http://www.faz.net/-gqu-75yv8
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 23.01.2013, 13:07 Uhr

Schuldenkrise Schuldenstand in der Eurozone bleibt weiter hoch

Der Schuldenstand in den 17 Ländern der Eurozone bleibt auch im dritten Quartal weiter hoch. Spitzenreiter ist Griechenland, gefolgt von Italien und Portugal.

© dapd Der Schuldenstand in Griechenland übersteigt mehr als 150 Prozent des BIP

Der Schuldenstand in den 17 Ländern der Eurozone hat sich im dritten Quartal auf hohem Niveau stabilisiert. Er belief sich Ende des dritten Quartals auf 90,0 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP), teilte die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mit. Am Ende des zweiten Quartals hatte er bei 89,9 Prozent gelegen. Laut dem Vertrag von Maastricht ist lediglich ein Schuldenstand von 60 Prozent des BIP erlaubt.

Die höchsten Schuldenstände verbuchten die Euro-Krisenländer Griechenland (152,6 Prozent), Italien (127,3 Prozent), Portugal (120,3 Prozent) und Irland (117,0 Prozent). Den niedrigsten Schuldenstand in der Eurozone hatte Estland (9,6 Prozent) und Luxemburg (20,9 Prozent). Zum Vergleich: In Deutschland lag er bei 81,7 Prozent des BIPs.

Mehr zum Thema

Der Schuldenstand in den 27 Staaten der Europäischen Union (EU) veränderte sich ebenfalls kaum. Er kletterte im Berichtszeitraum von 85,0 Prozent auf 85,1 Prozent des BIP.

Quelle: dpa-AFX

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Eurostat Spanien und Portugal verfehlen Defizitziele

Die Staatsschulden liegen in 14 von 19 Euro-Staaten über dem Maastricht-Grenzwert. Ein schärferes Sparprogramm für Portugal und Spanien ist angesichts der Zahlen denkbar. Mehr

21.04.2016, 14:34 Uhr | Wirtschaft
Hilfsprogramm Tsipras erwartet Abschluss von Reform-Kontrolle

Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras rechnet damit, dass die Finanzminister der Eurozone am 22. April Griechenlands Reformfortschritte begutachten werden. Damit versuchte Tsipras, die Wogen zu glätten, nachdem wachsende Differenzen rund um das Hilfsprogramm deutlich geworden waren. Mehr

05.04.2016, 10:06 Uhr | Wirtschaft
Eurostat Griechenland nähert sich EU-Defizitvorgaben

Ein Haushaltsdefizit von drei Prozent der Wirtschaftsleistung scheint für Griechenland nicht mehr unerreichbar. Spanien und Portugal haben ihre Defizit-Abbauziele deutlich verfehlt. Mehr

21.04.2016, 13:09 Uhr | Wirtschaft
Video Erste Flüchtlinge von Griechenland in Türkei abgeschoben

Die Abschiebung von Flüchtlingen aus Griechenland in die Türkei hat begonnen. Zwei Schiffe verließen am Montagmorgen die griechische Insel Lesbos. Laut Augenzeugen befanden sich rund 130 Migranten an Bord. Mehr

04.04.2016, 14:36 Uhr | Politik
Stabile Konjunktur Eurozone wächst schneller als die Vereinigten Staaten

Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone hat sich in den ersten drei Monaten des Jahres verdoppelt. Auch die Arbeitslosenzahlen senden ein positives Signal. Mehr

29.04.2016, 11:54 Uhr | Wirtschaft

Der Sieger heißt Cryan

Von Gerald Braunberger

Der Chefaufklärer der Deutschen Bank geht. Thoma wird „zuviel Übereifer“ vorgeworfen. Davon profitiert vor allem der Chef des Geldinstituts, John Cryan. Mehr 1


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Exportschlager Marine

Thyssen ist vor wenigen Tagen ein Riesen-Auftrag aus Australien entgangen. Gerade dieser Rüstungszweig führt besonders viel aus. Mehr 0