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Goldman Sachs in der F.A.S. : Macron kämpft um Brexit-Banken

  • Aktualisiert am

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron während des Weltwirtschaftsforums 2018 in Davos Bild: EPA

Der französische Präsident verspricht den angelsächsischen Großbanken „alles Mögliche“, sagt der Deutschland-Chef von Goldman Sachs. Frankfurt falle bei der Werbekampagne um Brexit-Banker zurück. Auch zu Trump äußert er sich.

          Die Investmentbank Goldman Sachs prognostiziert eine Aufwertung des Euro. „Ein längerfristig aufwertender Euro wird den Druck auf die deutschen Unternehmen erhöhen, sie werden auf anderem Wege versuchen müssen, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten“, sagte Deutschland-Chef Wolfgang Fink der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (F.A.S.).

          Die Regierung Trump habe kein Interesse an einem starken Dollar, führte Fink aus, das ergebe sich aus „der Logik des wirtschaftlichen Programms“. Der Banker erwartet allerdings, dass die amerikanische Notenbank die Zinsen „schneller erhöhen wird, als die Anleger es im Moment erwarten“. Die Zinswende in Amerika könnte zu „Verwerfungen an der Börse“ führen, sagte Fink.

          In dem am Sonntag erscheinenden Interview bekräftigt er zudem die Absicht der amerikanischen Investmentbank, die Zahl ihrer Mitarbeiter in Frankfurt infolge des Brexit zu verdoppeln. Paris trete jedoch verschärft in den Wettbewerb um die Londoner Banker ein. „Am Anfang der Debatte war Frankreich nicht präsent. Mit Präsident Macron hat sich das extrem geändert. Er hinterlässt mit seinem Werben sicher Eindruck bei den Bankern“, sagte Fink.

          Nach Informationen der F.A.S. hat Frankreichs Staatspräsident jüngst die Chefs der angelsächsischen Großbanken zu sich eingeladen und ihnen alles Mögliche versprochen. „Macron setzt sich machtvoll für Paris ein, er macht eine sehr gute Kampagne. Die deutsche Seite tritt viel zurückhaltender auf“, bestätigte Goldman Sachs-Banker Fink. Frankfurts Trumpf sei die Stabilität und Berechenbarkeit Deutschlands.

          Sonnenuntergang nahe der Europäischen Zentralbank in Frankfurt

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