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SPD-Kanzlerkandidat : Steinbrück besucht Athen

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Der SPD-Kanzlerkandidat macht sich vor Ort ein Bild der Lage in dem krisengeschüttelten Land. Bild: reuters

Der SPD-Kanzlerkandidat ist nach Griechenland gereist und hat sich dort mit den führenden Politikern getroffen. Sparen allein sei keine Lösung, sagte Steinbrück.

          Peer Steinbrück plädiert dafür, dem angeschlagenen Griechenland zur Sanierung seiner Staatsfinanzen die nötige Zeit einzuräumen. Griechenland dürften nicht Maßnahmen auferlegt werden, die der eigenen Bevölkerung nicht zugemutet werden könnten, sagte Steinbrück am Mittwoch in Athen nach einem Treffen mit dem Chef der griechischen Sozialisten, Evangelos Venizelos. Griechenland müsse Zeit gegeben werden, damit es sich stabilisieren könne und damit die Menschen wieder Vertrauen gewönnen.

          Sparen allein sei keine Lösung für die Probleme des Landes, sagte Steinbrück. Vielmehr müsse auch für eine soziale Balance gesorgt werden. Die bisher eingeleiteten Maßnahmen bedeuteten für viele Griechen Einkommensverluste von 30 bis 40 Prozent. An der derzeitigen Regierung in Griechenland sind auch die Sozialisten beteiligt. Diese trügen aber keine Schuld an der Finanzkrise, sagte Steinbrück. Die Sozialisten hatten im Jahr 2009 eine konservative Regierung unter Ministerpräsident Kostas Karamanlis abgelöst.

          Griechenland steckt seit Jahren in der Rezession und hält sich nur dank internationaler Hilfen über Wasser. Die Europäische Union, die Europäische Zentralbank und der Internationale Währungsfonds stellten seit dem Jahr 2010 im Gegenzug für drastische Sparmaßnahmen Kredite in Milliardenhöhe zur Verfügung. Steinbrück war am Montag zu einer Reise durch die Europäische Union aufgebrochen. Nach Stationen in Irland, Großbritannien und
          Griechenland wird er am Donnerstag in den Niederlanden erwartet.

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