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Aktualisiert: 09.04.2017, 08:37 Uhr

Mehr Spielraum Griechenland denkt über Steuersenkungen nach

Die griechische Regierung plant, seine Bürger bei erfolgreicher Haushaltssanierung entlasten zu können. Vor allem Unternehmen und Geringverdienern will Athen dabei entgegenkommen.

© dpa „Oxi“ zum ewigen Kaputtsparen: Mitglieder der kommunistischen Partei Griechenlands, bei einer Demonstration vergangenen Freitag in Athen, halten nichts von Austeritätspolitik.

Die griechische Regierung wird einem Zeitungsbericht zufolge bei guter Haushaltslage mehrere Steuersätze senken können. Die Zeitung „Avgi“ berichtet in ihrer Sonntagsausgabe, mit den internationalen Geldgebern sei unter anderem vereinbart worden, die Unternehmenssteuern im Jahr 2020 um drei Punkte auf 26 Prozent zu drücken, sollten die Fiskalziele übererfüllt werden.

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Auch die Sätze auf Immobilien könnten für Bürger mit niedrigen und mittleren Einkommen gesenkt werden. Die Einkommensteuer bei Jahresgehältern von 8600 bis 20.000 Euro könne dann um zwei Punkte auf 20 Prozent reduziert werden. Die Maßnahmen sollen die Wirtschaft ankurbeln, ohne dass der Haushalt des schuldengeplagten Landes aus dem Ruder läuft.

Griechenland hat am Freitag mit den Gläubigern im monatelangen Streit über Reformen die größten Hürden ausgeräumt und damit den Weg für die Auszahlung weiterer Milliardenhilfen geebnet. So sind unter anderem Veränderungen im Rentensystem vorgesehen. Der Primärüberschuss - also der Staatshaushalt ohne Zinszahlungen - soll sich 2018 und auch mittelfristig auf 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung belaufen. Unklar ist aber noch, was „mittelfristig“ genau bedeutet. Bei besser als erwarteter Haushaltslage soll die Regierung in Athen dann mehr Spielraum bekommen.

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Von Christoph Hein

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