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Finanzministertreffen in Brüssel Eurogruppe gibt 40 Milliarden für Spaniens Banken frei

Spanien braucht Hilfe, um seine schwächelnden Banken aufzupäppeln. Die Finanzminister der Euroländer haben nun wie erwartet 40 Milliarden Euro gebilligt. Portugal soll die nächste Hilfszahlung im Januar bekommen.

© dapd Visionäre Europäer: Jean-Claude Juncker (l.) will als Eurogruppen-Chef nun wirklich aufhören, Wolfgang Schäuble war noch im Sommer dieses Jahres als möglicher Nachfolger im Gespräch.

Die Finanzminister der Euroländer haben wie erwartet rund 40 Milliarden Euro freigegeben, um den schwächelnden spanischen Bankensektor aufzupäppeln. Darauf einigten sie sich während ihres Treffens am Montagabend in Brüssel. Spanien erhalte die 39,5 Milliarden Euro Mitte der kommenden Woche, sagte Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker.

Zuvor hatte Spanien nun auch ganz formal seine europäischen Partnerländer um Hilfe für den angeschlagenen Finanzsektor gebeten. Der spanische Finanzsektor geriet in Schieflage, nachdem in Spanien die Häuserpreise flächendeckend eingebrochen waren - was sich ähnlich in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Irland und Island ereignet hatte und infolgedessen zu einer Finanzkrise in der gesamten westlichen Welt wurde.

Spanien bleibt Kandidat für Rettunsschirm

Die Rettung etlicher Geldhäuser brachte den spanischen Staat an die Grenzen seiner finanziellen Möglichkeiten. Inzwischen gilt nicht neben dem Bankensystem auch das Land insgesamt als weiterer Kandidat für die Euro-Rettungsmechanismen (EFSF/ESM). Hilfe beziehen bereits Griechenland, Portugal und Irland.

Für Griechenland haben sich die Regierungen der übrigen Euroländer unlängst auf ein neues Hilfspaket verständigt. Portugal soll im Januar die nächste Hilfstranche aus seinem bestehenden Programm in Höhe von 2,5 Milliarden Euro erhalten, sagte Juncker. Er sei zuversichtlich, dass Griechenland die nächste Hilfszahlung am 13. Dezember bekomme. Über Zypern, dass ebenfalls Hilfe erbeten hat, wolle die Euro-Gruppe Mitte des Monats beraten.

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Juncker sagte weiter, er gehe nicht davon aus, dass Irland und Portugal bei den Krediten die gleichen Bedingungen wie Griechenland eingeräumt bekämen. „Ich glaube nicht, dass die Eurogruppe darauf vorbereitet ist, diesen beiden Ländern eine gleiche Behandlung zukommen zu lassen mit Blick auf die einzelnen Entscheidungen“, sagte Juncker. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble stieß ins gleiche Horn. Griechenland sei ein besonderer Fall. „Für Irland und Portugal, die dabei sind, Schritt für Schritt an die Märkte zurückzukehren, wäre dies ein verheerendes Zeichen“, sagte er.

Quelle: Reuters

 
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