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Griechenland Jenseits der Krise

 ·  Viele Griechen wissen nicht, ob es eine Zukunft gibt. Manche fahren zum Berg Athos, einem Ort ohne Wirtschaft und Krise, und suchen eine Antwort bei den Mönchen.

Artikel Bilder (21) Lesermeinungen (13)
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Drazen Perinic
Drazen Perinic (Perinic) - 28.12.2012 16:58 Uhr

Die Tatsachen

Die Tatsachen sind, daß die durchschnittlichen Reallöhne und die Realrenten in Griechenland in den Eurojahren um etwa 40% angehoben wurden. In der selben Zeit wurden die Reallöhne in Deutschland um etwa 1% und die Realrenten um etwa 10% gekürzt. Wer bereichert sich hier auf wessen Kosten?

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Carlos Anton

Welche Krise?

Ich lese immer von einer Krise in Griechenland. Diese Berichte sollen wohl dazu dienen, die Spendenbereitschaft für Griechenland zu fördern, haben aber mit der Wirklichkeit nicht viel zu tun. Die Ausgaben sind nämlich dank der diversen Hilfsprogramme in Griechenland nur unwesentlich gesunken, d.h. der griechische Staat lebt immer noch weit über seine Verhältnisse. Wenn gewisse Gruppen in Griechenland ein Problem haben, so ist das ein internes Verteilungsproblem.

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Sebastian Holzer
Sebastian Holzer (gerus) - 28.12.2012 15:12 Uhr

"Die Mönche können kaum schwer schuften, ...

..., wegen der asketischen Lebensweise fehlt ihnen Kraft."

Ja, man sieht es auf den Bildern. Bei dem Asketen auf Bild 6 sollte man fast schon eine Zwangsernährung ins Auge fassen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.12.2012 22:57 Uhr
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und was schlagen sie vor

für die auf bild 9

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Heinz-Günter  Schmidt

Athos?

eher Pathos
Hier in Dafni kommen jetzt mit dem Schiff, dessen Fahrpreiseinnahmen die Athos-Mönche bekommen, zweihundert Pilger an. Viele sind jung, Priester, Mönche.

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Andreas Ritter

Krise ist wohl nicht die richtige Bezeichnung

Es geht um Verbrechen... Es wird sich in die inneren Angelegenheiten der Staaten eingemischt.
Es geht um Bankenrettungen auf dem Rücken der Menschen. Ganze Teile der Bevölkerung verarmen, weil Deutschland die Staaten erpresst. Ich nenne dies 3 Weltkrieg ohne Waffengewalt,
Verantwortlich in erster Linie, SPD/Grüne, CDU/CSU und FDP. Natürlich ist dies kein Grund Linke oder FW zu wählen, es gibt noch andere Möglichkeiten.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.12.2012 16:39 Uhr
Reinhard Wolf

Jetzt mal lganz angsam mit den Gäulen! Laßt Euch doch nicht gegeneinander ausspielen!

Das Raubrittertum kennt keine Grenzen und wenn es doch auf welche stößt, dann werden sie niedergerissen. So geschehen mit dem "Europa ohne Grenzen". Der Plan des Kapitals ist ganz hervorragend aufgegangen und die Völker Europas werden jetzt aneinandergekettet in die Knechtschaft der Vasallen des Prinz von Zinseszins und dessen Gott Mammon geführt. Dabei vergessen die Raubritter nicht, stets ihre besten Absichten zu beteuern und bringen die Bürger Europas ganz nebenbei mit unsachlichen Anstachelungen gegeneinander auf: Weder der griechische Arbeiter noch der deutsche Arbeiter ist Schuld an der absichtlich inszenierten "Schuldenkrise", die dem Kapital zu seiner Mehrung die dafür unabdingbaren Zinseszinseinnahmen bis in den St. Nimmerleinstag sichert und für die die Bürger hier (mit Steuern) und dort (mit Zinsverpflichtung) ausgepobert werden. Wenn es bei den Menschen der Länder irgendwo eine Schuld/Verantwortung gibt, dann die, dass sie das Spiel mit sich spielen lassen! Hier und dort!

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Jörg Feller

Lieber Herr Ritter, es ist Deutschland, das erpresst wird. GR ist ein bis ins Mark ...

... korrupter Staat, selbst die ach so lieben Mönche und Bischöfe hinterziehen Steuern, dass es kracht. Warum sollen Sie und ich das bezahlen? Die gr. Oberschicht hat mehr Geld ins Ausland gebracht, als wir die letzten vier Jahre dorthin gepumpt haben. Warum wollen Sie das bezahlen? GR hat sich den Beitritt zum Euro mit Hilfe von Goldman Sachs erlogen - wer erpresst seitdem wen?

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Karl Haessner

Idyll Athos oder Fluchtburg für das Geld der Superreichen

Es gibt noch eine kleine Anmerkung: Das scheinheilige Getue unserer Politiker, wenn es um angebliche Steuerparadiese wie die Schweiz geht, wird ad absurdum geführt, wenn man die Mönchsrepublik Athos unter die Lupe nimmt. 1981 hat die Europäische Gemeinschaft die kleine Republik als EU-Unterstaat mit einem politisch-rechtlichen Sonderstatus anerkannt. Die Mönchsrepublik hat einen besonderen Autonomiestatus und die inneren Angelegenheiten und die Verwaltung des Gebietes liegen in der Hand der dort lebenden Mönche. Der Athos ist steuerlich und zollrechtlich kein Gemeinschaftsgebiet der EU. Es ist die letzte echte Steueroase der EU. Keine Regierung oder Organisation der Welt kann der autonomen parlamentarischen Republik etwas vorschreiben. In der Hauptstadt gibt es eine Agrarbank, welche den Ruf hat, diskreter zu sein als alle anderen Banken weltweit. Der Ansturm auf die paradiesische Republik ist so groß, dass man einen Hubschrauberlandeplatz eröffnete.

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Klaus Wege (covenants) - 28.12.2012 13:26 Uhr

Razzia im Athos-Kloster Vatopedi: Geldwäsche, Urkundenfälschung, Betrug ,kriminelle Vereinigung

Erinnert sei an die Razzia im Kloster Vatopedi auf dem Berg Athos. Von den Mönchen bis zum Abt waren die Kirchenmänner beteiligt an einem 100 Millionen-Euro-Betrug zu Lasten des gr. Volkes.
Eine Schiebung um 260 staatl. Liegenschaften. Tatbeteiligt auch 2 Minister der (damaligen) Regierung Kostas Karamanlis.
Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Geldwäsche , Urkundenfälschung, Betrug und Bildung einer kriminellen Vereinigung.
Die Briefkasteninfrastruktur zur komfortablen Abwicklung des Betruges stellte Zypern - die Heimat des dubiosen Klostervorstehers, Eben dieses Zypern verlangt aktuell 17,50 Mrd.Euro an EU-Hilfen, um das fehlinvestierte Schwarzgeld auf der Insel zu retten.

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Franz Becker
Franz Becker (FBXL9) - 28.12.2012 13:10 Uhr

Währungspolitik findet nicht in ATHOS statt

Die Grundlagen einer auf Akzeptanz(nach innen) und Wettbewerbsfähigkeit(nach außen) "gesunden" Währungspolitik findet keinen Widerhall in Geschichte und Zielsetzung des Klosters auf dem Berg ATHOS. Die wichtigsten Regeln einer dauerhaften WÄHRUNGSPOLITIK sind Kontinuität und Qualität wie sie zB. in den Währungsunionen von HANSE, BENELUX(1922!) gegeben waren.
Griechenland hat zu keinem Zeitpunkt seit Einführung der volkswirtschaftlichen Statistik und BIP-Gesamtrechnung (1830!) diese Grundregeln eingehalten oder beachtet. Folglich sind auch klösterliche Initiativen völlig ungeeignet, die Fehler der Basis-Währungspolitik zu kompensieren (oder gar in metaphysischer Weise zu Glaubensfragen zu stilisieren!).
Der Berg Athos würde seine Rolle und Aufgaben auch noch nach Einführung des $, des Rubel oder anderer Währungen in globalisierter und stark säkularisierter Welt beibehalten.(Vorbild z.B. TIBET).

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"Früher haben die Griechen getanzt. Heute wollen sie so sein wie wir."

Das lässt Eugen Ruge eine seiner Figuren völlig richtig sagen.

Liebe Griechen, das ist der falsche Weg. Lasst Euch die Lebensfreude nicht nehmen - von uns Deutschen schon gar nicht. Wir kennen nur den schnöden Mammon - der uns aber selbst zur Neige geht. Nur wollen wir das nicht sehen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.12.2012 14:14 Uhr
Cecile de Winter

Sinnverlust

Die Deutschen kennen nicht nur den schnöden Mammon, aber Sie haben ihre eigene Kastration und die daraus folgenden Verhaltensweisen zur Tugend erklärt.
.
Ein Volk, in dem jeder zustimmend mit dem Kopf nickt oder sogar euphorisch applaudiert, wenn ein Politiker ausruft:
.
"Wir brauchen mehr Arbeit. Viel mehr Arbeit. Nur was Arbeit für ALLE schafft ist sozial."
.
Ich warte schon auf den Tag, an dem mir ein Mitbürger voller Stolz erzählt, wieviele Arbeitsplätze in der Pharma- und Krankenindustrie er durch seine Erkrankung geschaffen hat oder das die Bauern wieder mit Ochse und Pferd den Acker bestellen, weil das mächtig viel mehr Arbeit schafft, als mit dem Traktor zu pflügen.

Ich sage Ihnen, die allgemeine deutsche Moral, die Weltsicht und die Glaubenssätze der Bürger sind ein bisschen widersprüchlich und verquer, um nicht zu sagen beschränkt.

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27.12.2012, 18:57 Uhr

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