Home
http://www.faz.net/-gqu-75202
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
CIO View

Schuldenkrise Griechenland beschließt neue Steuern auf Einkommen und Aktiengeschäfte

Wer mehr als 42.000 Euro verdient, zahlt in Griechenland künftig höhere Steuern. Spitzenverdiener werden entlastet - dafür unterliegen Aktiengewinne künftig der Steuer.

Griechen mit einem Jahreseinkommen von mehr als 42.000 Euro müssen künftig mit einem Spitzensteuersatz von 42 Prozent rechnen. Der am Donnerstagabend im Athener Parlament eingebrachte Gesetzesentwurf ist Teil des harschen Sparpakets, das das hoch verschuldete Land im Gegenzug für dringend benötigte Hilfskredite durchsetzen musste.

Demnach soll der jüngste Vorstoß die bisherige Regelung ersetzen, die einen Spitzensteuersatz von 45 Prozent vorsah, allerdings erst auf Jahreseinkommen von über 100.000 Euro. Konkret geht es um eine Vereinfachung des griechischen Steuerrechts: Die derzeit acht Steuerklassen sollen künftig auf drei reduziert werden - mit einer Staffelung der Steuersätze bei 22 Prozent, 32 Prozent und 42 Prozent.

Mehr zum Thema

Vom neuen System sollen vor allem Griechen mit einem Jahreseinkommen von weniger als 25.000 Euro profitieren. Der neue Steuerplan wurde dem Parlament vorgelegt, nachdem die  Finanzminister der Eurogruppe die ersehnten Notkredite von 34,4 Milliarden Euro freigegeben hatten.

Zudem will Griechenland künftig Kapitalgewinne aus Aktiengeschäften besteuern. Von April 2013 an sollen die Gewinne aus Aktiengeschäften an der Athener Börse mit 20 Prozent besteuert werden. Der Steuersatz, der auf Unternehmensgewinne erhoben wird, soll zugleich auf 26 Prozent von gegenwärtig 20 Prozent angehoben werden. „Das vorgeschlagene Gesetz ist Teil eines breiteren Plans zur Schaffung eines fairen und effektiven Steuersystems“, teilte das Finanzministerium mit.

Quelle: FAZ.net / dapd, Reuters

 
()
Permalink

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Syriza-Chef Tsipras pokert wieder

Nach dem Rücktritt des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras kann die Opposition keinen Hoffnungsträger bieten. Das Volk hat die Seilschaften satt. Eine Analyse. Mehr Von Tobias Piller

28.08.2015, 08:29 Uhr | Wirtschaft
Schuldenkrise EU verärgert über Griechenland

Die Eurogruppe zeigt sich verärgert über die neuesten griechischen Reformvorschläge. Auch verschiedene Äußerungen griechischer Minister stoßen in Brüssel auf Unverständnis. Mehr

10.03.2015, 08:48 Uhr | Wirtschaft
Erste Kreditrate Euro-Finanzminister geben 26 Milliarden Euro für Athen frei

Aus dem neuen Rettungsprogramm für Griechenland haben die Finanzminister der Eurozone bereits 26 Milliarden Euro freigegeben. Nur die Hälfte davon fließt allerdings auf direktem Weg nach Athen. Mehr

19.08.2015, 20:12 Uhr | Wirtschaft
Folgen der Krise Griechen in Deutschland

Griechenlands Schuldenkrise hat auch Auswirkungen auf Griechen in Deutschland. Angehörige im Heimatland müssen unterstützt werden. Griechischen Unternehmern in Berlin drohen Zahlungsprobleme und Lieferengpässe. Nach dem Referendum ist die Lage noch schlimmer geworden. Mehr

15.07.2015, 16:55 Uhr | Wirtschaft
Kommentar Wieder Zeit verloren

Was Alexis Tsipras tut, tut er allein, um an der Macht zu bleiben. Mir seinem Rücktritt mutet er Griechenland – und seinen Partnern – eine neue politische Krise zu. Ein Kommentar. Mehr Von Rainer Hermann

21.08.2015, 15:59 Uhr | Politik

Veröffentlicht: 14.12.2012, 05:53 Uhr

Jugendliche wissen zu wenig über Wirtschaft

Von Lisa Becker

Wie funktioniert die Börse? Was sind Aktien? Darüber müssen Schüler mehr erfahren. So lernen sie auch mit eigenen wirtschaftlichen Entscheidungen verantwortungsvoller umzugehen. Mehr 21 17


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Microsoft wächst langsamer als die Konkurrenz

Für Microsoft gab es in dieser Woche Grund zum Feiern. Doch nachdem Apple Microsoft beim Umsatz längst überflügelt hat, kommt nun auch Google näher ran. Mehr 0