in den Mund nehmen. Mehr Von Werner Mussler, Brüssel

20.05.2016, 20:53 Uhr | Wirtschaft
Berlin Vorschläge der Union schüren Ängste unter Muslimen

Forderungen nach einer staatlichen Kontrolle von Moscheen in Deutschland stoßen bei vielen Muslimen auf wenig Verständnis. In einem am Freitag veröffentlichten Zeitungsartikel sagte Unionsfraktionschef Volker Kauder, in einigen Moscheen würden Predigten gehalten, die mit dem deutschen Staatsverständnis nicht in Einklang stünden. Mehr

29.04.2016, 18:14 Uhr | Politik
Schäuble beim G7-Treffen Das Wichtigste sind Strukturreformen

Die Finanzminister der sieben wichtigsten Industrieländer haben beschlossen, wie sie die Weltwirtschaft ankurbeln wollen - ziemlich im Sinne der Deutschen. Auch Griechenland war Thema. Mehr

21.05.2016, 12:07 Uhr | Wirtschaft

Hilfe für die Umwelthilfe

Von Carsten Knop

Die Deutsche Umwelthilfe stört sich daran, dass Dieselmotoren nicht immer so sauber sind, wie die Werbung verspricht. Aber sie ist auch nur eine Organisation mit eigenen Interessen. Mehr 4 25


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --