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Gastbeitrag von Hans-Werner Sinn „Die Argumente von George Soros stechen nicht“

 ·  Deutschland kann Eurobonds nicht akzeptieren. Der Großinvestor Soros fordert also faktisch das Ende des Euro. Doch selbst wenn Deutschland austräte, hätten die südlichen Länder ein erhebliches Wettbewerbsproblem.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (135)
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Frank Bergemann

Also was ist Trumpf?

Karo!
Welches Karo? Das was Merkel immer macht?
[...]
Jeder von den Herren darf sich ein Zinsatz wünschen.
Herr Soros fängt an...

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Dieter Vieler

Sehr klug, aber irgendwo setzt bei Sinn der Verstand aus.

Sinn meint, D sollte nicht aus dem € austreten, da der € ein zentrales europ. Einigungsprojekt sei und D nach der Stabilisierung des € Vorteile aus dem innereurop. Handel schöpfen könne.

1. Der € hat sich im Gegensatz zu allen Behauptungen bisher nicht im geringsten als die europ. Einigung fördernd erwiesen. Im GEGENTEIL, das was in Europa bis zur Einführung des € an friedlichem Zusammenleben zw. den Staaten unter gegenseitiger Wertschätzung erreicht war, droht durch den € jetzt zerstört zu werden.

2. Völlig unklar ist, woher Sinn die Überzeugung schöpft, der € könne stabilisiert werden. Bisher deutet alles auf das GEGENTEIL hin:

- Forderung Frankreichs nach Bankenunion mit Vergemeinschaftung der Bankschulden
(W. Sch. macht nur noch wachsweiche Abwehrversuche),

- nicht wirklich ernst gemeinte Schuldenbremse in €-Land (jetzt: 2 Jahre mehr Zeit für F)

- inzwischen offene Staatsfinanzierung durch die EZB, die aber nicht so genannt wird, UND die dt. Regierung schweigt dazu.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.05.2013 19:55 Uhr
Dieter Vieler

Wenn Verstand gegen Interesse steht verliert in der Regel der Verstand

Schäubles Drohung, Herr Sinn solle bei seiner Kritik an der €-Politik der BuReg. nicht vergessen, dass sein Institut von der BuReg. Fördermittel erhält, scheint nicht ohne Wirkung geblieben zu sein.

Leider!

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Peter Koch
Peter Koch (Belziger) - 09.05.2013 22:46 Uhr

Die Idee von George Soros

ist doch gut.

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Wilhelm Surmann

Kluger Artikel

Ich bezweifle, dass ich mit Herrn Sinn immer auf einer Linie liege, aber in diesem Beitrag ist jedes einzelne Argument stichhaltig und fußt auf volkswirtschaftlich erwiesenen Zusammenhängen ohne kritische Annahmen. Wobei er für das wesentliche Argument, das zur Wettbewerbsfähigkeit, nicht viel mehr als eine halbwegs normale Preiselastizität der Nachfrage benötigt, was man in einem so großen Wirtschaftsraum wie dem Euroraum mit absoluter Sicherheit unterstellen darf.

Insgesamt schließe ich mich auch seinen Schlussfolgerungen an, die in der momentanen – verfahrenen - Situation der sinnvollste Ausweg sind: Möglichst wenig Transfers (helfen auf Dauer ohnehin nicht), moderate Inflationsbeschleunigung in D (bringt immerhin komparativ mehr Wohlstand, auch wenn das viele nicht verstehen, hilft weiterhin den anderen bei Rückgewinnung von Wettbewerbsfähigkeit) und Verbleiben im Euro (nachdem man es fälschlicherweise zur Schicksalsfrage erklärt hat, ist es leider auch eine geworden).

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Reinold Hütter

Duell der Giganten

Wahsinn, Sinn gegen Soros, das hat Power.
Noch dazu versteht man, dass Sinn recht hat, wenn man den Artikel in Ruhe liest und Hausverstand hat, ohne spezielle Ausbildung auch.
Bleibt die Frage, warum der geniale Soros einerseits seine Theorie der Reflexivität entwickeln konnte und damit dazu beiträgt das Verhalten des Marktes zu verstehen und anderseits jetzt solchen Unsinn verlangt und damit auch noch herumpilgert.
Variante 1: Der Investor geht mit ihm durch und er will wieder einmal so richtig abcashen.
Variante 2: Die Gene gehen mit ihm durch und er will Deutschland einfach vernichten.
Was bleibt: Die Eurokrise ist noch lange nicht gelöst und ein paar Staaten werden raus müssen, schließlich hat die Lust am Unterstützen der anderen im Norden (um nicht Deutschland zu sagen) eben auch Grenzen.
Was beeindruckt: 1990 am Beginn des Euro-Buchgeldes war der Kurs 1.17, 2002 am Beginn des Euros als Zahlungsmittel bei 0.89 und jetzt ist er bei 1.30.
Ein wenig Respekt hat der Markt also doch.

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Helga Zießler

Was ich immer noch nicht begriffen habe -

Wäre die Einführung von Eurobonds nicht auch eine Sozialisierung von Schulden?

Die Definition des Begriffs lautet: "Eurobonds sind Staatsanleihen in der Europäischen Union oder der Eurozone, bei denen EU-Staaten gemeinsam Schulden am Finanzmarkt aufnehmen, die aufgenommenen Mittel unter sich aufteilen und gesamtschuldnerisch für die Rückzahlung und Zinsen dieser Schulden haften würden".

"Gesamtschuldnerisch" heißt demnach doch, dass ALLE Länder der Eurozone im Ernstfall für diese Schulden geradestehen müßten.

Was anders ist das also als eine Sozialisierung der Schulden? Würde die - von Merkel bereits einmal ausgehebelte - No-Bail-Out-Klausel der Maastricht-Verträge auch in solch einem Fall nicht mehr greifen?

Herr Sinn verweist ausdrücklich auf Amerika 1791, als Finanzminister Alexander Hamilton die "Transfer-Union", zu der man die Union gemacht hatte, wieder abschaffte.

Warum können wir nicht aus der Geschichte lernen - auch wenn es die der ungeliebten Amis ist?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.05.2013 12:48 Uhr
Fred Ruegg
Fred Ruegg (fredruegg) - 10.05.2013 12:48 Uhr

Könnte man sich vorstellen wenn

klare volksgestützte (i.e durch Referendum) gegenseitige Veträge der EU Staaten und der EU festgenagelt würden, wobei eine Formel verankert ist die das Volumen im Verhältnis zum GDP des Landes vorgeschrieben sind die maximal ausständig sein können und die Rückzahlungsbedingungen selbst. Dazu, für nicht Erfüllen der Rückzahlungsbedingunge eines Staates von der EU empfindliche Strafen zu leisten wären. Nur Bonds ausgeben nach aus dem Handgelenk, Ehrgeiz und Dummheit, soll nicht vorkommen können.

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Hinrich Mock
Hinrich Mock (HinrichM) - 09.05.2013 14:29 Uhr

Nein, Schulden der Öffentlichen Hand sind per "sozialisiert".

Bei Eurobonds würden die Schulden aber vergemeinschaftet. So wie sie das richtig beschreiben. Sinn beschreibt ja das Beispiel aus den USA. Und die waren damals bereits ein Bundesstaat. Es gibt wohl auf der ganzen Welt keinen Bundesstaat in dem die einzelnen Staaten gemeinsam Schulden aufnehmen. Auch in unserer Bundesrepublik nicht.

Nun ist die EU nicht einmal ein konstituierter und institutionalisierter Bundesstaat, sondern lediglich ein vertraglich geregeltes Staatenbündnis mit einigen Bündnisbehörden. Wie viel weniger (schon aus verfassungsrechtlichen Gründen) kommen hier gemeinsame Schulden infrage. Allein schon der Vorschlag disqualifiziert!

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Ulrich Buschmeier
Ulrich Buschmeier (10325) - 09.05.2013 12:37 Uhr

Deutsch-französiche "Achse"

Die schlechte Stimmung im deutsch-französichen Regierungsgeschäft ist doch vor allem eine Retourkutsche auf Merkels Unterstützung für Sarkozy im französichen Wahlkampf. Nach der Bundestagswahl wird schnell ein neues Kapitel aufgeschlagen, wer auch immer die Wahl gewinnt.

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Heino Ewerth
Heino Ewerth (Illoinen) - 09.05.2013 12:15 Uhr

Was für ein Armutszeugnis des Herrn Sinn!

Mit keinem Wort erwähnt Professor Sinn, dass es Deutschland ist, das durch seine zu niedrigen Lohnerhöhungen ganz maßgeblich zu den Ungleichgewichten innerhalb der Eurozone beigetragen hat. Für Sinn ist die Austeritätspolitik alternativlos. Wie die südeuropäischen Länder mit einer ins bodenlose fallenden Konjunktur ihre Schulden bedienen sollen (nicht nur die Staatsschulden) verrät uns Sinn nicht. Stattdessen wiederkäut er zum tausendsten Male seine fachlich hanebüchenden Target-2-Thesen, über die die internationale Fachwelt schon lange lacht. Drollig ist seine Aussage, nicht Deutschland, sondern die Märkte verordneten Europa die Austeritätspolitik. Sitzen die Märkte etwas an den Verhandlungstischen? Haben die Märkte die Memoranden der Troika aufgesetzt? Waren es die Märkte, die den Fiskalpakt vorangetrieben und verabschiedet haben? Da kann man nur sagen: Die Argumente von Hans-Werner Sinn stechen nicht.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.05.2013 22:00 Uhr
Wolfgang Richter

Mutter Theresa?

Wir spielen mit unseren Industrieprodukten in der Oberliga der Weltwirtschaft - gegen Länder wie Südkorea, Taiwan und Japan.
Wenn wir es da, unseren fußkranken "Freunden" zuliebe, etwas gemütlicher und teurer angehen lassen, werden unsere Kunden und der Markt eine klare Antwort geben und wir finden uns, schneller als erwartet, am Boden neben Hollande wieder.
Vielleicht bekommen wir dieses Experiment durch einen rot-grünen Wahlsieg demnächst geliefert.
Wir sind nicht Mutter Theresa, daß wir uns freiwillig aufopfern. Zumal z.B. Frankreich durchaus das Zeug hätte, uns ziemlich einzuheizen. Wenn es nur wollte.

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Bernhard Kopp von Brackel

Sie liegen leider weit daneben

Ja, die 'Märkte' sitzen mit am Tisch, sie sind der Elefant im Raum. Von Athen bis Lissabon, und natürlich und ganz besonders in Paris, möchte man nämlich weiter lustig Kredit aufnehmen, und sich politisch unbequemen Strukturreformen weitestgehend verweigern.

Die Konjunkturen brechen auch nicht nur wegen der Haushaltsdisziplin ein, sondern ganz besonders, weil die privaten Unternehmer, es gibt genug Kapital, in die verrotteten Strukturen nicht investieren wollen. Wenn man sich nicht dazu bereit findet, ein positives Investitionsklima zu schaffen, dann wird man eben keine bekommen. Makro-Wachstum ist die Summe von Mikro-Expansionen.

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Michael Eiber

Genau das ist der Unterschied

Ganz wunderbar, dass Sie die Aussage von SINN über die Herkunft der Austeritätspolitik kritisieren. Ich habe dieses Zitat in einem früheren Kommentar ebenfalls herausgestellt.
Allerdings positiv! Es ist ein kluger Satz, bezogen auf die südeuropäischen Staaten.

Der Leser kann sich damit vergleichsweise ein Bild machen, denn es gibt sehr viele Menschen wie Sie, die Märkte nicht als maßgeblich für politische Entscheidungen erachten. Dieselben Menschen glauben auch, dass wirtschaftliche Schwierigkeiten durch den Einsatz der Ressource MACHT gelöst werden können.
Das Gegenteil haben wir in den beiden letzten Jahre erlebt, Herr Ewerth. Die Politiker Europas sind in eine Zwickmühle geraten aus ungesicherten volkswirtschaftlichen Prognosen und relativ beschränkten Machtmitteln.
Die Mächte, die sie beklagen, sind OHNMÄCHTE...

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Heino Ewerth
Heino Ewerth (Illoinen) - 09.05.2013 12:12 Uhr

Im Gegenteil die Aussagen von Sinn stechen nicht"

Bis heute verstehen, oder ignorieren die Fakten viele unserer sog. geistigen Eliten in diesem Land nicht die Sachlage nicht. Fakt ist Deutschland hatte nach Einführung des Euros massives Lohn und Sozialdumping betrieben, und in der Eurozone alles niederkonkurriert. Den südlichen Ländern jetzt vorzuwerfen, sie seien nicht Wettbewerbsfähig ist nur noch zynisch.

Deutschland ist die größte Volkswirtschaft in Europa, wenn die dann wie bereits im Ausland, als zweites China in Europa auftritt, wie sollten dann die kleinen Länder in der EU Wettbewerbsfähig werden? Deutschland hat das doch von Anfang an verhindert. statt im eigenen Land die Binnennachfrage u.a. durch höhere Löhne zu stärken, damit die kleinen Länder im Euroraum nach Deutschland hätten exportieren können, hat das Deutschland mit seiner Lohn und Sozialdumping Politik das verhindert. Jetzt den kleinen Ländern vorzuwerfen, sie seien nicht Wettbewerbsfähig, ist einfach nur noch beschämend.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.05.2013 12:50 Uhr
Hinrich Mock
Hinrich Mock (HinrichM) - 09.05.2013 12:50 Uhr

Beschämend ist es ...

... die Tatsachen auf den Kopf zu stellen. Was Sie "Dumping" nennen, war die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. Dabei stiegen die Exporte in alle Welt. Außer die in den Euroraum (!), die sanken.

Gleichzeitig erhöhten die "kleinen Länder", von denen sie sprechen, ihre Kosten massiv (der Euro machte es möglich) und waren zunehmend nicht mehr wettbewerbsfähig. Die Produktion lohnte sich nicht mehr und wurde eingestellt. Geld wurde im Handel mit Importwaren (China) verdient. Und das alles natürlich vor allem kreditfinanziert, denn Kredite waren billig (Euro) und leicht zu kriegen (Deregulierung der Finanzwirtschaft).

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Johannes Rosendahl

Haben die deutschen Wirtschaftsmedien keine besseren Ratgeber als Soros?

Soros Ratschläge sind nur gut für Soros. Für Ihn wäre es das Business Paradies wenn es zur Einführung von Eurobonds käme.
Er ist ein Strolch hoch 3 und hat schon massivst Devisenspekulation betrieben unter anderm gegen die BRD aber gegen sein eigenes Land Griechenland. Er hat nur eine beschränkte Business Intelligence aber einen Riecher für Geschäfte wie ein Aasgeier. Dabei ist Ihm absolut wurscht wem er schadet.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.05.2013 13:23 Uhr
Peter Giessinger

Soros Grieche?

Na vielleicht mal informieren, bevor scharf geschossen wird. Und die Briten haben sich ja ihr Grab selbst geschaufelt als sie das Pfund abwerten mussten. Soros nutzt nur das Nichtwissen solcher Ökonomen wie Sinn, um es zu Geld zu machen. Würden diese nicht so einen unfassbaren Unsinn produzieren, gäbe es auch keinen Profit - und keinen aus allen Nähten platzenden Finanzsektor. Das ist so, als schimpfe man auf den Geier, weil der Esel gestorben ist...

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Wolfgang Richter

Soros

Soros und Berlusconi können nicht irren.
Deutschland muß diesen Euro verlassen. Gern zusammen mit den wenigen anderen seriösen Euro-Ländern, mit denen man ggf. einen Nord-Euro begründen könnte.
Euro-Bonds sind jedenfalls definitiv inakzeptabel.
Mal sehen, wie es Berlusconi und Hollande nach 3 Jahren Inflations-Südeuro geht.
Jeder sollte mal ein 1923-Erlebnis haben.

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Peter Giessinger

Es ist nicht nachvollziehbar,

warum ich einem Hans-Werner Sinn, dessen Prognosen unzuverlässiger sind, als der Wetterbericht der nächsten Woche mehr Glauben schenken soll als einem George Soros. Vielleicht sollte Herr Sinn seine sehr wissenschaftlich klingenden Modelle mal daraufhin überprüfen, inwiefern sie Prognosen, die eigentlich nie über simple Trendextrapolation hinausgehen, liefern? Außer Dogmas nix gewesen. Aber immerhin: Die meisten FAZ-Leser scheinen ja begeisterte Anhänger der Angebots-Theorie des Herrn Sinn zu sein. Wir werden sehen wohin sie führt. Japan lässt grüßen.

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Andreas Gehrmann

Naja,

Was Herr Sinn sagt, ist m.E. nicht die ganze Wahrheit!
1. Die Staatsschulden sind im Zuge der Bankenrettungen enorm gestiegen!!
2. Kein Land bis auf Frankreich hat das in der Währungszone vereinbarte Inflationsziel von 2% eingehalten. Es ist richtig, dass sich die Südländer zu hohe Löhne gegönnt haben, aber Deutschland ist weit unter dem Inflationsziel geblieben (ca. 0,9%). In der Folge haben sich die Preise - und damit die Wettbewerbsfähigkeit - seit der Euroeinführung stark auseinander entwickelt. Zu sagen nur die Südländer hätten Schuld, ist schlicht falsch!
3. Bei dieser "Internen Abwertung" werden die Binnenmärkte dieser Länder zerstört! Bei einem Austritt könnte dieser in Takt bleiben, auch wenn dazu ein gehöriger Schuldenschnitt, der sowieso kommt, nötig wäre.
4. Irland kann diesen Kurs der Austerität eher fahren, weil dessen Erträge aus dem Binnenmarkt im Verhältnis zu GR, PO und SP wesentlich geringer sind.
5. Unsere Überschüsse sind ein Problem für uns UND unsere Nachbarn. LG

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fritz Teich

Deutschland hat den Krieg verloren und soll auch alles andere verlieren

Das sagt Soros ziemlich offen. Seit Jahren auch in Deutschland vor grossem Publikum.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.05.2013 21:20 Uhr
Ulla Nachtmann

Egal was Soros sagt oder nicht

Er spricht für sich und wir sprechen jetzt mal für uns.
Es ist jüngeren dt Generationen nicht mehr zu vermitteln, dass ,wir' oder gar ,sie' eine Erbschuld tragen sollen. Denn darauf läuft das ganze dumme Gezeter heraus. Schluss damit!
Wir lassen uns nicht mehr erpressen mit den verwerflichen Taten unserer Urgroßeltern.
Die dt Nachkriegsgenerationen haben aufgearbeitet so gutnesnging und auch bezahlt - im Gegensatz zu all jenen, die heute behaupten Widerstand geleistet zu haben aber oft Kollaborateure waren. Darüber sollten wir heutzutage doch mal nachdenken.

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Otto Meier

"etwas mehr Inflation im Norden der Eurozone"

Also ich kann diesen geistigen Höhenflügen nicht mehr folgen. Gleichzeitige Auf- und Abwertung einer Währung? Bekomme ich dann quasi fünf griechische Euros für einen deutschen? Wirklich?

Haben wir nicht längst eine Vergemeinschaftung der Schulden? Warum dann keine Eurobonds? Halten uns unsere "Eliten" wirklich für so dumm?

Wann endlich wird wirklich Klartext gesprochen und den Bürgern gesagt, daß der Euro ohne Abschied von den Nationalstaaten keine Zukunft hat? Wenn der deutsche Schuldenanteil mehr als eine Billion Euro beträgt? Wann wird das sein, vor oder nach der Bundestagswahl? Wann endet der Höhenflug des DAX erneut in einer Bruchlandung?

Haben unsere "Eliten", die scheinbar versuchen, die Verluste ihrer Zockerei durch noch mehr Zockerei wieder hereinzuholen, immer noch nicht verstanden, daß am Ende immer die "Bank", wer auch immer das sein mag, gewinnt?

Tritt auch nur ein einziges Land aus dem Euro aus oder spaltet sich die Eurozone, ist der Euro sofort Geschichte.

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Gerd Kintzel

Die Pflichterfüllung einrs wahren Amerikaners.

Mit der Forderung nach Eurobonds hat Soros doch nur seine Pflicht als Sprachrohr amerikanischer Interessen gemacht. Und diese Interessen dulden neben dem Dollar nun einmal keinen (zumindest starken) Euro.

Seine ständigen Versuche, die Währungsunion kaputt zu reden hat schon fast etwas Rührendes. Mir tun nur die Leute leid, die für seine "Seminare" auch noch teures Geld auf den Tisch legen müssen.

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Fred Ruegg
Fred Ruegg (fredruegg) - 08.05.2013 17:06 Uhr

Warum denn nicht...

Wiedereinführung Nationaler Währungen strickte nur Anwendbar für Inland Wirtschaften mit eigenen Nationalbanken die von Zeit zu Zeit Wechselkurs zum Euro festlegen nach Bedarf der Export- und Import Aktivitäten. Euro unter EZB nur Europäische Reservewährung für Innereuropäische Zahlungen wie& Zahlungen in Nicht- Europäischen Währungen. Etwa so was China massenhaft betreibt offiziell, mehr noch inoffiziell.
Dann weiter müssen die EU und alle EU Länder Stimmbürgern direkt demokratische Rechte verleihen über die die Bürger verlangen können was entschieden werden muss &dann auch selber entscheiden über was die Parlamente vorlegen. Zum Anfang, auf diesem Prinzip Verfassungen ändern die den Stimmbürgern das Recht geben Verfassungsänderungen zu verlangen die innerhalb ca 15 Monaten einer Volksabstimmung vorgelegt werden müssen. Parlamenten haben nur die Macht zu Gegenvorschlägen , aber ohne Macht Volksbegehren zu blockieren. Kurz, echte Volksdemokratien schaffen! Europa als Vorbild?

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Hinrich Mock
Hinrich Mock (HinrichM) - 08.05.2013 16:47 Uhr

Die Spaltung Europas ...

... in Bezug auf die Währung vollzog sich mit Einführung des Euro. Seither ist Europa gespalten in Euro- und Nichteuroländer. Vorher war es hier nicht gespalten, sondern alle Währungen hingen gleichermaßen an der ECU (European Currency Unit). Seit spätestens 2010 haben wir jetzt zusätzlich noch eine Spaltung in Euroländer und Möchtegerneuroländer, die absehbar richtig ins Geld geht und durch eine Transferunion "zementiert" werden soll.

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.05.2013 17:44 Uhr
Gabi Heintz

@Herr Siegen-Gorski : Gut, ist gebongt! - Wir schicken Kinderzeichnungen in die Südländer.

Da allen - außer den Leuten in der Alternative für Deutschland - ja viel mehr an Nicht-Materiellem liegt, bin ich dafür, daß wir demnächst Selbstgebasteltes und -gemaltes statt der unsensibel ausgewählten Milliarden nach Griechenland, Italien, Portugal und Spanien schicken.

Sonnenuntergänge oder ähnliches wären doch hübsch.

Kinder haben auch immer viel Spaß am "Kopieren" von Münzen, indem sie sie unter ein Blatt Papier legen und mit dem schräggelegten Stift darüberfahren. Wenn man die ausschneidet und die richtigen Teile zusammenklebt, kann man Spielgeld herstellen.

Das wäre wahrscheinlich so in etwa, was Ihnen vorschwebt, oder Herr Gorski-Siegen?

Wir hätten längst begreifen müssen, daß das Schicken von echtem Geld geradezu eine Beleidigung unserer Freunde in Europa und vor allem in den Banken war.

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Rolf Joachim Siegen

Meister Mock,

die Waehrungsunion war und ist als Verklammerung des europaeischen Geldes (nach dem Fall des Eisernen Vorhangs) gedacht. Polen verhaelt sich noch abwartend, wie der polnische Finanzminister neulich an dieser Stelle erklaerte.

Spannungen zwischen den Partnern? Diese Spannungen bestehen zunaechst INNERHALB der Staaten Suedeuropas. Dort muessen die Veraenderungen ansetzen.
Dass dies mit viel Geld zu geschehen habe, gehoert zu den legendenhaften Behauptungen von Euch 'AfDlern'. Denn Ihr wollt alles auf das bloss Materielle (in Europa) reduziert wissen.

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Hinrich Mock
Hinrich Mock (HinrichM) - 09.05.2013 12:27 Uhr

@ Wolf Haupricht

1. Alternativlose Einhaltung der geschlossenen Verträge.

2. Realistische Stimmrechtsverteilung in der EZB.

3. Einführung von Parallelwährungen im Euroraum ermöglichen.

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Hinrich Mock
Hinrich Mock (HinrichM) - 08.05.2013 21:48 Uhr

Herr Siegen, wo sind da der Zusammenhang?

Wie kommen Sie darauf, daß der Fall des Eisernen Vorhangs eine Währungsunion als logische Folge hatte? Zumal kein einziges Land von ehemals jenseits des Vorhangs mit dabei ist. Und fragen Sie jetzt mal die Polen, ob sie an der zukünftigen Transferunion noch teilnehmen wollen!

Was hat Ihr Beitrag überhaupt mit meinem zu tun?

Die Spannungen zwischen den Partnern der Eurozone sind im Kern ökonomischer Natur und sie werden wohl nicht so leicht aus der Welt zu schaffen sein. Stichworte Neue Bundesländer, Mezzogiorno. Man kann sie aber behelfsmäßig mit viel Geld zukleistern. Mit dem Geld des Nordens. Aus politischen, gesellschaftlichen und ideologischen Gründen. Weniger auf Gedeih denn auf Verderb.

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Rolf Joachim Siegen

H. Mock, Sie stellen die Geschichte auf den Kopf

Denn die Waehrungsunion war die logische Konsequenz auf den Fall des Eisernen Vorhangs.

Die momentanen Spannungen zwischen Nord- und Suedeuropa sind lediglich Folge politisch - gesellschaftlicher Versaeumnisse in letzterer Region.

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Hans Klein
Hans Klein (buzzsaw) - 08.05.2013 16:41 Uhr

NEIN

Deutschland mag es kurzfristig vielleicht besser gehen, vielleicht auch nicht, wenn es aus dem EURO austräte. Auf jeden Fall würden ohne den EURO auch der Einigungsdruck zwischen den EUROländern wegfallen, so dass ich befürchte, dass die Europäische Union weit hinter den jetzigen Status zurückfallen würde.

Dann würden auch wieder die einzelnen Volkswirtschaften am Weltmarkt auftreten müssen. Man braucht kein Prophet zu sein, um vorherzusehen, dass Angesichts der Konkurrenz aus China, Indien, Brasilien, Russland und vielleicht noch einiger anderer Staaten die einzelnen Länder viel zu klein sind um noch eine herausragende Rolle zu spielen und langfristig in der Bedeutungslosigkeit verschwinden werden.

Was Herr Sinn nach meiner Meinung nicht ganz versteht: Der EURO ist nicht nur ein wirtschaftliches, sondern auch ein politisches Projekt. Dahinter stehen ganz enorme politische Interessen und Machtansprüche. Der EURO ist eine der wenigen Währung, die dem Dollar gefährlich werden könnten.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.05.2013 00:03 Uhr
k. roes.
klaus roesecke (klaro67) - 09.05.2013 00:03 Uhr

Zurückfallen hinter dem jetzigen Status?

Geht es noch schlimmer? Und Sie sind allen Ernstes der Ansicht, daß eine große Gemeinschaft an wenig leistungsfähigen Volkswirtschaften am Weltmarkt kraftvoll auftreten kann? Eine Mannschaft mit vielen schwachen Spielern gegen ein Spitzenteam, wie wird es wohl ausgehen?

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Horst Osterwald
Horst Osterwald (HorDee) - 08.05.2013 17:33 Uhr

@Hans Klein: Herr Prof. Sinn hat das sehr wohl verstanden ...

Prof. Sinn: "Ich betone aber von neuem, dass Deutschland dennoch nicht aus dem Euro austreten sollte, weil der Euro ein zentrales europäisches Integrationsprojekt ist ...". Also sagt er doch genau das. Wenn Sie den Artikel gelesen hätten, dass wäre das klar geworden. Es ist der einzige Grund, warum Prof. Sinn für einen Verbleib Deutschlands im Euroraum votiert.

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Martin Hofmann-Apitius

Die alte Mär ....

... von der Globalisierung und der Bedeutungslosigkeit, in der wir angeblich alle versinken, wenn wir uns nicht zusammentun ....
Nennen Sie mir einen Bereich, in dem Griechenland, Portugal, Malta oder Zypern zu den Weltmarktführern gehören. Wo sind die "hidden champions" im Mittelmeerraum? Warum meinen nur alle Euro-Befürworter, dass Deutschland stärker würde, wenn man sich mit Zypern und Malta und Griechenland und Portugal zusammentut?

Bei den Niederlanden, bei Finnland und bei den baltischen Staaten würde ich es ja noch verstehen ... siehe den Innovations-Indikator oder den Innovationsbericht der EU. Bei den Katalanen hätte ich noch Hoffnung; denn die sind innovativ und wissenschaftliche einfach richtig gut (in mehr als einer Disziplin).

Ich kann diese ganzen dummen Sprüche von "Zusammenstehen gegen die Globalisierung" nicht mehr hören. Das wird von der Realität einfach in keiner Weise gestützt.

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Hinrich Mock
Hinrich Mock (HinrichM) - 08.05.2013 16:58 Uhr

DIESER Euro ...

... wird niemandem gefährlich. Jedenfalls niemandem außerhalb der Eurozone.

Außerdem: Dänemark tritt heute schon klein, entschlossen und erfolgreich mit einer eigenen Währung auf dem Weltmarkt auf. Es hat freiwillig auf den Euro verzichtet. Und nicht nur Dänemark. Die Polen wollen wohl auch inzwischen lieber auf den Euro verzichten. Kennen Sie eigentlich irgendein prosperierendes Land, das in den Euro will?

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Giordano Bruno

H.W. Sinn hat mehrfach die Einhaltung der EU-Verträge gefordert und damit den Austritt GR+Zyperns

insofern ist er auch nicht inkonsequent. Er möchte die Vorteile des Euro erhalten für die verbleibenden Länder, auch Dtl. Die Frage ist nur, ob vor allem Frankreich willens und in der Lage ist, die Stabilitätskriterien jemals wieder zu erreichen. Ich glaube nicht mehr daran.

Demnach ist der Euro nicht mehr rettbar, es sei denn:
"Wenn man die Eurozone nicht inflationieren will, lässt sich die Wettbewerbsfähigkeit der Südländer nur durch eine offene Abwertung nach einem Austritt oder durch eine interne Abwertung durch Preissenkungen erreichen"
Und M.Draghi will Inflationieren und de facto hat er mit dem massiven Aufkauf von Schrottanleihen und der Möglichkeit, diese als vollwertige Sicherheit von den Banken zu akzeptieren, damit bereits begonnen.

Es kommen schlechte Zeiten auf uns zu. Die globale Inflation, die jederzeit unkontrolliert starten kann, wird alle Menschen in große Bedrängnis bringen.

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07.05.2013, 20:27 Uhr

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