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Griechenland Samaras hält Verschuldung für tragbar

 ·  Griechenlands Ministerpräsident Samaras glaubt nicht, dass sein Land abermals einen Schuldenschnitt braucht. Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat derweil die Kreditwürdigkeit Griechenlands wegen des laufenden Anleihenrückkaufs weiter herabgestuft.

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Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras geht offenbar nicht davon aus, dass sein Land einen weiteren Schuldenschnitt braucht. In einem Interview mit der „Bild“-Zeitung (Donnerstagausgabe) sagte Samaras auf die Frage, ob Griechenland einen neuen Schuldenerlass brauche: „Unsere Verschuldung gilt jetzt offiziell als dauerhaft tragbar.“ Allerdings schränkte er ein, dass dafür „natürlich anhaltendes Wachstum“ gebraucht werde. „Wir versuchen, aus der Rezession herauszukommen und unsere Wirtschaft zu reformieren, so dass genug Einkommen entsteht, Zinsen und Tilgung der Schulden zu leisten.“

Samaras beteuerte gegenüber der Zeitung, sein Land werde im Euro bleiben. „Unser Ehrgeiz ist, Griechenland spektakulär zu verändern und von einem schlechten Beispiel voll mit Problemen zu einem herausragenden Beispiel für eine Modell-Wirtschaft zu machen.“ Dann werde niemand mehr nach der Euro-Mitgliedschaft oder einem Schuldenschnitt fragen.

Steuerflucht sei eines der größten Probleme Griechenlands. Die Probleme würden aber „umfassend“ angegangen. Es gebe schon große Durchbrüche. „Schwere Fälle von Steuerflucht werden jetzt als reguläre Straftaten verfolgt“, sagte er. Dabei sei es egal, ob es Nachzahlungen der Betroffenen gebe oder nicht.

S&P stuft Griechenland wegen Anleihenrückkauf abermals ab

Dessen ungeachtet hat die Ratingagentur Standard & Poor’s die Kreditwürdigkeit Griechenlands wegen des laufenden Anleihenrückkaufs weiter herabgestuft. Die amerikanische Ratingagentur wertet das laufende Angebot der Regierung in Athen, Staatsanleihen für zehn Milliarden Euro zurückzukaufen, als teilweisen Zahlungsausfall. Daher sei die Bewertung von „CCC“ auf „SD“ (“Selective Default“/teilweiser Zahlungsausfall) gesenkt worden, teilte S&P am Mittwochabend in New York mit. Sollte der Rückkauf der Anleihen erfolgreich über die Bühne gehen, werde die Bewertung wahrscheinlich wieder auf „CCC“ erhöht. Die Abstufung war von vielen Experten erwartet worden, da die Ratingagentur Anleiherückkäufe deutlich unter dem Nennwert technisch als Zahlungsausfall wertet. S&P hatte die Kreditwürdigkeit Griechenlands erst im Februar wegen des damaligen Schuldenschnitts auf „SD“ herabgestuft und dann im Mai wieder auf „CCC“ erhöht.

Athen hatte vergangenen Montag den Haltern verschiedener Staatspapiere mit langen Laufzeiten Angebote von 30,2 bis 40,1 Prozent des ursprünglichen Werts gemacht. Die Offerte endet am Freitagnachmittag (7.12.) Griechenland will dafür
maximal zehn Milliarden Euro aus Mitteln des Euro-Rettungsfonds aufwenden, um so seine Schulden um ein Vielfaches dieser Summe zu verringern. Zuletzt hielten Privatanleger griechische Staatsanleihen im Volumen von etwa 62 Milliarden Euro.

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