http://www.faz.net/-gqe-76b5b
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --
Integrated Industry

Veröffentlicht: 05.02.2013, 05:15 Uhr

Euro-Krise Steinbrück will Griechenland mehr Zeit geben

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will Griechenland mehr Zeit für Reformen geben. Dass das Land etwas tut, zeigen neue Haushaltszahlen: Demnach erzielte Athen im vergangenen Jahr vor Zinsen zum ersten Mal seit langem einen kleinen Überschuss.

© dpa Auch die griechischen Seeleute streiken - deshalb ist er ruhig im Hafen von Piräus.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will dem hoch verschuldeten Griechenland mehr Zeit für Reformen geben, selbst wenn das zusätzliches Geld kosten sollte. Die in der Krise steckenden Euro-Staaten müssten ihre Haushalte in Ordnung bringen und ihren Schuldenstand konsolidieren, sagte Steinbrück an der London School of Economics.

Aber vor allem für Griechenland müsse dabei der Zeitrahmen ausgeweitet werden. Das werde möglicherweise Geld kosten, auch Geld aus Deutschland, sagte Steinbrück. Das müsse man der Bevölkerung und den Wählern auch sagen. Bei der schwarz-gelben Bundesregierung vermisse er das aber, fügte Steinbrück hinzu. Er warf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor, zu stark auf Konsolidierung konzentriert zu sein. Neben einem Sparkurs müsse es in der
Euro-Zone aber auch eine striktere Bankenregulierung und Wachstumsimpulse geben, betonte Steinbrück.

Erster Primär-Überschuss seit vielen Jahren

Unterdessen hat Griechenland im vergangenen Jahr 2012 nach neuesten Angaben des Finanzministeriums erstmals seit Jahren mehr eingenommen als ausgegeben, wenn man Zinszahlungen nicht berücksichtigt. Das Land habe einen kleinen sogenannten Primär-Überschuss von 434 Millionen Euro erwirtschaftet, hatte das Finanzministerium in Athen am Montag mitgeteilt. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 hatte es noch ein Primär-Defizit von 3,5 Milliarden Euro gegeben.

Mehr zum Thema

Experten führten die positive Entwicklung darauf zurück, dass Athen seit Monaten nur noch die dringendsten Rechnungen bezahle und in allen Bereichen den Gürtel enger schnalle. Ein echter ausgeglichener Haushalt unter Berücksichtigung des Schuldendienstes stehe dagegen noch in weiter Ferne. Der Überschuss sei ein Zeichen dafür, dass die „Voraussetzungen für einen Neustart der Wirtschaft geschaffen werden“, erklärte der Vize-Finanzminister, Ioannis Staikouras.

Maut-Geschenk für Dobrindt

Von Hendrik Kafsack, Brüssel

Monatelang hatte sich der CSU-Politiker als starker Mann profilieren können und die Kommission sogar zur Klage vor dem Europäischen Gerichtshof gedrängt. Nun hat er sein Versprechen erfüllt. Mehr 10 7

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Die Maut bringt viel Geld

Nach der Einigung über die Pkw-Maut wird auch darüber diskutiert, wie viel Geld sie eigentlich bringt. Was man dagegen sicher weiß: Wie hoch der Anteil der Lkw-Maut an den Verkehrseinnahmen schon heute ist. Mehr 0

Zur Homepage