http://www.faz.net/-gqu-7hkzv
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 17.09.2013, 08:32 Uhr

Schuldenkrise Griechenland will Krise in sechs Jahren hinter sich lassen

Nicht Jahrzehnte oder mehrere Generationen - Ministerpräsident Samaras rechnet damit, dass Griechenland bereits in sechs Jahren zum Lebensstandard vor Krisenbeginn zurückkehrt.

© dapd Milliardenkredite haben Griechenland bislang vor dem Bankrott bewahrt

Griechenlands Ministerpräsident Antonis Samaras rechnet damit, dass sein Land binnen sechs Jahren  wieder das Niveau vor der Finanz- und Wirtschaftskrise erreicht. „Wir sind aus den Schwierigkeiten noch nicht heraus, es gibt noch  Probleme zu lösen“, sagte Samaras am Montag in der Hauptstadt  Athen.

„Den meisten Experten zufolge“ werde es aber „weder Jahrzehnte noch mehrere Generationen, sondern nur sechs Jahre  dauern“, bis das Land die Wirtschaftskraft und den Lebensstandard  von vor dem Beginn der Krise wieder erreiche.

Mehr zum Thema

Unterdessen steht die griechische Regierung vor einer großen Streikwelle wegen der geplanten Entlassungen im staatlichen Bereich. Zu Wochenbeginn hat ein fünftägiger Streik der Gymnasiallehrer begonnen. Auch die Lehrer der Volksschulen legten am Montag für drei Stunden die Arbeit nieder. Die Bediensteten der Renten- und Krankenkassen starteten einen fünftägigen Streik. Die Ärzte behandeln in staatlichen Krankenhäusern nur Notfälle.

Unter dem Druck der internationalen Geldgeber will die Regierung in Athen 15.000 Staatsbedienstete bis Ende 2014 entlassen. Weitere 25.000 Staatsdiener sollen in die sogenannte Mobilitätsreserve wechseln. Sie müssen im kommenden Jahr mit dem Verlust ihrer Arbeitsplätze rechnen, sollte im Staatsapparat keine andere Stelle für sie gefunden werden.

Am Mittwoch und Donnerstag wollen alle Staatsbediensteten für 48 Stunden streiken. Ihre Gewerkschaft (ADEDY) hat dazu aufgerufen. Die Ärzte in staatlichen Krankenhäusern wollen von Dienstag an und für drei Tage nur Notfälle behandeln. Die Arbeitskämpfe werden allen Anzeichen nach keine Auswirkungen auf den Bereich Tourismus haben. Das oppositionelle Bündnis der radikalen Linken (Syriza) rief am Wochenende die Bürger auf, mit Streiks die Koalitionsregierung der Konservativen und Sozialisten zu stürzen.

Griechenland steckt seit dem Jahr 2008 in der Rezession. Mit  Milliardenkrediten wurde das Land vor dem Staatsbankrott bewahrt.  Im Gegenzug verpflichteten die Gläubiger aus Europäischer Union,  Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds die  Regierung zu massiven Einsparungen im Staatshaushalt, wogegen es in  der Bevölkerung großen Widerstand gibt.

Quelle: FAZ.NET mit AFP, dpa

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Eurokrise Spaniens Arbeitslosenquote auf tiefstem Stand seit 2010

Im Sommer gibt es in Spanien vor allem dank des Tourismusgeschäfts weniger Menschen ohne Arbeit. Die Quote sei aber noch sehr hoch, sagt der Wirtschaftsminister. Mehr

28.07.2016, 14:37 Uhr | Wirtschaft
Staatliches Doping IOC schließt Russland nicht von Olympia aus

Die Leitung des Internationalen Olympischen Komitees um den deutschen Präsidenten Thomas Bach hat die russischen Athleten nicht grundsätzlich von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ausgeschlossen. Stattdessen sollen die Welt-Sportverbände entscheiden. Mehr

25.07.2016, 15:01 Uhr | Sport
Italien Bankenrettungs-Szenario voller Widersprüche

Die italienische Regierung will die neuen Regeln der Bankenunion verwässern und plädiert zugleich für mehr europäische Integration. Doch das ist nicht der einzige Widerspruch. Mehr Von Tobias Piller, Rom

25.07.2016, 14:06 Uhr | Finanzen
Sechs Jahre danach Gedenken an das Unglück auf der Loveparade

Sechs Jahre ist es her, dass bei einer Massenpanik auf der Loveparade in Duisburg 21 Menschen den Tod fanden. Zum Jahrestag erinnern auf dem Gelände Blumen, Fotos und Kerzen an die Toten und Verletzten. Mehr

24.07.2016, 17:00 Uhr | Gesellschaft
Ifo-Geschäftsklima Brexit schlägt deutschen Firmen nur leicht aufs Gemüt

Zum ersten Mal nach dem Brexit-Votum hat das Ifo-Institut seinen Geschäftsklimaindex erhoben. Die Stimmung hat sich kaum eingetrübt. Mehr

25.07.2016, 10:39 Uhr | Wirtschaft

Credit Suisse im Sturzflug

Von Johannes Ritter, Zürich

Das Misstrauen der Investoren ist groß. Der kleine Gewinn vermag sie nicht zu beruhigen. Auch die Strategien des neuen Spitzenmanns Tidjane Thiam bleiben umstritten. Mehr 1 4

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages iPhone schlägt Lufthansa & Co.

Wie viel Gewinn Apple bisher mit dem iPhone erwirtschaftet hat, ist nicht bekannt. Klar ist hingegen, dass der Konzern damit mehr Umsatz als so mancher Dax-Konzern erzielt hat. Mehr 0