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Veröffentlicht: 30.12.2012, 13:13 Uhr

Schuldenkrise Griechen halten Kampf gegen Steuerbetrug für aussichtslos

Zwei Drittel aller Griechen sind laut einer Umfrage überzeugt, dass die Maßnahmen der Regierung gegen Steuerhinterziehung nicht ausreichen. Bislang sind in Griechenland keine Steuersünder großen Ausmaßes vor Gericht gestellt worden.

© dapd 72 Prozent aller Griechen glauben, dass 2013 noch schlimmer wird als 2012

Die überwiegende Mehrheit der Griechen betrachtet einer Umfrage zufolge den Kampf ihrer Regierung gegen die Steuerhinterziehung als gescheitert. Rund 68 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Koalition unter Ministerpräsident Antonis Samaras nicht genug unternehme, um Steuerbetrüger dingfest zu machen. Das ergab eine am Wochenende veröffentlichte Umfrage. Massive Steuerhinterziehung gilt als ein Grund für die Haushaltsmisere.

Im Fall der Liste mutmaßlicher Steuersünder unterstützt die Regierung eine parlamentarische Untersuchung. Der ehemalige Finanzminister Giorgos Papakonstantinou hatte  Vorwürfe zurückgewiesen, er habe Namen von Familienangehörigen aus der Aufstellung getilgt. Laut Staatsanwaltschaft sollen während Papakonstantinous Amtszeit als Finanzminister von Oktober 2009 bis Juni 2011 Namen einiger seiner Familienangehörigen von der Original-Liste mutmaßlicher Steuersünder entfernt worden sein.

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In Griechenland sind bislang keine Steuersünder, die in großem Stil Abgaben schuldig geblieben sind, vor Gericht gestellt worden. Bei der Umfrage von Kapa Research/To Vima sprachen sich rund 77 Prozent der Befragten dafür aus, dass Griechenland in der Euro-Zone bleiben sollte. Nur 16 Prozent denken, dass das hoch verschuldete Land die frühere Nationalwährung Drachme wieder einführen sollte. In der Wählergunst führt die Oppositionspartei Syriza mit 22,6 Prozent vor der konservativen Nea Demokratia von Samaras mit 21,5 Prozent, die sozialistische Pasok kommt auf 6,2 Prozent.

Für die meisten Menschen im wirtschaftlich am Boden liegenden Griechenland ist das Schlimmste noch nicht ausgestanden. Knapp 72 Prozent gehen laut der Umfrage davon aus, dass 2013 für sie ein schlimmeres Jahr wird als das ohnehin schon schwierige 2012.

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Von Roland Lindner, New York

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