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Griechenland Die halbe Wahrheit

 ·  Griechenland werde ein drittes Hilfspaket benötigen, sagt Wolfgang Schäuble. Dass er endlich zugibt, was ohnehin jeder weiß, dürfte ein Versuch der Schadensbegrenzung sein. Jetzt wird es spannend.

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Fast auf den Tag genau einen Monat vor der Bundestagswahl sieht Finanzminister Wolfgang Schäuble offenbar den richtigen Zeitpunkt gekommen, um reinen Tisch zu machen. Griechenland werde auch noch ein drittes Hilfsprogramm benötigen, räumte der Ressortchef ein - ausgerechnet auf einer Wahlkampfveranstaltung.

Bisher hieß es immer nur beschwichtigend, es gebe noch keinen Anlass, darüber nachzudenken. Oder dass weitere Rettungsschritte nicht auszuschließen seien.

Dass Schäuble endlich zugibt, was ohnehin jeder weiß, dürfte ein Versuch zur Schadensbegrenzung sein. Wenn er jetzt die Bombe platzen lässt, könnten sich am Wahltag die Splitter schon halbwegs abgeregnet haben.

Schäuble steht dann nicht als Wahlbetrüger da, wenn auf den Wahl- der Zahltag folgt. Doch nun wird es erst richtig spannend. Was kostet denn die nächste Rettungsrunde? Und will Schäuble, falls er auch im nächsten Kabinett sitzen sollte, die Finanzspritzen abermals als Kredite tarnen?

Zum Ehrlich-Machen gehört nämlich auch das Eingeständnis: Wer neues Geld verleiht, auf dessen Rückzahlung wenig Hoffnung besteht, hat in Wirklichkeit schon auf die alten Schulden verzichtet.

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20.08.2013, 18:10 Uhr

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